"KI ist derzeit noch sehr, sehr dumm" – Google-Manager bricht eine Lanze für die Menschheit

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Finger in einer virtuellen Cloud
Bildquelle: geralt / Pixabay
"Künstliche Intelligenz wird uns in einigen Jahren weit überlegen sein und mehrere Jobs obsolet machen" – So oder so ähnlich klingen viele der Prognosen über die Zukunft und sie alle malen ein Schreckensszenario, laut dem sich die Menschheit eines Tages der künstlichen Intelligenz unterwerfen müsse. Einer der es eigentlich wissen sollte, steuert dem nun entgegen - Googles KI-Chef Andrew Moore.

Künstliche Intelligenz, wie sie heute zum Beispiel in zahlreichen Smartphones zur Steuerung oder Foto-Optimierung eingesetzt wird, ist nicht in dem Maße intelligent, wie man landauf, landab befürchte. „KI ist derzeit noch sehr, sehr dumm“, wird Moore von Cnet zitiert.

Dies sei aber nicht damit gleichzusetzen, dass es gleichermaßen dumm sei, die angebotene KI zu nutzen. Vielmehr ginge es Moore um die Algorithmen, nach denen künstliche Intelligenz handle. Diese würden nicht ansatzweise die Intelligenz-Leistung erbringen, die Menschen auszeichne. Zum Beispiel unvorhergesehene Analogien oder spontane, kreative Eingebungen.

Von KI profitieren vor allem Anwendungen, die keinem festen Schema folgen. Ein Beispiel hierfür ist das Übersetzen von Sprachen. Allerdings sei die Grenze von künstlicher Intelligenz darüber hinaus schnell erreicht.

Die Branche fragt sich: Wann kommt der nächste große Schritt?

Was aber die KI ausmacht, ist die Lern- und Entwicklungsfähigkeit. Cnet stellt im angesprochenen Artikel die Frage, wann denn der nächste Schritt komme, der KI zum Durchbruch verhelfe. Experten schätzen, dass KI mittel- und langfristig vor allem der Industrie nützt. Cnet zitiert hier unter anderem Diane Greene, CEO von Google Cloud, sowie Kai-Fu Lee, ein Sachbuch-Autor und Startup-Chef. Bislang könnte KI nur mit gefilterten, aufbereiteten Daten arbeiten. Künftig soll die Technologie auch mit Rohdatensätzen einiges anstellen können und eigene – intelligente – Schlüsse aus einer großen Datenwolke ziehen. Etwa, so das Beispiel, abertausende Google-Street-View-Fotos richtig zuordnen und schlüssig darstellen.

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