Blackberry KEY2 LE im Hands-On: Weniger Business, mehr Mittelklasse

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Blackberry KEY2 LE Titelbild Handy
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Gleicher Name, aber weniger Ausstattung: Handy-Hersteller TCL möchte das Tasten-Smartphone Blackberry KEY2 auch in einer günstigeren Preiskategorie anbieten und hat deshalb eine Light Edition ("LE") seines aktuellen Flaggschiffes angekündigt. Wo beim neuen Modell gespart wurde und ob das Blackberry KEY2 LE seinen Namen zurecht trägt, erklärt das folgende Hands-On.

Die Absicht von Blackberry Mobile ist klar: Man wollte die aktuelle KEY-Generation Nutzern mit weniger Budget anbieten, ohne den Kern des Smartphones zu sehr zu verändern. Dafür setzt man auf eine kostengünstige Variante des eigenen Flaggschiffes, das aber an den wichtigsten Stellen keine Kompromisse eingeht. So besitzt das Blackberry KEY2 LE immer noch eine Hardware-Tastatur und der Bildschirm ist mit 4,5 Zoll sowie einem 3:2-Format ungewöhnlich geformt. Weiterhin kommen noch eine Dual-Kamera sowie zwei Spezialtasten und ein Fingerabdruck-Sensor in der Spacebar zum Einsatz.

Wo hat Handy-Hersteller TCL also gespart? Unter anderem beim Design und der Verarbeitung des Gehäuses: Anstatt Metall kommt vermehrt Plastik zum Einsatz. Aber auch die Rückseite wurde leicht verändert: Im Inneren des Handys wurde ebenfalls abgespeckt. So wird mit dem Snapdragon 636 von Qualcomm ein schwächerer Prozessor sowie mit 4 GB Arbeitsspeicher weniger RAM verwendet. Auch die Dual-Kamera und der Akku sind qualitativ schlechter.

  Blackberry KEY2 LE
 
Blackberry KEY2 LE
Display 4,5 Zoll, 1.080 × 1.660 Pixel
Betriebssystem-Version Android 8.1 Oreo
Prozessor Qualcomm Snapdragon 636
Octa-Core 1,8 GHz
RAM 4 GB
interner Speicher 32 / 64 GB
MicroSD ja (256 GB)
Kamera vorne/hinten 13 + 5 MP (Dual Kamera)/
8 MP 
Fingerabdruckscanner ja
Akku 3.000 mAh
USB-Port USB Typ-C
IP-Zertifizierung
Abmessungen (mm) 150,25 × 71,8 × 8,35
Farben Schwarz, Gold, Rot
Einführungspreis 399 Euro / 429 Euro
Aktueller Marktpreis Marktstart im September

Das Blackberry KEY2 LE im Hands-On

Nutzer, die einige Minuten mit dem neuen Tasten-Handy verbringen, bemerken recht schnell einen qualitativen Unterschied zwischen dem KEY2 LE und dem aktuellen Blackberry Flaggschiff. Besonders auffällig ist das auf der Rückseite, die aufgrund ihres neuen Musters, günstigeren Materialien und kleinen Veränderungen beim Design nicht so gelungen ist wie noch beim KEY2. Im Gegensatz zum Vorgänger fühlte sich das rückseitige Gummi bei der LE-Version eher billig an.

Ein weiteres Problem, dass jedoch subjektiv sein kann, ist die Größe der Keyboard-Tasten. So waren die Buttons der Tastatur nicht so schön groß wie beim Vorgänger. Aufgrund des verbauten Plastiks fühlte sich das Handy auch wesentlich leichter an. Das kann man mögen, ist generell aber ein Phänomen, das eher bei Handys von minderer Qualität auftritt.

Blackberry KEY2 LE – Hands-On

Abseits dieser direkten Kritikpunkte befinden sich Design und Verarbeitung des Blackberry KEY2 LE aber auf einem hohen Niveau. Tasten, Elemente und vor allem das Keyboard sind wieder wunderbar gefertigt. Viele positive Aspekte wie die Neigung der Tasten oder die geriffelte Oberfläche des Power-Schalters wurden auch beim abgespeckten KEY2 übernommen. Trotz des leichteren Gewichts liegt die LE-Version gut in der Hand – gummierter Rückseite sei Dank.

Wie auch schon der Vorgänger geht das KEY2 LE problemlos als modisches Accessoire durch. Dank der neuen, teilweise sehr intensiven Farben (Schwarz, Gold und Rot) dürfte das neue Blackberry vor allem ausgefallenere Geschmäcke bedienen. In Kombination mit dem reduzierten Gewicht und den kleineren Tasten drängt sich die Vermutung auf, TCL wolle mit dem KEY2 LE vor allem Frauen als mögliche Kunden ansprechen.

Das Blackberry KEY2 LE im Test

Abseits des ersten Eindrucks bleibt zu fragen: Wie und wo kann das Handy noch überzeugen? Einerseits hat der Bildschirm immer noch mit riesigen Balken an allen Seiten zu kämpfen. Andererseits verspricht der Hersteller neue Features wie mehr Funktionen für die Komforttaste, App-Klonen oder eine stark verbesserte Akkulaufzeit. Ob Blackberry Mobile und TCL diesen Anspruch aufrechterhalten können und wirklich eine „Huldigung an das Keyboard“ sind, wird der Test von inside handy zeigen.

Das Blackberry KEY2 im Test: Der Business-Instagram-Hipster

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