Berichte: Apple bezahlt Millionen für Mobile Games und beerdigt iTunes

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Rückseite des iPhone X auf einer Zeitung
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside handy
Große Dinge werfen ihre Schatten voraus: Aktuellen Informationen zufolge will Apple seinen Spiele-Service Arcade mit Inhalten in Millionenhöhe ausstatten. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Apple den iTunes-Dienst auf lange Sicht beenden möchte. Im Gegenzug könnte es separate Anwendungen für die Bereiche Musik, Podcasts, Bücher sowie Videos und TV-Sendungen auf dem Mac geben.

Als Apple vor einigen Wochen zur großen Service-Offensive geblasen hat, stellte das Unternehmen neben Apple TV+ und der Apple Card auch Apple Arcade vor. Der Dienst lässt sich als Flatrate für (Mobile) Games bezeichnen. So sollen Nutzer des Services alle im App Store erhältlichen Spiele kostenlos nutzen können – egal ob es kostenpflichtige oder Free-to-Play-Titel sind. Eine dauerhafte Internetverbindung soll für Arcade nicht notwendig sein. Der Dienst geht laut Apple im Herbst an den Start – vermutlich zusammen mit iOS 13.

Wie die Financial Times nun berichtet, soll der Arcarde-Dienst Apple mehrere hundert Millionen US-Dollar kosten. Man geht davon aus, dass das Unternehmen mehr als 500 Millionen US-Dollar ausgegeben hat, um sich Titel für seinen Service zu sichern. Demnach erhielten die Entwickler der Spiele mehrere Millionen Dollar pro Game und weitere, nicht näher beschriebene Vorteile. Ziel von Apple war es, eine Veröffentlichung der Titel auf anderen Plattformen wie Googles Play Store zu verhindern. Zum Vergleich: Exklusive Inhalte für Apple TV+ soll das Unternehmen rund eine Milliarden US-Dollar gekostet haben.

iTunes auf dem App-Stellgleis

Neben kommenden Apple-Diensten stand auch ein alteingesessener Service im Fokus: iTunes soll einem Bericht zufolge nicht mehr lange existieren – zumindest auf Macs. Das meldete iOS-Experte Steve Troughton-Smith auf Twitter. Ihm zufolge arbeitet Apple aktuell daran, die Themenbereiche Musik, Podcasts und möglicherweise Bücher mit eigenen Apps auszustatten. Sie sollen der neue Standard auf dem Betriebssystem macOS werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass iTunes in seiner aktuellen Form nicht mehr benötigt wird und verschwinden könnte. Die Website 9to5Mac konnte die Vermutung ebenfalls unabhängig von Troughton-Smith bestätigen.

Diese Zukunft könnte aber erst einmal nur für Mac-Nutzer interessant sein. Wie es um iTunes auf einem Windows-PC steht, erklärt Troughton-Smith nicht. Es könnte jedoch einige Zeit verstreichen, bevor Nutzer des Microsoft-Betriebssystems vergleichbare Apps erhalten. Erste offizielle Informationen rund um iTunes und die möglichen neuen Anwendungen sind auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC am 3. Juni 2019 zu erwarten. Der Release der Software könnte dann im Herbst 2019 folgen.

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