Innogy Smarthome: Neue Zentrale, Medion-Unterstützung und IFTTT

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Innogy bringt eine neue Zentrale auf den Markt
Bildquelle: inside handy / Thorsten Neuhetzki
Der Smarthome-Anbieter Innogy öffnet sich für weitere Dienste und Hersteller. Künftig kann nicht nur If-This-Then-That (IFTTT) genutzt werden, sondern über eine neue Smarthome-Zentrale erhalten auch neue Funkstandards Einzug. Durch eine Kooperation mit Medion lassen sich über diese neue Zentrale auch zahlreiche weitere Endgeräte implementieren.

Die neue Zentrale wurde in Kooperation mit Medion entwickelt. Mit ihr lassen sich mit der gleichen Zentrale in Zukunft sowohl Innogy- als auch Medion-Smart-Home-Geräte steuern. Primär will Innogy mit der neuen Zentrale, die ab Anfang 2019 zu haben sein soll, Neukunden ansprechen. Doch auch Bestandskunden können wechseln und ihre bestehenden Smarthome-Geräte weiter nutzen. Die Vorteile neben der Möglichkeit, die Medion-Endgeräte einzubinden: Eine kürzere Reaktionszeit und eine höhere Leistungsfähigkeit. Das gilt auch für die optimierte App, teilt Innogy mit. Doch eine Kröte müssen Bestandskunden schlucken: Zwar lässt sich das bestehende Innogy-Konto weiter nutzen, doch alle Regeln, die das Smarthome automatisch steuern, müssen neu angelegt werden. Man habe sich gegen eine automatische Übernahme entschlossen, da diese zu viele Fehler produzieren könne, so Innogy auf Nachfrage von inside handy.

Die neue Zentrale kann über vier USB-Anschlüsse und entsprechenden Dongles um weitere Protokolle erweitert werden. So werden der neueste Bluetooth-Standard, WLAN, CoSIP, Lemonbeat oder wMBus unterstützt. Diese Multiprotokollfähigkeit sei die ideale Voraussetzung für die künftige Einbindung neuer Gerätewelten in die Innogy-Plattform. Weitere Neuerung: Die Zentrale muss nicht mehr dauerhaft per LAN am Router angeschlossen sein. Lediglich die Inbetriebnahme erfolgt per LAN, danach kann die Zentrale frei in der Wohnung platziert werden und kommuniziert per WLAN.

Smart-Home-Produkte von Medion für die neue Zentrale

Gleich acht neue Medion-Geräte erweitern in Zukunft die neue Innogy-SmartHome-Plattform. Neu sind etwa eine LED-Leuchte, eine Innenraum-Wetterstation und ein Erschütterungssensor, die allesamt bisher nicht im Innogy-Portfolio vorhanden waren. Tür-/Fenster-Kontakte, smarte Zwischenstecker, Heizkörperthermostate, Rauchmelder sowie Bewegungsmelder für Innen werden ebenfalls bei Medion im Angebot sein. Sie lassen sich mit dem vorhandenen Produktportfolio vernetzen und mit der Innogy-SmartHome-App steuern. Die Innogy-SmartHome-Zentrale der zweiten Generation wird ab Januar 2019 zum Preis von 149,95 Euro im Handel verfügbar sein.

IFTTT wird ab sofort unterstützt

IFTTT steht für If-This-Then-That, ein Tool, mit dem verschiedene Aktoren und Reaktoren miteinander verbunden werden können. Auch Innogy ist auf der Plattform nun vertreten. Nach Angaben des Smarthome-Dienstes ist es damit möglich, den eigenen Google-Kalender mit den smart gesteuerten Rollläden zu verknüpfen und sie an Feiertagen später hochfahren lassen. Auch eine Lokalisierung des Nutzers ist möglich. So kann die Alarmanlage automatisch aktiviert werden, wenn der Nutzer die Wohnung verlässt. Einen eigenen Geofencing-Dienst hatte Innogy vergangenes Jahr angekündigt. Doch wie Innogy gegenüber inside handy auf der IFA in Berlin mitteilte, entspricht der eigene Dienst noch nicht den Anforderungen, so dass nicht damit zu rechnen ist, dass dieser zeitnah erscheint.

Um die neue IFTTT-Funktion zu nutzen, müssen SmartHome-Kunden sich zuerst die IFTTT-App für Android oder iOS auf ihr Smartphone laden. Anschließend muss ein kostenloses IFTTT-Benutzerkonto mit dem Innogy-SmartHome-Benutzerkonto verbunden werden. Ist das erfolgt, sollen Nutzer auch eigene Applets erstellen können. Programmierkenntnisse sind für IFTTT nicht erforderlich, Englischkenntnisse hingegen schon.

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