Game Over bei 5G-Auktion? Ruhe ja, Ende noch nicht

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Ein Mobilfunk-Sendemast auf einem Dach
Bildquelle: Telefónica
Es ist ruhig geworden bei der 5G-Auktion. Nach dem am Montag 1&1 Drillisch noch einmal die Auktion aufgemischt hatte, tritt die Auktion nun seit mehreren Runden auf der Stelle. Bedeutet das das baldige Ende?

Seit Runde 109 gab es bei den Frequenzen aus dem 2-GHz-Bereich keinerlei Änderung mehr. Das heißt, dass es nunmehr bereits sechs Runden gab, in der keiner der vier Anbieter eine Änderung herbeiführen wolle. Das deutet auf eine weitgehende Einigkeit hin. Würde es dabei bleiben, bekäme Vodafone 2 x 15 MHz, die Telekom 2 x 20 MHz und Telefónica 1 x 5 MHz Spektrum, die ab 2021 zur Verfügung stehen. Heute senden die Netzbetreiber auch schon in diesem Bereich – zumeist jedoch mit UMTS.

Wenn Telefónica nur einen kleinen Block ersteigert, ist das nicht weiter problematisch. Bis Ende 2025 kann der Anbieter weitere 2 x 20 MHz nutzen, die ab 2026 neu vergeben werden. Diese Frequenzen könnten nach aktuellem Stand dann mit 1 x 5 MHz weiterhin Telefónica nutzen, 1 x 5 MHz ginge an Vodafone und 2 x 5 MHz an Neueinsteiger 1&1 Drillisch.

Kleine Uneinigkeiten bei den 5G-Frequenzen

Im Bereich um die 3,6 GHz, also jenen Frequenzen, die als 5G-Frequenzen gelten, ist es ebenfalls ruhig geworden. Seit mehreren Runden erfolgen nur noch Gebote auf ein bis zwei Blöcke. Telekom und Telefónica sind es, die hier um die scheinbar letzten Blöcke buhlen. Schon früh hatte sich herauskristallisiert, dass jeder etablierte Netzbetreiber am liebsten acht Blöcke nutzen würde, 1&1 Drillisch würde sich mit sechs zufriedengeben. Vodafone hat als einziger derzeit dauerhaft acht Blöcke, durch das Bieten auf den problembehafteten Block 01K sogar mit bis zu 90 MHz Spektrum.

Das meiste Geld würde übrigens nach aktuellem Stand die Telekom ausgeben – gefolgt von Vodafone. Am sparsamsten hätte am Ende Telefónica geboten. Die Gebote der Telekom liegen jenseits der 750 Millionen Euro, Telefónica würde um die 400 Millionen Euro ausgeben.

Ende nicht absehbar

Ob die Auktion wirklich bald zu Ende ist, lässt sich seriös nicht beantworten. Von der Bundesnetzagentur heiß es, die Auktion sei dann vorbei, wenn keine Gebote mehr eingingen. Das sei derzeit noch nicht der Fall. Es ist auch jederzeit möglich, dass ein anderer Bieter auf andere Blöcke bietet und so die Auktion wieder neue Fahrt aufnimmt.

 

Bildquellen:

  • Mobilfunk-Sendemast: Telefónica
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Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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