Huawei: Ark OS könnte beim nächsten Flaggschiff zum Einsatz kommen

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Alle Farbversionen des Huawei P30 Pro in der Hand.
Bildquelle: Simone Warnke / inside handy
Auch wenn die Gefahr des fehlenden Android-Supports erst einmal gebannt zu sein scheint, gibt es immer noch Lebenszeichen von Ark OS. Das Betriebssystem von Huawei soll viel schneller als Android und iOS sein. Außerdem könnte es schon in den nächsten wichtigen Smartphones des chinesischen Herstellers Einzug halten.

Seit dem Streit zwischen den USA und Huawei kennt die Welt den Namen „HongMeng OS“. Dahinter versteckt sich sehr wahrscheinlich das hauseigene Betriebssystem des chinesischen Herstellers. In Deutschland tauchte die Software unter dem Namen „Ark OS“ auf und in anderen Teilen der Welt unter „Oak OS“. Informationen rund um das Betriebssystem waren rar gesät. Bisher gab es nur einen Schwung – eher nichtssagender – Bilder sowie viele Spekulationen über mögliche Starttermine.

Nun wurden mal wieder ein paar neue Versatzstücke über HongMengOS bekannt. So erklärte Huawei-Gründer Ren Zhengfei in einem Interview mit der französischen Zeitschrift „Le Point“, dass die Software nicht nur bei Handys zum Einsatz kommen kann. Ark OS soll demnach auch mit Internet-of-Things-Geräten sowie Smartwatches und sogar Autos funktionieren. Darüber hinaus wird das Betriebssystem dank einer niedrigen Verzögerung von gerade einmal fünf Millisekunden sehr effizient arbeiten. Huawei geht deshalb davon aus, dass HongMeng OS „sehr sicher“ schneller ist als Apples iOS oder Android von Google.

Das Mate 30 (Pro): Huaweis erstes Ark-OS-Gerät?

Wird das Betriebssystem von Huawei also in Zukunft die etablierte Nummer drei auf dem Markt der mobilen Firmware? Ren Zhengfei gibt sich zurückhaltend und weist im Interview auch auf mögliche Problemzonen von Ark OS hin. So wird die Plattform seiner Meinung nach Probleme mit Apps haben. iOS und Android sind in diesem Bereich weit voraus. Huawei versuche deshalb, Entwickler auf ihre eigene Plattform zu locken.

HongMeng OS könnte derweil laut einem Bericht von Huawei Central schon im Mate 30 zum Einsatz kommen. So lade Huawei aktuell Personen ein, das neue Betriebssystem auf einem kommenden Handy auszuprobieren. Dabei erwähnt der Hersteller die kommende Mate-30-Serie als möglichen Startpunkt. Dieser Information steht jedoch ein Bericht von Mitte Juni gegenüber. Dort heißt es ausdrücklich, dass das Mate 30 nicht mit HongMeng OS erscheinen wird.

Ob und wie die Software dann in die Smartphones integriert ist, bleibt abzuwarten. Gleiches gilt für die Veröffentlichung eines Mate 30 (Pro) mit Ark OS in Europa. Es liegt nahe, dass Huawei das hauseigene Betriebssystem erst einmal in China testet, bevor es seinen Weg in den Westen findet.

Bildquellen:

  • Huawei P30 pro in allen Farben: Simone Warnke / inside handy
Das Huawei Logo auf einem Messestand

Huawei streicht hunderte Jobs in den USA

Resultat des Handelsstreits oder geplante Stellenkürzung? Huawei soll einem Bericht zufolge kurz davor sein, hunderte Mitarbeiter in den USA zu entlassen. Sie gehören zu einem Unternehmen, das für den chinesischen Hersteller Forschungslabore betreibt.
David Gillengerten
David liebt Technik - insbesondere Games jeglicher Art. Seit 2017 ist er als Redakteur bei inside handy an Bord, davor auch schon als Freier Mitarbeiter. Sein Weg in den Handy-Markt hat ihn über sein liebstes Hobby, die Games-Branche, geführt. Entsprechend beschäftigt er sich auch bei inside handy viel mit Spielen, aber produziert auch die Videos für inside handy, in denen er gerne mal in andere Rollen schlüpft. Seine Lieblingsrolle: Business-Dave. David ist gebürtiger Rheinländer, der im Herzen aber gerne ein Brite gewesen wäre.

