Asus Zenfone 6 im Hands-On: Da kommt was um die Ecke

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Die Kamera nach vorne geklappt.
Bildquelle: Rita Deutschbein / inside handy
Das Asus Zenfone 6 möchte mit seinem innovativen Klapp-Kamera-Mechanismus aus der Masse der Smartphones hervorstechen. Und das Konzept der Kamera, die sich sowohl als Frontkamera als auch als Rückkamera verwenden lässt, klingt durchaus spannend. inside handy hat sich während der Vorstellung des Asus Zenfone 6 in Valencia daher bereits einen ersten Eindruck vom Gerät gemacht.

Mit 6,4 Zoll gehört das Asus Zenfone 6 nicht zu den kompakten Geräten. Es hilft aber, dass der Hersteller nahezu die gesamte Front für das Display zur Verfügung stellt. Eine Notch hat das neue Smartphone ebenso wenig wie einen Balken oberhalb des Bildschirms. Denn Platz für eine Frontkamera benötigt das Zenfone 6 aufgrund der Klapp-Kamera nicht.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Mit seinem Gehäuse aus Glas und Metall wirkt das Zenfone 6 im Hands-On recht robust, aber auch vergleichsweise schwer. Asus verwendet zudem Gorilla Glass 6, um allzu schnelle Kratzer zu vermeiden. Durch die abgerundete Glasrückseite und die lückenlosen Übergänge zum Metallrahmen liegt das Gerät zwar gut in der Hand. Die recht breite Form macht es für Menschen mit kleinen Händen aber schwierig, das Smartphone sicher zu fassen und bequem zu bedienen.

Aufgrund der Full-HD+-Auflösung lassen sich auch bei genauem Hinsehen keinerlei Pixel erkennen. Das Display ist zudem sehr hell und lässt sich so auch bei starkem Gegenlicht gut ablesen. Farben wirken dank der verwendeten IPS-Technologie natürlich und nicht übersteuert. An die knalligen Effekte eines OLEDs kommt der Screen aber nicht heran.

Klapp-Mechanismus robust genug?

Besonderes Interesse zieht im Hands-On der Klapp-Mechanismus der Kamera auf sich. Das Dual-Kamera-Modul befindet sich in einer Art quadratischem Rahmen aus Metall, der sich durch ein schmales Gelenk stufenlos bewegen lässt. So lässt sich die Kamera um bis zu 180 Grad nach vorne klappen. Der Mechanismus ist mechanisch, es ist also nicht vorgesehen, das Modul von Hand nach vorne zu klappen.

Am rechten Rand des Gerätes befindet sich relativ weit oben der Smart-Key, den Asus neben der Kamera anpreist. Mit ihm lassen sich der Google Assistant, aber auch persönliche Updates aufrufen. Die Taste ist relativ leicht, dank ihrem Abstand zur Lautstärkewippe aber zielsicher zu erreichen. Der Power-Button befindet sich relativ mittig am Rahmen und hat wie die beiden anderen Tasten einen angenehmen Druckpunkt. Relativ klein fällt der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite aus, der aber dennoch mit dem Zeigefinger gut ertastbar ist.

Insgesamt ist das Asus Zenfone 6 sehr ordentlich verarbeitet. Grobe Spalten oder sichtbare Lücken zwischen den Bauteilen gibt es nicht.

Klapp-Kamera im Hands-On

Drehen lässt sich die Kamera über die App durch den Wechsel von der Rück- zur Vorderkamera. Das funktioniert verzögerungsfrei. Beim Ausfahren macht der Mechanismus einen stabilen Eindruck. Er könnte durchaus die von Asus angegebenen 100.000 Klapp-Vorgänge überstehen. Das kann aber nur die Zeit zeigen.

Auch die Kamera-App öffnete sich im Hands-On sehr zügig. Sie ist übersichtlich aufgebaut und bietet Modi wie Portrait, Panorama und Nachtaufnahme bei Fotos sowie Slo-Mo, Bewegungsverfolgung und Zeitraffer bei Videos. Das Besondere ist, dass Nutzer Selfie-Videos dank der klappbaren Kamera ebenfalls in 4K und mit 60 fps aufnehmen können. Das bietet bislang kaum ein anderes Smartphone.

Der 48- Megapixel- und der 13-Megapixel-Sensor mit 125-Grad-Weitwinkel nehmen zwei Bilder parallel auf und fügen sie zu einer optimierten Aufnahme zusammen. Dabei erhalten sie Unterstützung durch eine f/1.79-Blende und einen elektronischen Bildstabilisator (EIS). Effekte wie die Tiefenschärfe und der Bokeh lassen sich so individuell verändern und zuschalten.

Sauberes System auf Basis von Android 9

Asus liefert das Zenfone mit Android 9 Pie und ZenUI aus. Die Oberfläche zeigt sich aufgeräumt, allerdings finden sich in den vorinstallierten Apps auch Anwendungen wie Facebook und Instagram. Beide lassen sich aber vollständig deinstallieren.

Dank Qualcomm Snapdragon 855 und 6 GB RAM reagiert das Asus Zenfone sehr schnell auf Eingaben. Anwendungen laufen im ersten Hands-On flüssig. Hier zeigt sich die hohe Leistung des Prozessors, der auf 128 GB erweiterbaren Speicher zugreifen kann. Auch Platz für zwei SIM-Karten bietet das Asus-Phone, die unabhängig von der Speichererweiterung agieren.

Bildquellen:

  • Kamera vorne Zenfone 6: Rita Deutschbein / inside handy
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Rita liebt Technik, besonders wenn diese aus der Welt der Smartphones stammt. Seit 2009 berichtet sie als Journalistin aus diesem Kosmos - seit 2019 für inside handy. Dabei hat die gebürtige Berlinerin aber auch Spaß an anderen Themen wie Tarifen, Smart Home oder Zubehör. Wenn sie nicht gerade die aktuellsten Handys testet oder Tarife auf den Prüfstand stellt, taucht sie gerne ab - und das ist wörtlich zu nehmen. Denn ihre Urlaubsziele müssen vor allem eins haben: tolle Tauchgebiete. Und wenn gerade kein Urlaub ist, dann tut es in der Freizeit auch ein gutes Buch, ein guter Drink oder ein Treffen mit Freunden, um von der Arbeit abschalten zu können.

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