5G-iPhone von Apple womöglich doch mit Chips von Qualcomm

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Apple iPhone wird von einer Frau bedient.
Bildquelle: Pixabay
5G ist ein Thema, das derzeit viele beschäftigt. Auch Apple plant Berichten zufolge ein iPhone, das den neuen Mobilfunkstandard unterstützt. Unklar ist aber noch, wer Apple die entsprechenden 5G-Modems liefern wird. Nach der Einigung mit Qualcomm ist der Chip-Hersteller ein heißer Kandidat. Aber was ist eigentlich mit Huawei und Intel?

Auf lange Sicht möchte Apple seine kommenden iPhones mit 5G-Modems aus eigener Produktion ausstatten. Der entsprechende Chip wird aber wohl erst 2021 bereit für den Massenmarkt sein. Bereits im kommenden Jahr könnte Apple aber das erste 5G-iPhone vorstellen. Es muss also eine Zwischenlösung her. Und für diese bieten sich nur eine Handvoll Partner an. Aktuell fertigen die Hersteller Huawei, Intel, Mediatek, Qualcomm, Samsung und Unisoc 5G-Modems für mobile Geräte. Unisoc ist in Deutschland dabei bislang weniger bekannt. Das Unternehmen ist 2018 aus dem US-Chipentwickler RDA und dem chinesischen Chiphersteller Spreadtrum entstanden.

Huaweis 5G-Modem nichts für Apples iPhone

Das Interesse der Branche daran, welcher Chip-Hersteller mit Apple zusammenarbeiten wird, ist groß. Die Beziehungen zum direkten Konkurrenten Samsung sind nicht die besten und die Chips von Mediatek sollen den hohen Ansprüchen von Apple nicht gerecht werden. Das rückt die übrigen Konzerne näher in den Fokus.

In der vergangenen Woche gab es Berichte, nach denen Huawei sich die Partnerschaft gesichert haben soll. Das chinesische Unternehmen ist zuallererst Netzwerkausrüster und fing erst später an, eigene Smartphones zu entwickeln. Anfang des Jahres hat Huawei im Heimatland ein neues 5G-Modem namens Balong 5000 vorgestellt. Das Modul gilt als direkter Konkurrent zu Qualcomms X50-Modem für den Snapdragon 855.

Der Bericht, nach dem Huawei das 5G-Modem Balong 5000 Apple zur Verfügung stellen könnte, wurde mittlerweile aber widerlegt. Auf dem vom 16. bis 18. April in Shenzhen stattfindenden Huawei Analyst Summit 2019 hat Huawei Verhandlungen mit Apple ganz klar verneint. Der Hersteller wolle seine Chipsätze weiterhin nur in den eigenen Huawei- und Honor-Smartphones einsetzen.

Generell schien eine Kooperation zwischen Apple und Huawei eher schwierig. Immerhin haben die USA einige Bedenken gegen die Produkte des chinesischen Konzern geäußert und auch schon Sanktionen gegen Huawei verhängt. Für Apple als amerikanisches Unternehmen gäbe es somit geeignetere Partner.

Patentstreit mit Qualcomm beendet: Folgt die Partnerschaft mit Apple?

Ein solcher könnte Qualcomm sein. Das Unternehmen hat seinen Sitz nicht unweit von Apple im kalifornischen San Diego. Noch bis gestern gingen Branchenkenner davon aus, dass der Chip-Hersteller aufgrund des Patentstreits mit Apple und den daraus resultierenden Spannungen keine Alternative für die Zulieferung passender 5G-Modems sei. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet.

Apple und Qualcomm haben sich außergerichtlich geeinigt und ihren Streit beigelegt. Die Einigung umfasst eine Zahlung von Apple an Qualcomm, die aber nicht näher beziffert wurde, sowie einen Lizenzvertrag. Außerdem wird Apple in den kommenden Jahren mit Chips von Qualcomm versorgt. Und genau dieser Punkt könnte die Frage, wer die 5G-Modems für die iPhones liefern wird, beantworten.

Denn gleichzeitig zur Einigung zwischen Apple und Qualcomm gab Intel bekannt, künftig keine 5G-Modems für Smartphones mehr herstellen zu wollen. Man wolle sich eher auf das PC-Kerngeschäft konzentrieren. Somit ist Intel also keine Alternative für Apple. Es scheint also durchaus wahrscheinlich, dass das 5G-iPhone im kommenden Jahr auf der Chip-Technik von Qualcomm beruht.

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Rita liebt Technik, besonders wenn diese aus der Welt der Smartphones stammt. Seit 2009 berichtet sie als Journalistin aus diesem Kosmos - seit 2019 für inside handy. Dabei hat die gebürtige Berlinerin aber auch Spaß an anderen Themen wie Tarifen, Smart Home oder Zubehör. Wenn sie nicht gerade die aktuellsten Handys testet oder Tarife auf den Prüfstand stellt, taucht sie gerne ab - und das ist wörtlich zu nehmen. Denn ihre Urlaubsziele müssen vor allem eins haben: tolle Tauchgebiete. Und wenn gerade kein Urlaub ist, dann tut es in der Freizeit auch ein gutes Buch, ein guter Drink oder ein Treffen mit Freunden, um von der Arbeit abschalten zu können.

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