Bedrohung für Android-Handys: Immer mehr Schadsoftware im Google Play Store

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Analysten schlagen nach einer neuen Studie erneut Alarm: Android-Smartphones sollen zunehmend unsicherer werden. Der Grund: Cyberkriminelle greifen Geräte mit Googles Betriebssystem immer stärker an. Wie es heißt, gebe es in diesem Jahr vierzig Prozent mehr Schad-Apps im Play Store als noch 2017.

Analysten von G Data haben eine neue Statistik erhoben, die ergab, dass jedes dritte Smartphone in den vergangenen zwölf Monaten von Schadsoftware betroffen war. Grund dafür sei, dass acht von zehn Menschen rund um den Globus Googles Betriebssystem nutzen. Kriminelle verstärken daher ihren Fokus auf Android-Geräte.

Laut der Studie befanden sich bis Ende des dritten Quartals 2018 knapp 3 Millionen Schadprogramme im Google Play Store. Das bedeutet im direkten Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg von vierzig Prozent. Und damit nicht genug: Täglich gelangen angeblich 12.000 schädliche Apps in den Play Store. Während Apple nur bei Einhaltung von strikten Regeln Apps in den App Store aufnimmt, sind die Richtlinien bei Google deutlich seichter. Dementsprechend können auch viele Cyberkriminelle ihr Unwesen treiben.

Regelmäßige Sicherheitsupdates helfen

Durch diese neuen Tatsachen sei die Bedrohungslage für Android-Geräte in diesem Jahr noch einmal deutlich gestiegen, so die Analysten von G Data. Dass Android nun gänzlich unsicher ist, kann man so aber nicht behaupten. Zu vielen Sicherheitslücken führen oftmals auch fehlende Sicherheitsupdates oder veraltete Android-Versionen. Immer noch hinken viele Hersteller hinterher, sodass Android 8 Oreo nur auf etwa jedem fünften Gerät installiert ist. Von Android 9 Pie ganz zu schweigen, das nur auf weniger als einem Prozent aller Android-Geräte zu finden ist. Hinzu kommt, dass viele Hersteller ihre Produkte nur unregelmäßig mit aktuellen Sicherheitspatches versorgen. Diese schließen jedoch kritische Lücken und bringen die jeweiligen Smartphones auf den neuesten Stand.

Dagegen geht Google mittlerweile, zumindest innerhalb der EU, vor. Der Suchmaschinenriese will Hersteller künftig dazu zwingen, monatliche Sicherheitsupdates für die hauseigenen Android-Smartphone bereitzustellen. Ansonsten drohen teils höhere Strafen. Zudem sollen Hersteller vertraglich dazu verpflichtet werden, Smartphones für mindestens zwei Jahre mit Aktualisierungen zu bedenken.

So schützt man sich vor Malware

Android-Nutzer können sich aktiv vor Schadprogrammen aus dem Google Play Store schützen, indem sie Augen und Ohren offen halten. Mit an Bord ist von Hause aus bereits Play Protect, die jede App, die installiert werden soll, vorab überprüft. Wichtig ist hierbei, dass die Option „Gerät auf Sicherheitsbedrohungen prüfen“ im Menü aktiviert ist. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, keine Apps aus unbekannter Quelle zu installieren sowie App-Berechtigungen regelmäßig zu überprüfen.

Beim Thema Viren-Scanner für Smartphones gehen die Meinungen nach wie vor auseinander. Trotz dessen sind entsprechende Apps nicht verwerflich und können eine zweite Meinung zum Sicherheitsstatus des Smartphones einholen.

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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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