Google setzt sich bei Trump für Huawei ein: ArkOS als Sicherheitsrisiko

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Bild des Huawei P30
Im Streit der USA mit China und Telekomunikations-Hersteller Huawei mischt sich nun Google ein. Einem Bericht zufolge setzt sich das Unternehmen dafür ein, weiterhin im Geschäft mit den Chinesen bleiben zu dürfen. Als Begründung für die Ausnahme führt Google Sicherheitsbedenken bei ArkOS an.

Google bricht vor US-Präsident Donald Trump die Lanze für Huawei: Der Unternehmen hinter dem mobilen Betriebssystem Android spricht sich laut einem Bericht der „Financial Times“ vor der US-Regierung für eine Unterstützung des chinesischen Herstellers aus. Man wolle die Handys des Unternehmens auch weiterhin mit Android versorgen können. Mitte Mai hatten die USA Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt. Google stellte die Geschäftsbeziehungen mit dem Hersteller deshalb komplett ein, erhielt jedoch eine 90-Tage-Aufschub, sodass aktuell immer noch Geräte Android-Updates erhalten.

Man hoffe jedoch, so der Bericht, auf eine Lockerung oder komplette Ausnahme des bestehenden Banns. Als Argument für eine Aufhebung nennt Google Sicherheitsbedenken gegenüber Huaweis eigenem Betriebssystem: Ein Hybrid-Android, so nennt Google ArkOS, sei anfälliger für Bugs und Angriffe von Hackern. Somit stellte das hybride Betriebssystem eine größere Gefahr für die Sicherheit von Nutzern da. Dies könnte umgangen werden, wenn Huawei weiterhin Android in seinem vollen Umfang nutzen könne, so Google.

Huawei in Russland am 5G-Ausbau beteiligt

Ob die durchaus clevere Argumentation von Google gegenüber US-Präsident Donald Trump und der US-Regierung Früchte trägt, bleibt erst einmal fragwürdig. Auch vor dem Hintergrund, dass Google sicherlich auch finanzielle Gründe antreiben. Denn Huawei dürfte in Zukunft weniger Geld an Google fließen lassen, wenn man auf ein eigenes Betriebssystem setzt. Und bei einem Hersteller, der von Quartal zu Quartal Millionen von Smartphones verkauft, ist das nicht zu verachten.

In anderen Ländern erfreut sich Huawei derweil über wesentlich weniger Widerstand. So berichtet die Nachrichtenagentur dpa, dass der chinesische Hersteller in Russland beim Aufbau des 5G-Netzes mithelfen darf. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete der russische Telekom-Anbieter MTS. Das gab das Unternehmen zum Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping bekannt.

Demnach wollen MTS und Huawei schon 2019 und auch im kommenden Jahr einen „Pilotstart“ des Datennetzes an den Start bringen. Geplant seien Testzonen wie in Hochgeschwindigkeitszügen, U-Bahnen und Hochhäusern. In Deutschland darf Huawei bis auf Weiteres ebenfalls am Ausbau von 5G-Netzen beteiligt sein. Da die aktuelle Frequenzauktion immer noch kein Ende gefunden hat, wir sich der Start des neuen Mobilfunkstandards weiter verzögern. Mittlerweile zeigen sich auch erste Mobilfunk-Anbieter genervt von der aktuellen Situation.

Quellen:

Peugeot e-2008: Dieser City-SUV sorgt für Aufsehen

Peugeot setzt seine Elektro-Offensive fort. Nächster Stopp: kompakte SUV-Klasse. Mit dem e-2008 bietet der französische Automobilhersteller ab voraussichtlich Ende 2019 eine vollelektrische Variante seiner für die gleiche Zeit angekündigte "normalen" 2008-Version mit Verbrennungsmotor.
David Gillengerten
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5 KOMMENTARE

  1. Mister Trump wird schon noch sehen was er davon hat. Null Beweise aber so einen Müll abziehen. Ich werde weiter Huawei-Geräte kaufen und nutzen. Ob mit Google oder ohne. Wenn Huawei sein eigenes Betriebssystem entwickelt wird ein Herr Trump sehen was er davon hat. Hirn hat noch niemandem geschadet.

    • So sehr es mich als Handynutzer von Huawei die Sanktionen auch ärgern, müssen noch nicht mal Beweise vorliegen. Ob Huawei jetzt spioniert oder nicht, wenn der Machtaparat vor der Tür steht, dann wird Huawei liefern müssen und es ist ja auch nicht so, als wären keine Handys aus China bisher von Werk aus mit Spionagesoftware ausgestattet gewesen. Lieber lass ich mich von den USA in der Nutzung einiger Geräte einschränken, als vielleicht irgendwann von China mein Leben bevormunden zu lassen. Letztenendes wird man höchstwahrscheinlich bei Google eine Lockerung oder Ausnahme für Huawei schaffen.

  2. Was will dieser Möchtegern aus den USA eigentlich? Er soll doch erst mal was beweisen. Wie immer bei ihm viel Rauch um nix. Ich werde weiterhin Huawei-Geräte kaufen und nutzen. Wenn Huawei sein eigenes Betriebssystem entwickelt können Google und Co schauen was passiert. Mal schauen wer zuletzt lacht.

  3. Das ArkOS ist noch nicht mal auf dem Markt und wird schon als Sicherheitsrisiko eingestuft. Für wen eigentlich? Für die Amis, da sie damit nicht spionieren können so wie mit Google oder Facebook.

  4. Ich finde das auch nicht gut das Donald Trump Krieg mit dem Chinischen macht. Der Trump macht überall Krieg. Ich aber auch die Tochtergesellschaft Honor 6 C und bin sehr zufrieden. Und bekomme auch von Goologe Play updates. Ich habe aber auch Angst das ich auch Updates vom neue Chinischen Betriebssystem nehmen muß. Huawei ist die bester Fima was die Chinischen herausbetracht. haben. Alle Andere Handyherstelle sind einfach zu teuer und habe eine schwiege Anleitung. Der Trump muß weg. Deshalb wünschen ich den Chinische alles Gute in Zukunft. Ich hoffe das der Streik entlich aufhört was der Trump da macht. Google und Apple hat auch mist gebraucht. Google und Apple habeb die Leute abhört. Das war nicht gut.Wird auch mal Zeit das die Chinischen kommen.

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