Glasfaserausbau: Die Telekom wird bald auch FTTB-Netze ausbauen

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Ein Bauhelm und Glasfaser-Speedpipes liegen auf einem Tisch
Telekom und „echte“ Glasfaser – das passt bislang oftmals noch nicht zusammen. Nur in Einzelfällen baut die Telekom FTTH aus. Möglicherweise schon nächstes Jahr wird aber auch FTTB dazu kommen. Das macht die Verkabelung in bestehenden Gebäuden leichter.

Was der grundlegende Unterschied zwischen FTTH und FTTB ist, hat inside handy in einem seperaten Hintergrund-Text zusammengestellt. Kurz zusammengefasst: Bei FTTH wird die Glasfaserleitung bis in die Wohnung gelegt, bei FTTB nur bis ins Gebäude. Das Internetsignal nutzt auf den letzten Metern bis in die Wohnung dann die Kupferleitung. Vorteil: In Bestandsgebäuden werden keine neuen Glasfaserleitungen durch das Treppenhaus verlegt und es gibt keine Bauarbeiten.

Bislang baut die Telekom bei einem echten Glasfaseranschluss nur FTTH-Technik aus. Das ist vor allem bei Neubauwohnungen problemlos möglich. Da die Telekom künftig aber deutlich mehr Glasfaseranschlüsse verlegen will, muss eine Lösung für bestehende Gebäude her. Die Telekom wird hier von ihrer bisherigen reinen FTTH-Strategie abweichen.

FTTB: Im Gebäude setzt die Telekom auf G.fast

Wie am Rande des Telekom-Netzetags in Berlin zu erfahren war, wird dabei auf FTTB zusammen mit G.fast gesetzt. Vom Glasfasernetzabschluss im Gebäudekeller oder Hausanschlussraum nutzt die Telekom dann die bestehende Kupferleitung. Durch G.fast lassen sich trotz Kupferleitung hohe Datenraten für die einzelnen Haushalte erreichen. Wird in einigen Jahren dann ein Haus renoviert oder saniert, kann der Eigentümer zu dem Zeitpunkt auf FTTH umsteigen. Für die Kunden bedeutet das: Der Umstieg auf einen echten Glasfaseranschluss ist deutlich leichter und mit weniger Aufwand im Gebäude zu machen.

Ab 2021 will die Telekom jährlich zwei Millionen Haushalte an ihr Glasfasernetz anschließen. Aktuell gibt es deutschlandweit nur 827.000 schaltbare FTTH-Anschlüsse. Die Wettbewerber der Telekom setzen schon seit langem auf einen Mix aus FTTB und FTTH-Leitungen – je nachdem was im Wohngebäude leichter umsetzbar ist.

Bildquellen:

  • Glasfaser Speedpipes: Thorsten Neuhetzki
Störung bei Unitymedia

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Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich gehe davon aus, dass die Telekom noch lange auf FTTC + Vectoring setzen wird. Die Tiefbaukapazitäten werden sich bis 2021 nicht maßgeblich geändert haben und der breiten Masse reichen 250 Mbit/s down- und 40 Mbit/s upload aus. Als Vectoring standardisiert wurde, galten 100 Mbit/s als Ende der Fahnenstange, nun sind wir bei 250 – wer garantiert, dass in wenigen Jahren nicht noch mehr über die Kupferleitung möglich ist?

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