5G Frequenzauktion nach Tag 7: Die Milliarde ist geknackt

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Bildquelle: T-Mobile Austria
Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch bieten sich bei der 5G-Frequenzauktion in Mainz weiter munter in die Höhe. Für die zahlreichen Frequenzblöcke liegen die Höchstgebote inzwischen bei mehr als 1 Milliarde Euro. 1&1 Drillisch sorgte einmal mehr für Aufsehen.

Der siebte Tag der 5G-Frequenzauktion ist geschafft. In nunmehr 75 Bieterrunde haben die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch den nächsten Meilenstein genommen. Am Mittwochabend erreichte die Summe Höchstgebote einen Wert von 1,03 Milliarden Euro. Wieder einmal überraschte in diesem Zusammenhang 1&1 Drillisch – dieses Mal aber auf andere Art und Weise.

1&1 Drillisch zieht Höchstgebote in drei Blöcken zurück

Denn 1&1 Drillisch zog überraschend die Höchstgebote für gleich drei Frequenzblöcke zurück. Block 17A bis 19A blieben am Mittwochabend ohne Höchstgebot. Damit stehen gegenwärtig 3 x 10 MHz im Block um 3,6 GHz ohne Höchstbietenden dar. Würde die 5G-Auktion nun enden, müsste 1&1 Drillisch trotz seines Rückziehers aber für die drei Frequenzblöcke trotzdem zahlen. Und zwar 75,9 Millionen Euro. Denn die Zahlungspflicht bei zurückgezogenen Höchstgeboten bleibt laut den Regeln der Auktion bestehen.

Der Rückzug aus den genannten drei Blöcken hat vor allem finanzielle Gründe. Denn 1&1 Drillisch ist aktuell Höchstbietender für die Blöcke 5A bis 7A, die ebenfall 3 x 10 MHz im 3,6-GHz-Spektrum abdecken. Statt 75,9 Millionen Euro für die Blöcke 17A bis 19A müsste 1&1 Drillisch für die Blöcke 5A bis 7A gegenwärtig nur 24,3 Millionen Euro zahlen. Man wird nun hoffen, dass möglichst bald, Telekom, Vodafone oder Telefónica Deutschland ein neues Gebot für die Blöcke mit zurückgezogenem Höchstgebot abgeben.

Summe der Höchstgebote steigt um 160 Millionen Euro

Von Tag 6 auf Tag 7 erhöhte sich die Summe der abgegebenen Höchstgebote inkl. der Zahlungsverpflichtung aufgrund zurückgenommener Höchstgebote um rund 160 Millionen Euro. Vor allem im Frequenzbereich um 2 GHz war am Dienstag ordentlich Dampf auf dem Kessel. Hier trieben die Bieter die Höchstgebote von Block 1A bis Block 8A um 9,3 bis 14,7 Millionen Euro in die Höhe. Bei mehreren Blöcken im Frequenzbereich um 3,6 GHz legten die Höchstgebote um 7,2 bis 7,8 Millionen Euro zu. Und bei acht Blöcken änderte sich im Vergleich zum Vortag gar nichts.

Nach dem siebten Tag haben Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland für jeweils elf Frequenzblöcke das höchste Gebot abgegeben. Gegenwärtig ist die Telekom bereit, 328,7 Millionen Euro für weitere 5G-Frequenzen zu zahlen, Vodafone kommt auf aktuell 308,4 Millionen Euro und Telefónica Deutschland (O2) auf 239,2 Millionen Euro. Zwischenzeitlich hatte Telefónica Deutschland am Mittwoch für zwölf Blöcke das Höchstgebot abgegeben und damit die Spitzenposition im Ranking übernommen.

1&1 Drillisch nach Tag 7 abgeschlagen

1&1 Drillisch ist mit Höchstgeboten in Höhe von 79,9 Millionen Euro für momentan fünf Blöcke recht weit abgeschlagen. Und hinzu kommen zum jetzigen Zeitpunkt noch weitere 75,9 Millionen Euro für die zurückgezogenen Höchstgebote. Unter dem Strich müsste 1&1 Drillisch bei einem sofortigen Ende der 5G Auktion also 155,8 Millionen Euro zahlen.

Gleichwohl gilt: Morgen kann alles schon wieder ganz anders aussehen. Denn die 5G-Auktion endet erst, wenn kein Anbieter mehr Gebote abgibt. Und damit ist aktuell noch längst nicht zu rechnen.

Bildquellen:

  • 5G Symbolbild: T-Mobile Austria
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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