Ausgenutzt: WhatsApp-Sticker mit NS-Symbolen aufgetaucht

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Zahlreiche Homescreen-Icons auf einem Smartphone - unter anderem WhatsApp, Facebook und Threema.
Bildquelle: Pixabay
Was von anderen Messenger-Diensten schon länger bekannt ist, hat WhatsApp erst kürzlich eingeführt: Sticker. Kleine Bilder, mit denen Nachrichten noch einmal aufgehübscht werden können. Doch die harmlose Funktion kann auch verfremdet werden, wie ein Beispiel von Rechtsextremisten zeigt.

Die Sticker-Funktion bei WhatsApp ist brandneu. Der Messenger-Dienst bietet einen eigenen Sticker-Store an, in dem verschiedenste Formen, Formate und Themen zu finden sind. Nicht nur WhatsApp, sondern auch Drittanbieter können Sticker entwerfen und folgend anbieten – sowohl für die iOS- als auch Android-App. Um die externen Sticker bei WhatsApp nutzen zu können, müssen die entsprechenden Bilder über eine eigene App hochgeladen werden.

Doch diese Freiheit wurde nun zweckentfremdet. Das Jüdische Forum meldet über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, das Rechtsradikale Sticker mit nationalsozialistischen Symbolen in Gruppenchats verbreiten. Zu sehen sind Sticker mit Hakenkreuzen, SS-Runen, Konzentrationslagern und Bilder von Adolf Hitler. Das Jüdische Forum forderte WhatsApp auf, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken und mitzuteilen, wie man Zweckentfremdungen in Zukunft verhindern könne.

Gegenüber der „Bild Zeitung“ verurteilte ein Sprecher von WhatsApp antisemitische Sticker und betont, dass das Unternehmen Hass dieser Art nicht toleriert. „Sollten Nutzer Sticker mit illegalem Inhalt bekommen, bitten wir sie, dies zu melden. Wir werden dann entsprechend gegen den Versand vorgehen. Das geht bis zur Sperrung von Konten, von denen sie verschickt werden.“

Kein Einzelfall

Dass Nutzer NS-Symbole über WhatsApp verbreiteten, passiert nicht zum ersten Mal. Schon vor rund zwei Jahren verschickten Nutzer rechtsradikale Bilder über den Messenger-Dienst. Da die Inhalte jedoch in privaten Chats und nicht in Gruppen auftauchten, entschieden Juristen, das dies nicht strafbar sei.

Quellen:

Bildquellen:

  • WhatsApp-Icon auf dem Smartphone: Pixabay
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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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