Datennutzung im Sommer Gigantische Zahlen: Vodafone nennt Details zur LTE-Nutzung im Sommer

vom 12.09.2018, 14:06
Ein Vodafone-Sendemast
Bildquelle: Vodafone

Es war der Sommer des Jahrhunderts und wer konnte, hat die Zeit draußen und im Schatten oder am Wasser genossen. Das hat sich offenbar auch auf die Mobilfunknutzung ausgewirkt. Vodafone hat jetzt zahlreiche interessante Nutzungszahlen der vergangenen zehn Wochen vorgelegt.

Vor allem direkt an der Küste rauschten noch mehr Daten durchs Netz als gewöhnlich. Am umfänglichsten wurde das Netz im Betrachtungszeitraum in Schleswig-Holstein genutzt. Hier stieg das genutzte Datenvolumen während der vergangenen zehn Wochen, über die sich die Sommerferien erstreckten, am stärksten an, berichtet das Düsseldorfer Unternehmen.

Bewohner und Touristen verbrauchten allein im Download rund 18 Prozent mehr Daten als gewöhnlich. Im Upload steigerte sich der Datendurchsatz hier sogar um 20 Prozent. In absoluten Zahlen heißt das, dass im nördlichsten deutschen Bundesland etwa 2 Millionen Gigabyte Daten durchs Netz rauschten. Damit könnten Netflix-Fans nach Berechnungen des Mobilfunk-Anbieters rund 80 Jahre ununterbrochen Lieblingsserien und -filme in HD-Qualität streamen. 

Anstieg im Binnenland deutlich geringer

In Mecklenburg-Vorpommern stieg das genutzte Datenvolumen im Vodafone-Netz während der Ferienzeit um 16 Prozent im Download, sowie um 22 Prozent im Upload an. In den weiteren Bundesländern sei der Datenanstieg während der Schulferien ebenfalls zu spüren gewesen - wenn auch nicht so extrem. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise stieg der Datenverbrauch im Download um 5 Prozent und im Upload um 4 Prozent.

Im Städte-Ranking setzte sich Rostock durch. Hier rauschten im Download während der vergangenen zehn Wochen 13 Prozent mehr Daten durch das LTE-Netz von Vodafone als üblich. Im Upload dagegen gab es mitten im Ruhrgebiet den größten Sommer-Daten-Zuwachs: In Gelsenkirchen stieg der Messwert um 22 Prozent an. Ursachen für diese Werte hat man bei Vodafone offenbar nicht ausgemacht.

Gigacube als Datentreiber

Zu der generellen Datenentwicklung trug sicherlich auch die Homespot-Lösung von Vodafone bei: Der GigaCube wird oftmals auf Camping-Plätzen oder in der Ferienwohnung genutzt. Das zeigen auch Erfahrungen der Redaktion von inside handy auf einem großen Campingplatz im Norden von Wilhelmshaven: Dort waren im Sommer bei einem Spaziergang über den Platz stets mehrere WLAN-Kennungen von GigaCubes zu empfangen. In Schleswig-Holstein stieg das Datenvolumen, das Vodafone-Kunden während der Sommerferien mit dem mobilen Router "versurften" um 56 Prozent an. Vor allem auf den Ferieninseln war der Effekt enorm. Auf Fehmarn (160 Prozent Anstieg) und Sylt vervielfachten sich die Datenmengen (130 Prozent Anstieg) um mehr als das doppelte.

Für den Netzbetreiber bedeutet diese Entwicklung aber auch, dass die Kapazität der Netze entsprechend nachgeführt werden muss. Da es sich beim Mobilfunknetz um ein Shared Medium handelt, teilen sich alle Kunden in einer Mobilfunkzelle die Kapazität derselben. Kommen nun viele stationäre Endgeräte mit LTE zum Einsatz, die Daten übertragen, verlangsamt sich auch die Datennutzung der Smartphone-Kunden, die nur auf der Durchreise sind.



Quelle: Vodafone | Bildquelle kleines Bild: Vodafone | Autor: Thorsten Neuhetzki
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