Huawei-Analyse: So wirkte sich der US-Bann auf die Nachfrage aus

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Die Front des Huawei Mate 20 X mit aktiviertem Bildschirm
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Der Streit mit den USA dürfte fürs Erste vorbei sein und eine Aufhebung der Sanktionen bevorstehen. Huawei musste im Rahmen des Banns zeitweise einen Nachfrage-Einbruch von mehr als 50 Prozent hinnehmen, wie nun eine Analyse zeigt.

Erst vor wenigen Stunden wurde bekannt, dass die USA unter Präsident Donald Trump wohl eine Lockerung der Sanktionen gegenüber Huawei anstrebt. Das wurde im Rahmen des G20-Gipfels in Japan bekannt. Demnach sollen US-Firmen wie Google den chinesischen Handy-Hersteller weiter beliefern dürfen. Die heiße Phase scheint somit bis auf Weiteres vorbei zu sein.

Eine erfreuliche Entwicklung für Huawei, die in der Vergangenheit schon mit Verlusten in Milliardenhöhe rechneten. Die Ankündigung könnte jedoch einen starken Aufwärtstrend des Herstellers bremsen. Das zumindest legt eine Analyse von guenstiger.de nahe, die inside handy exklusiv vorliegt. Das Vergleichsportal hat ausgewertet, wie sich die Nachfrage von Huawei-Handys im Laufe der letzten fünf Wochen seit Beginn des Handelsstreits verändert hat. Das Ergebnis ist überraschend.

USA-Embargo schadet Huawei erst …

„Am 17. Mai wurde Huawei auf die schwarze Liste gesetzt. Am 25. Mai konnten wir die niedrigste Nachfrage des gesamten Monats Mai feststellen“, schreibt guenstiger.de in der Analyse. Dabei wurden alle im Preisvergleichsportal angelegten Huawei-Modelle miteinbezogen. „Seit dem 17. Mai bis zum 25. Mai ist die Nachfrage um 53 Prozent gesunken“, so das Unternehmen weiter. Kurz nach dem Bann herrschte unter den Käufern also Ungewissheit und viele Nutzer nahmen erst einmal Abstand von Geräten des chinesischen Herstellers.

Dementsprechend fielen auch die Preise der Smartphones schnell. Wie die „Bild“ berichtet, sind in den zwei Wochen nach dem US-Bann die Preise um durchschnittlich 15 Prozent gefallen. Das galt unter anderem für die absoluten Spitzenmodelle wie das Huawei P30 Pro, das P30 sowie die Mate-20- und P20-Reihe. „Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum verlor das Samsung S10 nur um 5 Prozent an Wert, iPhones kommen sogar nur auf die Hälfte“, schrieb die Boulevardzeitung.

… und sorgt dann für den Aufschwung

Wer nun denkt, Huawei läge komplett am Boden, irrt sich. Denn Huawei-Handys schafften schon wenige Tage danach den Umschwung. „Ab dem 26. Mai stieg die Nachfrage bei uns wieder konstant an. Vom 25. Mai bis zum 23. Juni konnten wir einen Nachfrageanstieg von ganzen 64 Prozent feststellen“, schreibt guenstiger.de – eine stattliche Zahl.

Eine Erklärung für das Phänomen könnte sein, das Nutzer die sinkenden Preise von Huawei-Modellen aufmerksam verfolgten. Auf einmal waren ja große Ersparnisse möglich. Dementsprechend bleibt auch abzuwarten, wie sich die Einigung zwischen den USA und Huawei auf die Nachfrage am Markt auswirkt.

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2 KOMMENTARE

  1. Ich sage ich werden weiter hin bei Huwait bleiben. Alle alle Fima komme nicht in frage. Huwait ist für mich die bester Fima was die China machen. Das erholt sich wieder.

  2. Ich bin froh für Huawei!

    Trump ist einfach ein mobbendes, zurückgebliebenesKind was Aussenpolitik, Diplomatie, Umgang mit Frauen und noch zahlreiche andere Themen angeht!

    Es ist ein Armutszeugnis für das amerikanische Wahlsystem dass der nicht nur antreten durfte zur Präsidentschaftswahl, nein nein nein, er wurde auch noch in das Amt gewählt!

    Ohne das Repräsentantenhaus und den Kongress, die seinen Schwachsinn zumindest teilweise eindämmen, hätte der Typ schon einen Krieg vom Zaun gebrochen!

    Vielleicht hat ihm ein Berater mit Hirn aus seinem Umfeld mitgeteilt, dass man eine wirtschaftliche Abhängigkeit von den asiatischen Märkten hat! Speziell was die Produktion der Geräte und Kern Komponenten angeht!

    Was richtig genial gewesen wäre wenn China unter der Hand den großen Technologie Firmen wie Google, Apple etc angeboten hätte: „Hey Leute, lasst den kindischen Mann in Washington machen was er will: Kommt zu uns nach China mit euren Headquarters! Huawei geht’s gut bei uns, wir geben euch alles was ihr wollt: Arbeitskräfte, Gebäude, Datencenter, kurze Wege zu euren Produktionsstätten, lassen euch eure Leute hierher kommen, verdammt: Wir geben euch komplette Narrenfreiheit!“ Wenn nur EINE Firma das gemacht hätte, dann wäre Donald der Arsch auf Grundeis gegangen! : D

    Und so abwegig ist das nicht: Es sind internationale Unternehmen! Die können sich niederlassen wo sie wollen.

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