Handy-Highlights

Das Huawei P30 Lite auf weißem Grund.

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6 KOMMENTARE

  1. Meine „Vögelchen“ zwitscherten mir aus China und D etwas anderes:

    Das Problem ist nicht das Betriebssystem als solches, sondern die Lokalisierung für unzählige Landessprachen. Man kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, welch ungeheuren Aufwand ein Hersteller für die jeweils aktuelle Anpassung auf die Landessprachen treiben muss. Und das wiederholt sich bei jedem Update mit Erweiterungen des GUI.

    Hinzu kommt, dass das HUAWEI-OS auch auf Tablets und sogar auf NetBooks/Laptops laufen soll. Ein über WLAN auf das heimische Netz zugreifender PC soll zudem für die Daten aller angemeldeten Geräte als interne „Cloud“ fungieren können.
    Falls ein Anwender nicht über eine eigene feste IP verfügt, soll er ähnlich wie beim Fritz!OS von überall her im Internet auf sein Modem und darüber auch auf seine eigene heimische Cloud zugreifen können.

    HUAWEI denkt anscheinend sehr weiträumig und mehr in Richtung Apple als in Richtung Android von Google. Etwa nach dem Motto „Wenn schon – denn schon”.

    Vom Unternehmenspotential her ist HUAWEI der einzige Hersteller, der sowohl Apple wie Google die Stirn bieten und zu gegebener Zeit auch mit einer umfassenden Hardware-Palette den Markt neu aufrollen kann.
    Die Consumer-IT-Welt von 2022 wird eine ganz andere sein als die heutige.
    – mlskbh –

  2. Hallo, Kollegen,
    macht niemand den „Proof-Reader“?
    Rechtschreibung und Konsistenz sollten doch was wert sein.

    Seid dem Streit …
    Bisher gab es nur ein Schwung …
    … dass HongMeng OS „sehr sicher“ schnell ist als Apples iOS oder Android von Google
    gibt sich zurückhaltend und weißt im Interview … hin

    MfG

  3. Der Artikel weist gravierende Rechtschreibfehler auf. Ich bitte um Überarbeitung. Es ist schon fragwürdig, seit wann so etwas, ohne es zur Korrektur lesen zu lassen, einfach ganz schnell veröffentlicht wird.

  4. Mal aus Sicht eines Linux-Veteranen und Kernel-Maintainer:

    Huawei wäre gut beraten, zunächst einmal alles daran zu setzen, daß seine Geräte vom Mainline-Kernel (bzw. für GPUs MESA, etc) vollständig unterstützt wird – das ist der größte Knachpunkt, um andere Linux-basierte Betriebssysteme rasch zum Laufen zu bringen.
    Der nächste Schritt wäre dann Debian/Devuan oder Alpine für Touch-Devices flott zu machen (iW. gtk2 polieren, auf Touch ausgelegten Window-Manager nebst und ein paar grundlegenden GUI-frontends für die wichtigsten Aufgaben – der Rest ist iW. schon lang vorhanden und muß nur noch sauber verdrahtet werden). Anschließend evtl. noch ein paar gängige Anwendungen für Touch-Bedienung optimieren.
    Sailfish wieder exhumieren halte ich für keine sinnvolle Idee – Android-Unterbau mit QML-Frontend löst nicht die gravierenden Probleme die wir eh schon mit Android haben und macht alles nur noch fetter und unwartbarer als es jetzt schon ist.

    –mtx

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