Bundesnetzagentur: Unerlaubte Telefonwerbung 2018 auf dem Vormarsch

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Ein Mann telefoniert mit dem Handy
Bildquelle: Pixabay
Das Telefon klingelt und sorgt für Ärger: Auch in 2018 haben sich weit mehr als 200.000 Verbraucher bei der Bundesnetzagentur mit Beschwerden und Anfragen gemeldet. Nun hat die Behörde ihre Statistik für das vergangene Jahr bekannt gegeben. Auffällig: Unerlaubte Telefonwerbung nimmt zu. In einem Wirtschaftszweig sei die Praxis besonders beliebt. Es gab jedoch auch eine erfreuliche Meldung.

Insgesamt hat die Bundesnetzagentur in den vergangenen zwölf Monaten 210.000 Anfragen und Beschweren von Verbrauchern im Telekommunikations-Bereich erhalten. Im Vorjahr waren es noch 290.000. Im Vergleich zu 2017 sind vor allem Beschwerden rund um die unerlaubte Telefonwerbung angestiegen. So gab es bis Ende November 2018 insgesamt 58.000 schriftliche Meldungen. Im Vorjahr gab es im vergleichbaren Zeitraum 52.000, 2016 nur 27.000.

Besonders Werbung von Energieversorgern störte die Verbraucher, wie die Bundesnetzagentur meldet. Rund ein Drittel der unerlaubten Telefonwerbung stamme aus diesem Wirtschaftszweig. Die Behörde geht gegen „unlauter agierende Unternehmen“ mit Bußgeldern vor. 2018 kam eine gesamte Summe von 1,1 Millionen Euro zusammen, die verhängt wurde. 800.000 Euro entfallen dabei auf Energieversorger. Zwei Anbieter erhielten die Höchststrafe von 300.000 Euro.

Bundesnetzagentur: Ping-Anrufe 2018 kaum ein Problem mehr

Schriftliche Beschwerden zu Rufnummer-Missbrauch summierten sich 2018 auf 110.000 Meldungen. Im Gegenzug sperrte die Bundesnetzagentur 700 Rufnummern und verhängte zu rund 5.600 Rufnummern Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote. Auch gegen unerlaubte Werbung per Fax und SMS sowie Pop-up-Fehlermeldungen und gefälschte Stellenangebote ging die Behörde vor. Anfragen im Verbraucherservice drehten sich dieses Jahr zudem verstärkt rund um das Thema Breitbandmessung sowie am deutschlandweiten Breitbandausbau.

Eine erfreuliche Nachricht gab es auch: Die Ende 2017 populär gewordenen Ping-Anrufe aus dem Ausland gingen stark zurück. Verantwortlich soll dafür eine Preisansage sein, die bei bestimmten internationalen Vorwahlen kostenlos geschaltet wurde. „Seit Einführung der Preisansagepflicht sind die Beschwerdezahlen auf zuletzt rund 500 Beschwerden im Dezember 2018 gesunken“, so die Bundesnetzagentur.

In eigener Sache: Einem Bericht des Handelsblatts vom 7. November 2018 zufolge sollte das Bußgeld für unerlaubte Telefonwerbung und damit auch die Beschwerden gesunken sein. Die Redaktion hatte ebenfalls darüber berichtet. Da diese Informationen mit der Veröffentlichung der Statistik hinfällig sind, haben wir den dazugehörigen Artikel entfernt.

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