Apple: Wem das krumme iPad Pro (2018) nicht gefällt, der kann es zurückgeben

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Apple iPad Pro (2018) mit Knick
Apple iPad Pro (2018) kommt mit Knick zum KundenBildquelle: MacRumors
Seit das Apple iPad Pro (2018) im Oktober des vergangenen Jahres vorgestellt wurde, wurde das Gerät des Öfteren im weltweiten Datennetz kritisiert. Die Kritik richtete sich dabei auf das Gehäuse, das mit einer Tiefe von 5,9 Millimetern zwar sehr dünn, dafür nicht sonderlich stabil sein soll. Solche Anschuldigungen hat Apple nun endgültig abgewiesen; dass die Geräte tatsächlich eine Krümmung aufweisen können, wurde hingegen erneut bestätigt.

Dass die neuste iPad-Pro-Generation nicht allzu stabil beziehungsweise widerstandsfähig ist, zeigte bereits der YouTuber JerryRigEverything alias Zack Nelson auf seinem Kanal. Demnach lässt sich das Gerät mit nur geringem Kraftaufwand verbiegen oder gar brechen. Auch auf Kratzer soll das iPad Pro (2018) ähnlich empfindlich reagieren – doch in die Schlagzeilen geriet das Tablet aus einem ganz anderen Grund. Laut Nutzer-Berichten hat Apple einige Geräte nämlich bereits ab Werk mit einem leicht gekrümmten Gehäuse geliefert. Das bestätigte auch der Hersteller selbst, gab jedoch an, dass dies kein Defekt sei, sondern mit dem neuen Fertigungsverfahren zusammenhänge. Nun hat Apple eine neue Service-Seite gestartet, auf der der Prozess genauer beschrieben wird.

Darum das krumme Gehäuse

Bei dem neuen Fertigungsprozess der ebenfalls neuen Apple-Tablets wird Kunststoff bei hohen Temperaturen in präzise-gefräste Kanäle im Aluminiumgehäuse eingespritzt. Dort verbindet es sich mit Mikroporen in der Aluminiumoberfläche. Sobald der Kunststoff abgekühlt ist, wird die Bearbeitung per CNC-Methode abgeschlossen und die Kunststoff- sowie Aluminium-Bereiche zu einer festen Einheit.

Bei dem Verfahren kann allerdings eine Verformung des Gehäuses auftreten, die nach Apples eigenen Toleranz-Richtlinien eine maximale Abweichung von 400 Mikrometern über die Länge einer Seite aufweisen darf. Das scheint zunächst nicht viel zu sein. Falls man den Wert jedoch in eine gängigere Einheit umrechnet, entsteht eine maximale Toleranz von 0,4 Millimetern. Diese dürfte bereits mit bloßem Auge sichtbar sein – zumindest aus bestimmten Blickwinkeln, wie Apple selbst verkündet. Bei einer normalen Nutzung soll die Biegung hingegen nicht auffallen. Weiterhin soll die Krümmung die Festigkeit des Gehäuses sowie die Funktionalität des Geräts nicht beeinträchtigen und sich bei normaler Nutzung auch nicht vergrößern.

Betroffene können nicht viel machen

Falls die Krümmung auf dem eigenen Gerät die genannten Toleranzen übersteigt, sollen sich Nutzer an den Apple-Support wenden. Andernfalls verweist der Hersteller lediglich auf das vierzehntägige Rückgaberecht und die einjährige Gewährleistung.

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