LTE 700 bei O2: Einfluss von ausländischen TV-Sendern zu spüren

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Ein Mobilfunksendemast steht in einer ländlichen Region. Im Vordergrund ist eine Wiese in einer hügeligen Region zu sehen
Bildquelle: Telefónica
Telefónica Deutschland hat gegenüber inside handy bestätigt, dass der Mobilfunk-Netzbetreiber LTE 700 in Schleswig-Holstein testet. Wie der Anbieter gleichzeitig bekannt gab, ist bei den Tests durchaus ein negativer Einfluss von ausländischen TV-Sendern auf gleichen Frequenzen zu spüren.

Aktuell prüfen wir im Rahmen eines Tests mit einigen wenigen Sites in Schleswig-Holstein die Einsatzmöglichkeiten der 700 MHz Frequenzen“, heißt es von einem Sprecher des Netzbetreibers. Dieser Test war Anfang der Woche bekannt geworden. Insgesamt vier Sender rund um die Stadt Husum hatten Nutzer entdeckt. Sie senden im LTE Band 28, einem in Deutschlands erstmals zum Einsatz kommenden Frequenzband.

Diese neuen Mobilfunkfrequenzen wurden bislang in Deutschland für DVB-T genutzt. Auch wenn die Masse der Haushalte bereits DVB-T2 auf anderen Frequenzen empfängt, so werden erst in den kommenden Wochen die allerletzten Sender in dem fraglichen Frequenzbereich in Deutschland abgeschaltet. Dann lassen sich die Frequenzen, die die drei etablierten Netzbetreiber bereits vor Jahren ersteigert haben, auch nutzen.

Doch es gibt Einschränkungen. Denn mit einigen Nachbarländern gibt es noch keine Vereinbarung über die Grenzkoordination. Zum Teil senden im Ausland weiterhin noch TV-Sender auf diesen Frequenzen. „Wir bemerken im Test hin und wieder einen gewissen Einfluss durch starke, ausländische DVB-T-Sender, deren Auswirkungen wir derzeit ebenfalls im Rahmen des Tests ermitteln“, teilte ein Sprecher von Telefónica Deutschland gegenüber inside handy mit.

Frequenzen sollen auch für 5G zum Einsatz kommen

Aufgrund ihrer Ausbreitungseigenschaften eignen sich die Frequenzen gut für die Flächenversorgung. Telefónica will damit weitere Kapazitäten in den Regionen bereitstellen, in denen die ebenfalls für die Flächenversorgung geeigneten Frequenzen um 800 MHz bereits überlastet sind. Das soll aber „punktuell und bedarfsgetrieben“ erfolgen.

Der Grund dafür ist einfach: „Die Frequenzen sollen aber auch für 5G zum Einsatz kommen“, so ein Sprecher abschließend. Auch hier ließe sich schnell eine Flächenversorgung für Sensoren und Dienste mit Anforderungen an niedrige Latenzzeiten realisieren.

 

 

Quellen:

  • Telefónica

Bildquellen:

  • Mobilfunksender in ländlicher Region: Telefónica
Frau mit Handy und Strickschal

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Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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