iOS 12.2: Apple veröffentlicht dritte Beta-Version

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iPhone Kälteproblem
Bildquelle: inside handy
Nach einigen Arbeiten an iOS-Beta-Updates, die Bugs beheben sollten, steht nun eine neue Aktualisierung von Apples Betriebssystem an – zumindest in der Vorab-Version. Diese betrifft iOS 12.2 Beta und steht ab sofort für Entwickler zum Download bereit.

Erst kürzlich veröffentlichte Apple die finale Version von iOS 12.1.3, die einige Änderungen und neue Funktionen auf iPhones und Co. brachte. Kurze Zeit später folgte iOS 12.1.4 mit der Beseitigung einer Sicherheitslücke bei Facetime. Nun geht es weiter: Die für Apple typische Herangehensweise ist, die untergeordneten iOS-Versionen, wie beispielsweise iOS 12.1.4, für das Beheben von Fehlern, Bugs uns Ähnlichem zu nutzen. Mit der nächsten „Beta-Vollversion“ lässt der kalifornische Hersteller sich aber nicht lumpen und weiß, neue Funktionen zu integrieren.

Mit iOS 12.2 Beta könnten sich iPhone- und iPad-Nutzer also auf neue Funktionen und Änderungen freuen. Worum genau es sich handelt, verrät Apple selbst auf seiner Developer-Seite im Detail nicht. Allerdings wurden ein paar Änderungen bereits von findigen Entwicklern gefunden.

iOS 12.2: Das ist neu

Mit an Bord von iOS 12.2 sind einige interessante Neuerungen. So hat Apple unter anderem die Voraussetzungen geschaffen, damit HomeKit in Zukunft auch mit einigen Fernsehern funktioniert. Erst vor wenigen Tagen hatte Apple angekündigt, dass HomeKit in Zukunft auch mit einigen Fernsehern funktionieren soll. Zum Beispiel von Samsung und LG.

In den Einstellungen der Home-App ist die TV-Lautsprecher-Steuerung in iOS 12.2 ebenfalls schon integriert. Der Möglichkeit, ein iPhone als Fernbedienung für den Fernseher zu nutzen, wurde ein überarbeitetes Design zugefügt. Dem Icon für die Display-Spiegelung wurde ein neues Icon spendiert.

Spanend ist zudem, dass Apple weiter daran arbeitet, AirPlay-2-Standard zu etablieren. Mit iOS 12.2 soll AirPlay 2 auch mit Smart TVs funktionieren. LG und Samsung bieten unter anderem entsprechend konfigurierte Fernseher.

In Apples Karten-App besteht unter iOS 12.2 die Möglichkeit, sich einen Index zur Luftqualität anzeigen zu lassen. Dieser muss in den Karten-Einstellungen zunächst aktiviert werden.

Über das Feature „Bildschirmzeit“ werden iPhone- und iPad-Nutzer in Zukunft noch mehr Möglichkeiten erhalten. Unter iOS 12.2 Beta ist es möglich, die Bildschirmzeit für einzelne Tage einzuschränken und nicht mehr nur für einen speziellen Zeitraum.

Weitere interessante Erweiterung: Es sind vier neue Animojis nutzbar, die sich per Direktnachricht an Freunde und Bekannte verschicken lassen. Vorausgesetzt im iPhone ist eine TrueDepth-Kamera verbaut. Neu dabei: eine Giraffe, eine Eule, ein Hai und ein Eber.

Apple möchte zudem, dass iPhone-Nutzer mehr Möglichkeiten bekommen, die eigenen Aktivitäten zu kontrollieren. In den Einstellungen von Safari soll es mit iOS 12.2 möglich sein, den Zugriff von Webseiten auf den Beschleunigungssensor des iPhones ein- und auszuschalten.

Behoben wird zudem ein Gruppen-Facetime-Bug. In manchen Fällen ist es nicht möglich, aus einem Facetime-Gespräch mit zwei Teilnehmern einen Gruppen-Chat mit mehreren Teilnehmern zu machen.

Vermutet wird zudem, dass die neue Beta-Version Hinweise auf neue Geräte enthält. Primär versteckte Hinweise auf neue iPads: Wie es heißt, soll Apple ein 10 Zoll großes Tablet in Planung haben, das langfristig die 9,7-Zoll-Version ersetzt.

So installiert man die iOS-Beta-Version

Die neue Beta-Version können zunächst nur registrierte Entwickler herunterladen. Die Version für andere Beta-Tester (Public Beta) folgt üblicherweise kurze Zeit später. Diejenigen, die die neuen iOS-Beta-Varianten ebenfalls testen wollen, können sich auf der Website von Apple für das Programm anmelden.

Weitere neue Beta-Versionen im Überblick:

  • watchOS 5.2 Beta 3 (16T5201c)
  • tvOS 12.2 Beta 3 (16L5201d)
  • macOS 10.14.4 Beta 3 (18E194d)
  • Xcode 10.2 Beta 3 (10P99q)

Nutzer, die sich eine Beta-Version auf ihr iPhone oder iPad laden, sollten vorab ein Backup erstellen. Außerdem sollten sich die betreffenden Personen im Klaren darüber sein, dass es sich bei Beta-Versionen um noch nicht ausgereifte Software handelt. Das bedeutet, dass es unvermittelt zu Abstürzen kommen kann oder Apps nicht mit der Beta-Variante kompatibel sind. Unerfahrenen Nutzern empfiehlt es sich deswegen, bis zur finalen Version zu warten.

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4 KOMMENTARE

    • Hallo Shakal1710,

      danke für den Hinweis, haben wir ersetzt. Kollegin Warnke bekommt zusätzlich noch eine Unterweisung in „Wie unterscheide ich eine 2 von einer 3“. 😉

      Viele Grüße aus der Redaktion

  1. Hallo David,
    gedisst wird woanders. In einer Redaktion arbeitet man zusammen. Einzelkämpfer gab es früher einmal, nicht mehr jedoch in der heutigen Welt.

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