Mercedes-Benz und BMW preschen vor: Autonome Fahrzeuge ab 2021

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Bildquelle: bmwgroup.com

Abseits von Diesel-Skandalen ist in der Autobranche nicht nur die Gegenwart von Bedeutung, sondern auch die Zukunft. Diese sieht vor, dass Menschen Autos nicht mehr von Hand steuern müssen. Stattdessen agieren die fahrbaren Untersätze autonom. BMW hat dafür ein Konzeptauto namens Vision iNext vorgestellt. Auch Mercedes-Benz prescht mit Ideen auf dem Markt vor.

Schon lange arbeiten Hersteller an autonomen Fahrzeugen. Das ein oder andere Pilotprojekt hat es bereits auf die Straßen geschafft, wurde teilweise jedoch durch Unfälle negativ behaftet. Trotzdem preschen Mercedes-Benz und Kontrahent BMW derzeit mit entsprechenden Konzepten vor.

BMWs Vision der Zukunft: Der Vision iNext

„Vorsprung durch Technik“. Das ist BMWs Werbeslogan, den der bayerische Autobauer versucht zu verfolgen. Stellte BMW 2013 noch das erste Elektroauto, den i3, des Hauses vor, folgt nun der zweite Streicht. Obgleich ein „i“ vor iNext steht, kommt das folgende Konzept keineswegs von Apple – im Gegenteil. BMW kreiert ein Konzept, dass das Fahren der Zukunft visualisiert. Das Projekt Vision iNext zeigt ein Auto, dass laut BMW ab 2021 auf den Straßen der Bundesrepublik zu finden sein könnte.

Der Vision iNext stellt das Schaufenster zur Zukunft dar und und hat bereits einen bedeutenden Unterschied im Vergleich zu normalen Autos: Es gibt weder einen Schlüssel im klassischen Sinne, noch Türgriffe. BMW setzt auf die Intelligenz des Fahrzeugs, das seinen Besitzer durch einen Sensor erkennen kann. Unter Eigenregie werden die Fahrzeugtüren gegenläufig öffnet. Eine B-Säule ist in dem Konzept nicht vorgesehen. Durch die Öffnung des Autos wird direkt der gesamte Innenraum preis gegeben.

Da der Mensch bekanntermaßen die Kontrolle gern selbst hat, verbaut BMW in seinen Vision iNext noch ein Lenkrad. Bremse und Gaspedal werden jedoch nur in dem Fall ausgefahren, wenn der Fahrer das Auto selbst steuert. Sonst sind sie in den Boden des Fahrzeugs eingelassen. Je nachdem, ob das Auto autonom fährt oder gesteuert wird, schaltet es in dazu vorgesehene, verschiedene Modi. Das klassische Armaturenbrett wird künftig ebenfalls keine Rolle mehr spielen. An seine Stelle rücken dem Zeitalter gemäß zwei Bildschirme, die den Zugriff auf sämtliche Funktionen des Autos erlauben.

Kuschel-Atmosphäre und smarte Technik

Ein weiterer bedeutender Unterschied ist die Postion der Sitze. Im Falle des BMW Vision iNext sehen sie vielmehr aus wie Sessel, auf denen sich die Fahrer in mehreren Positionen hinsetzen können. Inwiefern das mit einem Sicherheitsgurt funktionieren soll, ist nicht klar. Die Wohnzimmer-Atmosphäre wird zudem durch einen hölzernen Kaffeetisch in Form einer Mittelkonsole verstärkt. Je nachdem kann diese auch als Bedienoberfläche genutzt werden.

Außerdem soll das BMW-Fahrzeug über allerhand smarte Technik verfügen, wie beispielsweise einen Projektor, der Filme, Mails und andere Inhalte an die Decke des Fahrzeugs strahlt. Auch Musik ist beispielsweise über die Rückbank des Autos steuerbar. Genauere Details zur verbauten Technik nennt BMW zwar nicht, die Basis soll allerdings das hauseigene Elektro-Auto-Konzept darstellen.

Konter: Mercedes-Benz blickt in die Zukunft

Auch Kontrahent Mercedes-Benz beschäftigt sich mit Zukunftsvisionen. Resultat ist der Vision Urbanetic, der ebenfalls elektrisch angetrieben wird und nicht nur Personen, sondern auch Güter transportiert. Das autonome Fahrzeug bietet dabei bis zu zwölf Menschen Platz oder kann alternativ bis zu zehn EPAL-Paletten in sich beherbergen. Konkretes Ziel von Mercedes-Benz ist die Aufhebung der Trennung von Personen- und Güterbeförderung.

Der Vision Urbanetic setzt außerdem auf eine IT-Infrastruktur. Diese basiert auf Echtzeitinformationen. Dementsprechend fungieren die autonomen Autos so ähnlich wie Taxen: Je nach Angebot und Nachfrage sind die Routen flexibel kreiert und auf Basis der Nachfrage geplant. Die in dem Fahrzeug integrierte intelligente Steuerung soll dabei aus der Informationsauswertung lernen, um besser auf Bedürfnisse eingehen zu können. Ein starres System soll hier demnach vermieden werden.

 

Quellen:

  • BMW
  • Mercedes-Benz

Bildquellen:

  • BMW-Vision-iNext: bmwgroup.com
Störung bei Unitymedia

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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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