Pokémon Go PvP vorgestellt: Das müssen Trainer jetzt wissen

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Zwei Smartphones mit Pokémon Go PvP auf dem Display
Pokémon Go PvP vorgestellt: Trainer gegen TrainerBildquelle:
Niantic hat seinem Kassenschlager Pokémon Go sein größtes Update in der Geschichte des Spiels verpasst: Das Spiel bekommt damit einen neuen Modus, in dem das Gameplay völlig neu ist. Mit dem Battle-Mode wird es zukünftig möglich sein, gegen andere Spieler im Einzel anzutreten. Niantic baut also das erste Mal einen direkten Kampf zwischen Trainern in das Spiel ein.

Niantic hat für sein erfolgreiches Spiel Pokémon Go den PvP-Modus vorgestellt. PvP ist die Abkürzung für Player versus Player und bedeutet nichts anderes, als dass Niantic einen Eins-gegen-Eins-Modus implementiert hat. Die Auswirkungen auf das Gameplay des Spiels bleiben weitgehend unangetastet, doch im neuen Modus stellt Niantic sein Spiel auf den Kopf.

Pokémon Go PvP vorgestellt: die Mechanik des neuen Modus

Niantic hat den neuen PvP-Modus komplett neu gestaltet und auch an der von Raids oder Arenen bekannten Mechanik geschraubt. Dabei blieb kein Stein auf dem anderen und man kämpft nun nicht mehr indirekt über einen vom Algorithmus gesteuerten Defensiv-Modus des gegnerischen Monsters. Vielmehr fordern Trainer ähnlich wie beim Tauschen von Pokémon einen Freund oder einen anderen Trainer direkt heraus. Die Kontaktaufnahme läuft ähnlich dem Freunde-Zufügen: Ein Trainer scannt den der QR-Code des anderen Trainers und schon kann es losgehen.

Balancing durch unterschiedliche Ligen

Eine der größten Herausforderungen bei einem solchen PvP-Modus ist das Balancing im Spiel. Die Kontrahenten können theoretisch 39 Level auseinander sein, was eine aussichtslose Situation für den unerfahrenen Spieler nach sich zieht. Niantic löst den Gordischen Knoten mit einem einfachen Trick: Es gibt drei Ligen, in denen Spieler gegeneinander antreten können. Je nach Liga können nur Pokémon bis zu einem bestimmten CP-Wert, also bis zu einer bestimmten Stärke eingesetzt werden. So nützen hochgezüchtete Pokémon in den beschnittenen beiden Ligen wenig. Lediglich in der Master-League kann unbegrenzt das gesamte Deck eingesetzt werden. In der englischen Demo kamen die folgenden Ligen zum Einsatz:

  • Great
  • Ultra
  • Master

Kampf-Teams und eine kleine Revolution

Wer schon ein „Party-Team“ zusammengestellt hat, kann sofort auf den Kampfplatz gehen. Wer noch nicht so weit ist, muss sich erst einmal drei Pokémon aussuchen, mit denen er in die Schlacht ziehen will. Drei Pokémon? Ja, lediglich drei der Monster aus dem Deck können ausgesucht werden. Hier liegt eine der großen Unterschiede zum Arena- oder Raid-Kampf. Rob Giusti, Entwickler bei Niantic, begründet die Entscheidung vor allem mit der Länge der Kämpfe. Doch auch, dass das einzelne Pokémon dadurch wichtiger wird, ist ein Grund für die Entscheidung. Die Entscheidung ist in Anbetracht von Tanks wie Heiteira mit KP-Werten von fast 400 Punkten vernünftig und befördert auch augenscheinlich schlechtere Pokémon des Decks in die Lage eine entscheidende Rolle im Kampf zu spielen.

Neue Verteidigungs-Möglichkeit und eine zweite Ladeattacke

Stehen sich die beiden Kontrahenten gegenüber wird schnell klar, dass man sich hier in einem ganz anderen Gameplay und einer völlig neuen Mechanik im Spiel bewegt. Die Spieler kennen die Monster des Gegners nicht und können ihr Team somit nicht auf das gegnerische Monster-Aufgebot optimieren. Damit können alte Reflexe wie „Kampf-Pokémon sind immer gut“ oder „Despotar wird es richten“ in die Tonne. Denn: Das beste Kampf-Team bringt nichts, wenn der Gegner die passenden Konter-Pokémon aufbietet und damit bei jedem Move 140 Prozent Schaden hinzufügt und im Gegenzug nur 50 Prozent Schaden einstecken muss.

Niantic hat aber nicht nur die Angriffsseite eines solchen Duells anders gestaltet als bei Raid- oder Arena-Kämpfen. Auch die Defensive haben die Entwickler angepasst. So kann in einem Kampf nicht mehr ausgewichen werden. Vielmehr gibt es die Möglichkeit ein Schutzschild einzusetzen. Das kann zweimal in einem kompletten Kampf aktiviert werden und schützt im Falle des Falles vor einer Attacke des Gegners. Hier ist Timing gefragt, um die Abwehr klug einzusetzen und nicht an einen Schlag verschwendet wird, der sowieso keinen oder kaum Schaden angerichtet hätte.

Als Dritte echte Neuerung kommt eine zweite Ladeattacke zum Einsatz. So können laut Niantic alle Pokémon mit einer zweiten Ladeattacke ausgestattet werden. Die Trainer zahlen sie mit Sternenstaub und Bonbons. Die beiden In-Game-Währungen sind auch für die Entwicklung von Pokémon zuständig. Auf das Spielgeschehen außerhalb des PvP-Modus hat die zweite Attacke keine Auswirkungen. Es bleibt also bei einer einzelnen Attacke und dem bisher bekannten System des Umwandelns der Attacke über Lade-TMs.

Pokémon Go PvP vorgestellt: neues Design im bei PvP-Kämpfen

Neben den spielmechanischen Auswirkungen des neuen Modus gibt es auch einige Design-Änderungen, die im ersten Hands-On des PvP-Modus durchaus gefallen konnten. Niantic ersetzt dafür den alten Ladebalken für Ladeattacken gegen einen Kreisförmigen. Er füllt sich von unten auf und zeigt bei voller Fülle, dass nun die starke Attacke zur Verfügung steht. Die Design-Änderung war zum einen notwendig, da es zwei Ladeattacken gibt und dadurch zwei Ladebalken angezeigt werden müssten, zum anderen bleibt so mehr Platz für die Animationen. Und die haben es in sich, zumindest, wenn man das Schutzschild aktiviert und die Ansicht umschwenkt.

Doch auch ganz praktische Design-Änderungen wurden implementiert. So sind in der Pokémon-Übersicht die Reiter nun nicht mehr in Kampf-Team, Pokémon und Eier unterteilt. Niantic ersetzt den Reiter „Kampfteam“ durch „Party“. Er beinhaltet nun nicht mehr nur die Kampfteams für Raids und Arena-Kämpfe, sondern auch die Kampfteams für die drei unterschiedlichen Ligen des PvP-Modus. So kann pro Liga ein dreier Team vordefiniert werden damit der Kampf schneller und ohne Suche starten kann.

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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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