E-Mail-Anwendung Google macht beliebte Mail-App Inbox platt

vom 13.09.2018, 12:17
Google-App Inbox
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside handy

Google stellt seinen E-Mail-Dienst ein. Zumindest jenen, der sich an Nutzer richtet, die seit vielen Jahren experimentelle Funktionen jenseits von GMail genutzt haben. Google Inbox griff auf das selbe Postfach zu wie GMail, hatte aber andere und intelligentere Funktionen. Viele dieser Features sind zu GMail gewandert. Die Konsequenz: Inbox wird nicht mehr benötigt.

Im Juni hatte Google seinem klassischen E-Mail-Dienst Gmail einen Relaunch gegönnt. Neue Features, neues Design. Für Nutzer von Google Inbox war vieles nicht neu, sie nutzten die Funktionen schon länger. Zwei E-Mail-Dienste, die sich nur unwesentlich voneinander unterscheiden und auf die selben E-Mails zugreifen, braucht niemand, dachte man sich nun offenbar bei Google und hat gegenüber der Webseite FastCompany angekündig, Inbox im März 2019 einzustellen.

Überraschend kommt die Ankündigung der Einstellung von Google Inbox für die Nutzer dennoch. Denn wer den Werdegang von Inbox verfolgt hat, hat zwar bemerkt, dass der Dienst zuletzt um einige Features beschnitten wurde. Dennoch beteuerte Google noch vor einigen Wochen, man werde an Inbox by Gmail - so der offizielle Name - festhalten. Tatsächlich sieht es nun anders aus.

Fast alle Features auch in Gmail nutzbar

Bis März können Nutzer von Inbox den Dienst weiter nutzen. Wer vorher umsteigt, muss sich vor allem optisch umgewöhnen. Nach Google-Angaben ist die einzige wesentliche Funktion, die bei Gmail im direkten Vergleich fehlt, das Travel-Bundle. Dieses fast E-Mails zu einer Reise - also etwa Flugbestätigungen, Hotel-Buchungen, Konzerttickets und mehr, automatisch in eine Gruppe zusammen, die dann unter "Trips" abrufbar ist. Vielleicht wird ein solches Feature aber zu einem späteren Zeitpunkt auch noch bei Gmail integriert. Ob die Smartphone-App Inbox nach März 2019 weiterhin funktioniert oder Nutzer wieder auf die Gmail-App zurückgreifen müssen, ist aktuell noch unklar. Technisch sollte es für Google kein Problem sein, die Zugriffe durch die App einfach umzuleiten.



Quelle: Fastcompany | Bildquelle kleines Bild: Google | Autor: Thorsten Neuhetzki
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