Google I/O: So sieht die Zukunft von Fuchsia OS aus

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Lockheimer vor Android-Symbolen
Bildquelle: Google
Bereits seit geraumer Zeit arbeitet Google an Fuchsia OS, früher auch unter dem Namen „Amarillo“ bekannt. Bislang ging man davon aus, dass Fuchsia OS Android langfristig ersetzen wird. Doch auf der kürzlich stattgefundenen Google I/O bezog man nun konkret Stellung zur Position von Fuchsia OS - mit etwas anderer Interpretation der Gesamtlage.

Seit mehreren Jahren arbeitet Google an dem Betriebssystem Fuchsia OS. Seit mindestens 2018 hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Fuchsia OS langfristig Android ersetzen soll. Untermauert wurden diese Spekulationen von Meldungen, in denen es hieß, man habe Codeschnipsel von Fuchsia OS im Android Open Source Projekt gefunden.

Zur gleichen Zeit hieß es aber auch von Android-Entwickler David Burke, dass Fuchsia OS Android nicht ersetzen werde. Diese offenbar in Vergessenheit geratene Tatsache bestätigte Android-Chef Hiroshi Lockheimer nun auf der Konferenz Google I/O in Mountain View, Kalifornien.

Fuchsia OS bleibt vorerst ein Projekt

Lockheimer verriet auf der Konferenz recht schwammig, mit welchem Ziel man an Fuchsia OS arbeite. Wie es heißt, soll das gänzlich neu gestaltete Betriebssystem weder Android, noch Chrome ersetzen. Vielmehr sei Fuchsia OS als Plattform für Experimente angedacht, um neue Ideen, Konzepte und Innovation ausprobieren zu können. So greift man das laufende und weltweit verbreitete System Android nicht an, kann parallel die generelle Entwicklung von mobilen Betriebssystemen aber voran bringen.

Die Erfolge wie Misserfolge würde man, so Lockheimer, dann aber auch auf andere Systeme des Hauses anwenden und sie in dieser Hinsicht so miteinander verbinden. Im Rahmen des Möglichen steht jedoch, dass Fuchsia OS in der Zukunft für andere Gerätschaften jenseits von Smartphones und PCs als Betriebssystem eingesetzt werden wird. Um was für ein „IT-Geräte“ es sich dabei handeln könnte, sagt Lockheimer nicht.

Hinter den Kulissen: Fuchsia OS

Bei Fuchsia OS handelt es sich um ein Betriebssystem, das von Google von Grund auf neu entwickelt wurde. Es ist, wie auch Android, ein Open-Source-Projekt und besitzt außerdem einen eigenen Kernel namens Zircon. In letzterem liegt auch der entscheidende Unterschied zu Android und Chrome, die beide je unter einem Linux-Kernel laufen.

Quellen:

Bildquellen:

  • Hiroshi Lockheimer Google: Google
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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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