660.000 weitere Haushalte: 1&1 verkauft jetzt auch VDSL-Leitungen von NetCologne

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Der 1&1 Firmensitz in Montabour
Bildquelle: 1&1
Miteinander statt gegeneinander – dieses Motto greift auch bei den Internetanbietern immer mehr um sich. So hat einer der bundesweiten DSL-Branchenriesen – 1&1 – jetzt eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit dem Kölner Lokalmatador NetCologne verkündet.

Wer bei 1&1 einen Anschluss bestellt, dessen Ansprechpartner ist bei Vertragsfragen zwar 1&1 und dessen Rechnung trägt auch das entsprechende Logo, doch die Leitung kommt in der Regel von der Telekom. In einigen Regionen ist das anders. In Köln vermarktet 1&1 schon seit Sommer vergangenen Jahres die von NetCologne verlegten echten Glasfaserleitungen, also FTTB und FTTH. Jetzt weiten die beiden Unternehmen die Kooperation aus. Auch die VDSL-Leitungen von NetCologne werden jetzt von 1&1 vermarktet.

Bei FTTC, so der alternative Begriff für VDSL, reicht das Glasfaser bis zum Kabelverzweiger am Bürgersteig. Fiber to the Curb. Von dort wird das Signal mit einem Kupferkabel ins Haus geleitet. Für die Kunden von 1&1 hat das den Vorteil, dass sie künftig auch dort, wo NetCologne statt der Telekom investiert hat, VDSL von 1&1 bekommen können.

NetCologne durch Dominanz der Telekom voraus

Auch regulatorische Entscheidungen der Vergangenheit haben damit zu tun, dass die Telekom in vielen Regionen, in denen NetCologne bereits stark investiert hatte, keinen weiteren Ausbau tätigen konnte. Dabei geht es insbesondere um die VDSL-Vectoring-Entscheidungen. Nur ein Anbieter kann in einem Ausbaugebiet VDSL Vectoring errichten. Durch die Dominanz von NetCologne musste die Telekom in einigen Orten sogar die Nahbereiche an NetCologne abtreten. Hier bauen die Kölner jetzt Anschlüsse mit 100 Mbit/s. Auch die Telekom hat einen entsprechenden Kooperations- und Einkaufsvertrag mit NetCologne.

Als regionaler Netzbetreiber hat NetCologne im Rheinland mehr als 26.500 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Nach Unternehmensangaben können 660.000 Haushalte per VDSL versorgt werden – jetzt auch von 1&1. Der Anbieter setzt dabei auf eine so genannte Open-Access-Plattform, die man selbst aufgebaut habe. Hier sei es möglich, die in Deutschland bereits bestehenden Glasfaser-Hausanschlüsse über eine standardisierte Schnittstelle eigene Infrastruktur anzubinden und zu vermarkten.

1&1 kauft auch bei weiteren Netzbetreibern ein

Neben NetCologne wurden bereits weitere große regionale Netzbetreiber an die Plattform angeschlossen, wie beispielsweise M-Net und Wilhelm.tel. Auch andere Anbieter, wie etwa der Breitbandverband Breko betreiben oder unterstützen solche Plattformen für den Austausch von Anschlüssen.

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