OnePlus 7: Darum hat das Flaggschiff keine IP-Zertifizierung

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OnePlus 7 Pro
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Das ein Flaggschiff-Smartphone wie das kommende OnePlus 7 Pro ein IP-Zertifikat haben, ist fast schon die Regel und wird erwartet. OnePlus hat sich nun offenbar dennoch dagegen entschlossen – aus einem überraschenden Grund.

Ob ein Smartphone gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt ist, erkennen Nutzer im Datenblatt des Handys. IP67 ist eine der häufigsten Schutzklassen, die dort auftaucht. Das bedeutet, das Handy ist staubdicht und kann bis zu 30 Minuten in maximal ein Meter tiefes Wasser (kein Meerwasser!) getaucht werden, ohne kaputt zu gehen. Für viele Anwender ist das ein beruhigendes Gefühl. Wie oft fällt schließlich mal ein Wasserglas auf dem Schreibtisch um, landet das Handy dann doch mal in der Toilette oder gerät in den kurzen Regenschauer.

OnePlus 7 – Das Handy ist im Eimer

OnePlus wird die OnePlus-7-Serie am 14. Mai in London vorstellen. Während andere Hersteller zumindest offiziell ein Geheimnis darum machen, was sie bei einem solchen Event vorstellen werden, hat OnePlus die Marketing-Maschine schon voll angeworfen. Dazu gehört auch ein Video auf YouTube mit dem Titel „We just bought a bucket“. Übersetzt:  „Wir haben uns gerade einen Eimer gekauft“. In diesem werfen die Macher ein Smartphone, das wohl das OnePlus 7 sein soll, in einen Eimer Wasser. Dazu heißt es übersetzt so viel wie, „Zertifizierungen für wassergeschützte Handys kosten euer Geld.“ Deswegen habe man mit dem Eimer etwas Günstigeres gekauft.

Im Kleingedruckten weist OnePlus zusätzlich darauf hin, dass ein solcher Test nur unter optimalen Bedingungen funktioniert. Außerdem werde der Hersteller keine Garantie übernehmen, sollte ein Handy durch Wasser Schaden nehmen. Das ist auch bei anderen Herstellern, die mit einer IP-Zertifizierung werben, der Fall.

Welche Geräte der OnePlus-7-Serie wassergeschützt sind, obwohl sie keine Zertifizierung aufweisen, ist aktuell noch unklar. inside handy wird darüber berichten, sobald diese Informationen vorliegen.

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Huawei-Stand auf der CeBIT 2018.

Huawei unter Druck: Jetzt sind auch die Kirin-Chips gefährdet

Nächster Hieb gegen Huawei. Aufgrund der Auflagen der US-Regierung hat nun auch der Chip-Hersteller ARM seine Zusammenarbeit mit Huawei vorerst auf Eis gelegt. Und das obwohl das Unternehmen nicht in den USA, sondern in Großbritannien ansässig ist. Für Huawei könnte die Entscheidung von ARM schwere Folgen haben, denn das chinesische Unternehmen benötigt die ARM-Lizenzen für seine Kirin-Prozessoren.
Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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OnePlus 7 Pro in der Farbe Blau
OnePlus 7

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4 KOMMENTARE

  1. Die meisten Zertifizierungen sind eine reine Geldverschwendung! Wen interessiert, ob eine Sache zertifiziert ist – oder nicht. Wenn das Ding kapautt ist, ist es kaputt und wenn die Garantie / Gewährleistung abgelaufen ist, hat der Kunde Pech gehabt.
    Auch in anderen Bereichen ist das ganze fragwürdig. Ob z.B. ein Gebäude-Reinigungsunternehmennach ISO xxx zert. ist oder nicht, die Arbeit und das schlecht bezahle Personal sind die gleichen. Nur der Aufwand ist gigantisch.

  2. Wenn die neue beide 7er sind so dich wie 6T dann hab keine bedenken ob ein IP-Zertifikat vorhanden ist oder nicht.
    Mein 6T ist Wasserdicht! mehrmals Unterwasser gewesen und was wichtiger ist mehrmals in Meerwasser gewesen, sogar zwanzigminütige Aufenthalt Unter Salzwasser hat gut überstanden! Danach immer richtig unter Leitungswasser ausspülen und funktioniert tadellos. Ob Jetski Fahrten ob schwimmen in Karibischen Meer 6T ist immer dabei!

  3. Das ist natürlich absoluter Schwachsinn – das Zertifikat besagt ja gerade aus, dass unter Laborbedingungen die Prüfbedingungen eingehalten wurden. Sprich, es wird z.B. das Smartphone mit Talkumpuder in einer Staubkammer geprüft und geguckt, ob Staub in das Gehäuse gekommen ist. „Ihr Handy ist kaputt gegangen? Komisch, in unserem undokumentierten Eimer-Test unter undokumentierten Bedingungen hat das immer bestanden. Vertrauen Sie uns.“

    • Ich vermute viel eher, dass das Handy NICHT alle Prüfungen nach IP67 besteht, sondern nur einen Teil. Laborprüfungen sind was die Gesamtentwicklungskosten angeht Peanuts. (Ich arbeite seit 15 Jahren als Entwicklungsingenieur.)

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