Google Maps testet futuristische AR-Funktion

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Die AR-Funktion von Google Maps
Bildquelle: The Wall Street Journal
Die beliebte Navigations- und Karten-App Google Maps probiert aktuell ein neues Feature aus. Einige ausgewählte „Local Guides“ können bald eine futuristische AR-Funktion austesten. Sie ermöglicht es, dass Nutzer Richtungsangaben als riesige Pfeile in der echten Welt sehen. Eine baldige Veröffentlichung des Features wird es übrigens nicht geben. Google will so lange warten, bis man mit dem Produkt „vollends zufrieden ist“.

Man stelle sich folgende Situation vor: Eine fremde Stadt, in der U-Bahn. Ein Tourist steigt aus und möchte zum nah gelegenen Denkmal. Doch in welcher Richtung soll er gehen? In diesem Moment ploppt ein überlebensgroßer Pfeil aus dem Nichts auf und weist ihm dem Weg, der ihn nach links führt. So muss man sich die neue Augmented-Reality-Funktion von Google Maps vorstellen. Der einzige Unterschied ist, dass der Pfeil, der dem Nutzer den Weg weist, nur auf dem eigenen Smartphone zu sehen ist.

Das AR-Feature der Karten- und Navigations-App stellte Google erstmalig auf der Entwicklerkonferenz I/O im Jahr 2018 vor. Nun scheint die Funktion eine erste Beta-Phase erreicht zu haben. Ausgewählte Local Guides, so nennt Google seine digitalen Maps-Fremdenführer, können AR schon zur Hilfe nehmen, um sich über die Karte zu navigieren. Wie „The Wall Street Journal“ berichtet, erinnert das Feature an eine ähnliche Funktion der Google Glasses, nur dass es kein Headset gibt.

AR-Funktion kommt, wenn sie fertig ist

Google Maps nutzt eine Mischung aus GPS-Signal und Street View, um die genaue Position des Nutzers zu bestimmen und lässt dann die schon erwähnten, riesigen Pfeile in der Landschaft erscheinen. Letzteres geschieht via Kamera des Smartphones. Wer nun davon ausgeht, dass in Zukunft noch mehr „Smombies“ durch die Straßen wandern, sei beruhigt: Google hat einen Hinweis in der AR-Anwendung eingebaut, der Nutzer bittet, ihr Smartphone wieder wegzustecken und ihren Blick auf den Weg zu richten. Dann stellt sich auch die normale Karte wieder ein und der Augmented-Reality-Teil verschwindet.

Diese „Sicherheitsfunktion“ hat Google laut eigener Aussage eingebaut, nachdem man bei vorherigen Versionen des Features bemerkt hat, dass Nutzer nur noch auf ihr Handy starren. Dennoch soll die aktuelle Variante auch noch nicht final sein. Überhaupt geben sich die Entwickler noch sehr zurückhaltend, was eine mögliche Veröffentlichung der Funktion angeht. „Das Feature wird für alle Nutzer verfügbar machen, sobald Google damit vollends zufrieden ist.“

 

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