Huawei: USA werden nicht die führende 5G-Nation

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Huaweis Vorstandsvorsitzender Eric Xu
Bildquelle: Huawei
Auf dem Smartphone-Markt werden Huawei-Produkte mittlerweile mit Kusshand von den Verbrauchern entgegen genommen, sodass der chinesische Hersteller an Apple vorbeiziehen konnte. In puncto Netzausbau hat Huawei hingegen schwer zu kämpfen und sieht sich mit Spionage-Vorwürfen konfrontiert. Dazu meldet sich das Unternehmen jetzt zu Wort.

Sowohl die USA und Australien als auch mittlerweile Deutschland und Neuseeland hegen Misstrauen beim Thema Netzausbau und 5G-Aufrüstung gegen Huawei. Laut einem Bericht von „The Wall Street Journal“ hetzen die Vereinigten Staaten weltweit gegen Huawei. Man versuche, andere Länder von den bekannten Vorwürfen zu überzeugen – und das offenbar mit Erfolg. Immer wieder lauten die Vorwürfe, das Unternehmen würde zu eng mit der chinesischen Regierung zusammenarbeiten und so potenziell die betreffenden Länder ausspionieren können.

Huawei sieht nun vor allem in den USA die Gefahr, dass der Ausbau von 5G durch die Vorfälle und primär durch strenge Markteintrittsbarrieren entschleunigt wird. Eric Xu, Vorstandsvorsitzender von Huawei Technologies, äußert gegenüber dem US-Nachrichtensender CNBC, dass die auferlegten Beschränkungen ausschließlich politisch motiviert seien. Diese könnten einen deutlich negativen Effekt auf den Wettbewerb sowie für die Verbraucher haben. Man müsse jedoch den Ausbau von 5G beschleunigen.

Huawei etabliert im 5G-Segment

Chinesische Unternehmen wie Huawei sind seit einigen Jahren etablierte Marken, wenn es um Produktlösungen für den Netzausbau geht. So auch bei 5G. „Huawei ist der weltweite Marktführer in der 5G-Technologie. Ohne die Möglichkeit, den Verbrauchern unsere 5G-Lösungen und -Dienstleistungen anzubieten, ist der US-Markt ein Markt ohne vollständigen Wettbewerb. Ich bezweifle daher, ob der Ausschluss des wichtigsten 5G-Anbieters dazu beiträgt, dass die USA die Nummer Eins der Welt in Sachen 5G werden können“, so Xu. Ohne vollen Wettbewerb müssten Netzbetreiber darüber hinaus mehr Kosten für den 5G-Ausbau auf sich nehmen, heißt es.

Weiterhin beteuert Huawei, zu keinem Zeitpunkt Möglichkeiten zur Spionage gehabt zu haben. 5G sei zudem deutlich sicherer als noch 4G, so Xu, was die Cybersicherheitsprobleme stark reduziere. „Wenn behauptet wird, 5G bringe Cybersicherheitsprobleme mit sich, halte ich dem entgegen, dass diese Bemerkungen aus politischer Motivation erfolgen und keineswegs auf Fakten beruhen. All diese Verdächtigungen haben keinerlei Fakten zur Grundlage.“

Xu von europäischer DSGVO überzeugt

Um Behauptungen wie jene gegen Huawei ein Stück weit aus der Welt zu schaffen, sieht Xu einen guten Ansatz in der DSGVO der EU. Sie regele durch Normen und Richtlinien den Datenschutz. Solange man sich an diese Richtlinien halte, könnten Unternehmen auch weiterhin Geschäfte machen.

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