Deutsche Telekom will viele Shops schließen - und noch mehr Jobs streichen

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Telekom Fahnen und Telekom T an Konzernzentrale
Bildquelle: Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom will Personal abbauen. Und dazu gehört auch, mehrere Telekom-Shops zu schließen. Das berichtet das "Handelsblatt" in seiner Mittwochsausgabe. Damit folge man dem Trend, dass viele Verkaufsabschlüsse und Beratungen inzwischen am Telefon oder im Internet stattfänden.

Das Shop-Netz mit rund 500 in Eigenregie betriebenen Geschäften sei inzwischen überdimensioniert, berichtete ein Telekom-Insider der Zeitung. Ziel sei es, die Zahl der Shops auf etwa 460 zu senken. Doch nicht nur das. Auch die Personaldecke in den Läden soll sich verkleinern. Die Rede ist davon, dass 1.200 von den bisher rund 4.500 Jobs wegfallen sollen. Das wäre etwa ein Viertel der Shop-Belegschaft. Der Plan sei alternativlos, weil die Nachfrage in den Shops in den vergangenen Jahren enorm zurückgegangen sei. 

Telekom-Plan ist alternativlos

Die Firmenspitze wolle sich nun zeitnah in Gesprächen mit dem Betriebsrat um die Klärung von Details bemühen. Offiziell bestätigen wollte die Telekom den Bericht nicht. Ein Konzernsprecher bestätigte aber, dass die Kundenfrequenz in den Shops sinke, während das Onlinegeschäft an Bedeutung gewinne. 

Teil der Telekom-Strategie ist schon seit vielen Monaten, Kunden im Internet einen besseren Service zu bieten. Hinter dem Angebot „Telekom hilft“ steht inzwischen beispielsweise ein 150-köpfiges Team, das Fragen beantwortet oder auf Probleme reagiert, die den Konzern über Twitter oder Facebook erreichen. Zukünftig sollen auch Apps für Smartphone und Tablet eine immer wichtigere Rolle spielen.

Telekom verrät erste 5G-Details

Die Berichte zum Shop- und Personalabbau treffen die Telekom zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn am Mittwoch will die Konzernspitze in Berlin auf einer großen Pressekonferenz Details zu seinem Zukunftsgeschäft vorstellen. Dabei geht es darum, erste Details zur 5G-Vermarktung zu verraten. Dafür werden unter anderem die beiden Vorstandsmitglieder Claudia Nemat und Dirk Wössner in der Hauptstadt erwartet.

Unklar ist derweil noch, um was genau es in Berlin gehen wird. Die Telekom könnte einen groben Zeitplan vorstellen, wann erste 5G-Stationen ans eigene Mobilfunknetz angeschlossen werden. Sie könnte aber auch einen ähnlichen Schritt wie einst in Österreich wagen, als schon kurz nach der 5G-Auktion der 5G-Start in ersten Städten verkündet wurde. Am Mittwochmittag wissen wir alle mehr.

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside handy vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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1 KOMMENTAR

  1. „Ein Konzernsprecher bestätigte aber, dass die Kundenfrequenz im Internet sinke, während das Onlinegeschäft an Bedeutung gewinne.“

    Internet = Onlinegeschäft oder etwa nicht?

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