Vivo V11 vorgestellt: AI und ein Fingerabdruck-Sensor im Display

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Das Vivo V11
Bildquelle: Vivo
Vivo hat mit dem Vivo V11 ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt, bei dem zwei Dinge direkt auffallen: Das Display hat eine Mini-Notch für die Kamera und einen in das Display integrierten Fingerabdrucksensor. Vor allem letzteres findet sich im Markt bisher kaum, nun überholt ein kleiner Hersteller die etablierten mit diesem Feature auf der rechten Spur.

Das neue Smartphone der V-Serie kommt mit einer AI-Kamera. Wie auch bei anderen Kameras mit AI-Unterstützung soll sie dem Nutzer dabei helfen, perfekte Bilder zu machen, die Situation zu erkennen und die Kamera richtig einzustellen. Vor allem bei schwacher Beleuchtung oder Sonnenuntergängen will Vivo diese Technik als Trumpf ausspielen. Ein weiteres Charakteristikum der AI-Aufnahmefunktionen sei die AI-Umgebungserkennung, die verschiedene Objekte, Elemente und Szenen identifizierten soll. Die soll dann speziell angepasste Erweiterungen anwenden um einem Foto den „perfekten Touch“ zu geben.

Halo-FullView-Display – so bezeichnet Vivo selbst das Design des 6,41-Zoll-FHD-Super-AMOLED-Displays (2.340 x 1.080 Pixel), das mit einer minimalen Notch-Ausbuchtung am oberen Rand auskommt. Auch die Farben haben mit Starry Night und Nebula nicht nur besondere Namen, sondern zeichnen sich auch noch durch einen Farbverlauf aus. Das Body-to-Screen-Verhältnis lieg bei 91,27 Prozent. Das Handy selbst ist 157,91 x 75,08 x 7,9 mm groß und 156 Gramm schwer.

Das V11 verfügt über eine rückseitige Dual-Kamera (12+ 5 Megapixel) mit f/1,8-Blende sowie eine Frontkamera mit gewaltigen 25 Megapixeln. Die 12-Megapixel-Kamera auf der Rückseite verfügt nach Vivo-Angaben über Dual-Pixel-Sensoren mit 24 Millionen lichtempfindlichen Einheiten für höhere Empfindlichkeit. Außerdem soll eine DSLR-Standard-Dual-Pixel-Autofokus-Technologie unterstützt werden, die den Brennpunkt in nur 0,03 Sekunden fixieren kann.

Frontkamera mit 25 Megapixeln und viel AI-Technik

Die 25-Megapixel-Kamera verspricht perfekte Selfies. Unterstützt werden soll sie von einer AI-Face-Shaping-Technologie mit einem AI-Algorithmus zur Gesichtsmodellierung. Diese Technik soll individuelle Merkmale zu den Gesichtszügen hinzufügt und damit „ästhetische und gleichzeitig natürliche Selfies“ schaffen, verspricht der Hersteller. Ob damit allerdings jeder zu einem Foto-Modell werden kann, darf mit Recht bezweifelt werden. Auch beim Licht soll die Vivo-AI-Technik das Selfie schöner machen. Sie soll verstehen, wie das Gesicht beleuchtet ist und entsprechend agieren. Zum Beispiel soll das Handy-System Anweisungen erteilen, wie das Telefon optimal gehalten werden muss, damit die Aufnahme gelingt.

Im Inneren hat Vivo den Qualcomm Snapdragon 660 AIE mit 6 GB RAM + 128 GB ROM verbaut. Das ist nicht gerade ein Highend-Chip, sollte für ein Mittelklasse-Handy allerdings ausreichen, sofern er mit den AI-Anforderungen nicht überfordert ist. Als Betriebssystem kommt die eigene Oberfläche Funtouch OS 4.5 (basierend auf Android 8.1 Oreo) zum Einsatz. An Schnittstellen werden USB 2.0 und Bluetooth 5.0 genannt. An Positionierungssystem hat man sich bei Vivo dazu entschlossen, nur einen GPS-Chip einzubauen. Galileo oder Glonass fehlen. Angaben über die verwendeten Mobilfunk- und WLAN-Standards macht Vivo nicht. Der verwendete Chip lässt jedoch den Rückschluss zu, dass WLAN 802.11 ac und LTE mit bis zu 600 MBit/s im Downstream unterstützt werden. Der Akku hat eine Kapazität von 3.400 mAh.

Vivo V11 in der Farbe Nebula
Bildquelle: Vivo

Highlight: Integrierter Fingerabdruck-Sensor

Das V11 ist das erste Modell der V-Serie mit In-Display-Fingerabdruck-Scan. Auch sonst lässt dieses Feature bei vielen Herstellern noch auf sich warten. Der integrierte Sensor eliminiert die sichtbare Schaltfläche für den Fingerabdruck. Es geht beim vivo V11 aber auch ohne Fingerabdruck: Die Gesichtserkennung wird durch den Einsatz von Infrarotlicht verbessert. 1.024 Gesichtspunkte werden bei einer Gesichtserkennung gescannt.
Zunächst einmal ist das Handy nur in Thailand und Indien zu haben. Vivo spricht aber davon, dass das Gerät für die internationalen Märkte gedacht ist, ohne jedoch konkret Europa oder gar Deutschland zu erwähnen. Die Tatsache, dass es eine deutsche Pressemitteilung zu dem Gerät gibt, macht einen offiziellen Verkauf hierzulande jedoch zumindest wahrscheinlich. Zum Preis gibt es demnach hierzulande noch keine Angaben, in Thailand soll das Smartphone für umgerechnet weniger als 300 Euro auf den Markt kommen.

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