Vodafone: 180 Millionen Euro für Niedersachsens Gigabit

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Vodafone Netzausbau Symbolbild
Bildquelle: Vodafone
"Gigabit für alle bis 2025" ist das Credo, das zahlreiche Parteien und Verbände seit geraumer Zeit ausrufen. Vodafone und das Land Niedersachsen haben nun einen Schritt dafür getan, dass das auch so kommen kann. Vodafone will in dem Flächenland, das auch einen starken lokalen Anbieter hat, 180 Millionen Euro zusätzlich in die Hand nehmen und das Netz ausbauen.

Unter dem Titel „Niedersachsen wird Gigabit-Land“ sind Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter und Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann eine Allianz für eine Digitalpartnerschaft eingegangen, die die Digitalisierung Niedersachsens entscheidend voran bringen soll. Neben strategischen Zielen sind nach Angaben von Vodafone auch konkrete Maßnahmen vereinbart worden, um gigabitfähige Breitbandnetze zu schaffen und die Mobilfunkversorgung in allen Teilen des Landes spürbar zu optimieren.

DOCSIS 3.1 für alle Haushalte

Einen Teil der Maßnahmen hatte Vodafone für sich schon im Vorfeld festgelegt: Den Ausbau des eigenen Kabelnetzes mit DOCSIS 3.1. Dieser soll nun in dem Land bis 2022 abgeschlossen sein. 2,5 Millionen Haushalte können damit schnelle Anschlüsse bekommen, wenn Vodafone das Netz entsprechend verdichtet.

Darüber hinaus wird Vodafone zusätzliche Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur auslösen, versprach der Anbieter. „Wir planen derzeit mit mindestens 180 Millionen Euro im Flächenland Niedersachsen. Das betrifft neben den Privathaushalten auch Schulen und Gewerbegebiete sowie eine deutliche Verbesserung des Mobilfunknetzes. Hierbei zielen wir auch auf die bessere Versorgung von Autobahnen und ICE-Strecken ab“, so Hannes Ametsreiter zu den Ausbauplanungen.

Funköcher sollen gestopft werden

Die Partnerschaft mit dem Land sieht auch vor, dass Vodafone Standort-, Technik- und Ausbauplanungsdaten an das landeseigene Breitband-Kompetenzzentrum übermittelt,. Dort sollen unter Einbeziehung der anderen Mobilfunkbetreiber Funklöcher präzise ermittelt und eine Verbesserung herbeigeführt werden. Vodafone sagt zu, bis 2020 in Niedersachen etwa 700 Mobilfunk-Standorte neu zu errichten oder um LTE zu erweitern. An Autobahnen will man mobile Sender aufbauen bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Niedersachsen und Vodafone haben eine Reihe weiterer Verabredungen getroffen. Diese reichen über den Einsatz neuer Tiefbau-Technologien wie Nano-Trenching bis hin zu Pilotvorhaben beim kommenden Mobilfunkstandard 5G.

Wie viele Haushalte in der Fläche Vodafone neu mit dem Kabelnetz erschließen wird, ist unklar. Niedersachen verfügt mit EWE Tel jedoch auch über einen sehr großen regionalen Anbieter, der ebenfalls viel Geld investiert. Zusammen mit der Telekom will EWE Tel zwei Milliarden Euro investieren.

DOCSIS 3.1: So wird das Kabelnetz zum Gigabit-Netz

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