Neffos P1: Konzept-Smartphone mit integriertem Projektor vorgestellt

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Neffos P1
Bildquelle: TP-Link
Im Rahmen der Internationalen Funkausstellung werden unter anderem auch zahlreiche neue Smartphones präsentiert. Diese haben zwar durchaus ihre Stärken und Schwächen, wirklich außergewöhnliche Technologien findet man hier allerdings eher selten. Auf das neue Neffos-P1-Handy von TP-Link trifft dies jedoch nicht zu.

Auf den ersten Blick scheint es sich bei dem Konzept-Smartphone Neffos P1 um einen durchschnittlichen Ableger seiner Gattung zu handeln. Das Handy hat ein mittelgroßes 5,5-Zoll-Display, eine normale Full-HD-Auflösung mit einer Pixeldichte von 401 ppi und eine durchschnittliche Größe – das Gerät ist lediglich minimal breiter und schwerer als andere Mobiltelefone. Als ein Durchschnittsmodell darf das Smartphone jedoch nicht abgestempelt werden, denn im Inneren verbirgt sich neben dem Mediatek-MT6750-Chip mit acht Kernen und einer maximalen Taktfrequenz von 1,5 GHz auch unerwartete Hardware – ein voll funktionsfähiger Laser-Projektor. Dank dieses Extra-Bauteils soll das Handy wie ein handelsüblicher Beamer genutzt werden können – und zwar wie ein guter, wenn man TP-Link Glauben schenken mag.

Das kann der Smartphone-Projektor

Mit dem Neffos P1 soll sich ein Bild von bis zu 200 Zoll auf die Wand projizieren lassen, wobei ein Abstand von 1,8 Metern einer Diagonale von 70 Zoll entspricht. Dafür, dass das laufende Video nicht zwischenzeitlich unterbrochen werden muss, sorgt der 4.040-mAh-große Akku. Damit soll das Gerät bis zu vier Stunden lang kontinuierlich ein Bild projizieren können. Das Bild selbst soll dabei dank der MEMS-Lasertechnologie (Mikro-Elektro-Mechanisches-System) über einen erweiterten Farbraum verfügen und 150 Prozent des NTSC-Farbraums unterstützen. Im Vergleich dazu beträgt der Farbraum eines LCD-Fernsehers laut TP-Link nur 60 Prozent. Das Kontrastverhältnis soll indes 5.000:1 betragen.

Neffos P1

Mehr Beamer als Smartphone

Abseits der Projektor-Technologie siedelt sich das Neffos P1 in der Smartphone-Mittelklasse an. Dies lässt sich unschwer an den technischen Daten des Geräts ablesen. In einigen Bereichen hat das Handy allerdings auch große Nachteile im Vergleich zur Konkurrenz. So sind die Gehäuse-Ränder weiterhin recht groß, was nicht zuletzt an dem nun veralteten 16:9-Format liegt. Darüber hinaus scheint TP-Link auf das ebenso in die Jahre gekommene Google-Betriebssystem Android 7.0 Nougat setzen zu wollen. Kein sonderlich guter Schachzug, wenn man bedenkt, dass vor Kurzem bereits die neunte Version, Android 9 Pie, das Licht der Welt erblickt hat.

Technische Daten in der Übersicht:

  • Gehäuse: 153,06 x 75,64 x 10,28 Millimeter
  • Gewicht: 204 Gramm
  • Display: 5,5 Zoll, 1.080 x 1.920 Pixel, IPS, 401 ppi
  • Prozessor: Mediatek MT6750, acht Kerne, bis zu 1,5 GHz
  • Speicher: 64 GB (intern, erweiterbar), 4 GB Arbeitsspeicher
  • Kamera: 13 Megapixel (hinten), 8 Megapixel (vorne)
  • Akkukapazität: 4.040 mAh
  • LTE: Cat 4
  • WLAN: 802.11 b/g/n, 2,4 GHz
  • Dual-SIM: Mirco-SIM
  • Fingerabdrucksensor: ja
  • Betriebssystem: Android 7.0 Nougat

Entscheidung über Serienproduktion noch nicht gefallen

Obwohl ein Beamer-Smartphone recht interessant ist, ist es nicht das erste Mal, dass ein Projektor in ein Handy integriert wurde. Vor knapp einem Jahr hat beispielsweise der Hersteller Allview ein entsprechendes Gerät auf den Markt gebracht, das Allview X4.Trotzdem zeigt sich Markus Kohlstock, Manager bei TP-Link Deutschland, zuversichtlich: „Uns ist sehr wohl bewusst, dass es das Konzept eines „Projector-Phones“ in der Vergangenheit bereits gegeben hat. Wir glauben aber stark daran, dass der Markt jetzt bereit ist für das P1 sowie seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im Beruflichen und Privaten. Die IFA werden wir nutzen, um mehr Kunden-Feedback einzuholen und dann zu entscheiden, ob aus der Konzeptstudie ein Serienmodell wird.“

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