Google Maps: Navigation bekommt 2 lang erwartete Funktionen

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Ausblick aus der Frontscheibe im Auto mit einem Handy das navigiert und in einer Halterung steckt.
Bildquelle: Pixabay
Google Maps auf dem Handy hat das Navigationsgerät im Auto nahezu gänzlich verdrängt. Doch zwei sehr nützliche Funktion fehlten Autofahrern bislang. Und diese liefert Google wohl nun aus.

Seit vielen Jahren warten Nutzer von Google Maps auf diese Funktion. Nun hat Google damit begonnen, diese auszuliefern. So werden Nutzern und Autofahrern in den USA ab sofort Tempolimits in der App angezeigt. Das was Navigationsgeräte also schon seit geraumer Zeit bieten, hält nun auch Einzug in die wohl beliebtesten Navigations-App für Android-Smartphones.

Google testet und testet und testet

Noch ist diese Funktion ausschließlich in den USA verfügbar. Dort wird sie zwar flächendeckend verteilt, befindet sich aber immer noch in der Testphase. Wann und ob die Anzeige des Tempolimits auch Bestandteil der deutschen Version von Google Maps wird, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Zudem wird in der App nur das vorherrschende Tempolimit angezeigt, nicht aber, wie schnell man gerade fährt. Zwar hat man im Auto meist einen Tacho, der die Geschwindigkeit anzeigt, jedoch weicht diese meist von der über GPS gemessenen ab. Zudem gibt es Toleranzen, weshalb der Autofahrer nicht unbedingt so schnell fährt, wie es der Tacho anzeigt. So darf der Tacho zwar nicht weniger km/h anzeigen, als man tatsächlich fährt. Jedoch darf er bis zu 7 Prozent mehr anzeigen.

Google testet die Tempolimit-Funktion bereits seit geraumer Zeit. Ende 2016 gab es erste Versuche, die Höchstgeschwindigkeit in der App anzuzeigen. Offenbar ist dieses Feature aber gar nicht so einfach umzusetzen. Google selbst gibt keine Informationen zu der Entwicklung der App heraus.

Warnung vor Blitzern

Darüber hinaus berichtet der auf Android spezialisierte Blog Android Police, dass Google eine weitere Funktion innerhalb der Maps-Anwendung testet: die Radarwarnung. Nutzer in den USA und Großbritannien melden, dass Google Maps sie vor Blitzern auf ihrer Route gewarnt hat. Bei dieser Funktion ist es jedoch noch fragwürdiger, ob sie es in die deutsche Version von Google Maps schafft. Denn hierzulande liegen Echtzeitmeldungen während des Fahrens, etwa über Blitzer-Apps, laut Bußgeldkatalog in einer rechtlichen Grauzone. So kann die Nutzung einer solchen Funktion als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Update vom 21. Januar 2019: Die US-amerikanische Nachrichtenseite Mashable will erfahren haben, dass Google beide Funktionen flächendeckend in der Google-Maps-App integriert. In Großbritannien, den USA, in Australien, Russland, Brasilien, Mexiko, Kanada, Indien und Indonesien werden Nutzer künftig vor Blitzern gewarnt. Tempolimits erscheinen in der App in den vereinigen Staaten, in Großbritannien und Dänemark. Ob und wann die Funktionen auch in deutsche Version von Google Maps einfließen werden, ist momentan noch unklar.

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