Politiker fordern flächendeckendes Mobilfunk-Netz

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Ein Mobilfunksender im ländlichen Raum
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside handy
Es will einfach keine Ruhe in des Thema 5G einkehren. Jetzt wurden wieder Forderungen nach einem flächendeckenden Ausbau mit dem Mobilfunk der fünften Generation laut. Bemerkenswert: Ausgerechnet für schwer zu versorgende Flächenländer wie Mecklenburg-Vorpommern soll das gelten.

Entsprechende Forderungen sind am Freitag im Bundesrat laut geworden. Insbesondere die Ländervertreter von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz haben dort Medienberichten zufolge schärfere Auflagen für die Netzbetreiber gefordert. Andernfalls, so heißt es in einem Entschließungsantrag der Regierung aus Mecklenburg-Vorpommern, müsse die Auktion ausgesetzt werden. Die Auflagen für die Netzbetreiber müssten nachgebessert werden. Rheinland-Pfalz fordert vom Bund indes eine Gesamtstrategie, die auch den Glasfaserausbau mit einschließt.

Die Problematik: Nach einhelliger Meinung der Experten ist mit den zur Verfügung stehenden Mobilfunkfrequenzen kein flächendeckender 5G-Ausbau machbar. Dabei geht es insbesondere um Frequenzen um 3,6 GHz. Die Ausbreitungseigenschaften dieser Frequenzen lassen kein flächendeckendes Netz zu, ohne eine Vielzahl neuer Sendemasten in Deutschland zu installieren. Gerade in Regionen mit weiten Flächen ohne nennenswerte Bevölkerungsanteile lohnt sich das aber nach Darstellung der Netzbetreiber nicht. Die Telekom hat angekündigt, in diesem Jahr für LTE noch neue Frequenzen in Betrieb zu nehmen und so zumindest einige Funklöcher zu stopfen.

Lokales Roaming weiterhin im Gespräch

Ein möglicher Lösungsansatz für das Problem ist das sogenannte lokale Roaming. Dabei würde ein Netzbetreiber einen Sendemast aufbauen, den die anderen Netzbetreiber mitnutzen könnten, wenn sie in der Region kein Netz haben. Die Netzbetreiber wehren sich jedoch gegen eine solche verpflichtende Lösung und sehen zu viele Nachteile für sich und ihre Geschäftsmodelle.

Funklöcher in Deutschland: Diese Orte trifft es am schlimmsten

Generell scheint derzeit unklar, ob die 5G-Auktion überhaupt starten kann, wie geplant. Möglicherweise sind Eilanträge von Vodafone und O2 vor dem Verwaltungsgericht Köln erfolgreich und die Auktion muss verschoben werden. Die Netzbetreiber wehren sich mit den Klagen gegen die Auflagen, die die Bundesnetzagentur macht.

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