Ultimate Ears Boom 3 und Megaboom 3: Lautsprecher im Hörtest

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Bildquelle: Marina Ebert / inside handy
Das US-Amerikanische Unternehmen Ultimate Ears bringt pünktlich zur IFA zwei neue, transportable Lautsprecher auf den Markt. Mit den Modellen BOOM 3 und MEGABOOM 3 wird die nächste Generation der populären und preisgekrönten Bluetooth-Lautsprecher vorgestellt. Sie sollen ein robustes, farbenfrohes Design und einen verbesserten Klang mit sich bringen. Im Hörtest klärt sich auch, was es mit dem magischen Knopf auf sich hat.

Auf der IFA in Berlin zeigen die Hersteller ihre Neuheiten, sowohl der Presse und den Fachleuten sowie im Anschluss allen Messebesuchern. Auch Ultimate Ears hat seine Produkt-Reihe mit neuen Bluetooth-Lautsprechern erweitert. Sowohl die Boom- wie auch die Megaboom-Reihe beinhaltet nun einen neuen Bluetooth-Speaker mit der Bezifferung 3. Auf der IFA 2018 konnte ein erster Eindruck von den beiden neuen Modellen gewonnen werden.

Design und Verarbeitung

Die Form der Lautsprecher Boom und Megaboom 3 hat sich im Vergleich zu der zweiten und ersten Generation nicht verändert. Das Material besteht wie üblich aus Stoffen für Motorradjacken und Feuerschutzkleidung, ist jedoch nicht rau. Natürlich setzt der Hersteller auch weiterhin auf sein Markenzeichen mit dem Plus- und Minus-Zeichen zur Volumensteigerung in der Front. Die Druckpunkte der Volumensteuerung haben sich verbessert. Diese sind jedoch nicht mehr auf einem Steg untergebracht, denn das neue Design sieht diesen ab sofort auf der Rückseite vor. Dank ihres neuen Äußeren liegen die Lautsprecher auch besser in der Hand.

Praktischerweise ist im neuen Steg der micro-USB-Slot zum Aufladen und eine Lasche zum Aufhängen untergebracht. Beides befindet sich bei den älteren Modellen an der Unterseite. Bei den Lautsprechern der dritten Generation befindet sich dort nur noch der Ladeanschluss, für diejenigen die auf eine extra Power-Up-Station zurückgreifen. Die Ladekabelanschlüsse sowohl an der Rück- wie auch an der Unterseite sind bei den neuen Modellen auch dann wasserfest, wenn die Schutzkappe nicht geschlossen ist.

Ultimate Ears Boom 3 und Megaboom 3 im Hands-On

In Sachen Robustheit lässt sich Ultimate Ears nicht lumpen und schützt erneut seine Modelle vor Wasser, Stößen und Staub. Offiziell wird das Ganze dann per IP67-Zertifizierung. Die Besonderheit bei der dritten Generation wird deutlich, wenn die Lautsprecher im Wasser landen. Denn im Gegensatz zu den anderen Produkten der Reihen gehen sie nicht unter, sondern schwimmen an der Oberfläche. Ultimate Ears verbaute die Schwimmfunktion bereits in der kleinen runden Wonderboom. Jetzt sind die Boom 3 und die Megaboom 3 deutlich geeigneter für eine Poolparty und den Sommertag am See, als noch ihre Vorgänger.

Ultimate Ears setzt bekanntlich auf zahlreiche Farbvarianten. Bisher gibt es die Boom 3 und die Megaboom 3 jedoch nur in vier Farben. Dazu zählt das klassische Schwarz, Blau, Rot sowie eine lilafarbene Version. Alle Versionen schillern angenehm im Licht oder der Sonne. Im November sollen allerdings noch weitere Farben das Portfolio ergänzen. Ein farblich passender Karabiner gehört allerdings immer noch nicht zum Zubehör.

Magic Button – Musik auf Knopfdruck

Die größte Neuheit im Design befindet sich jedoch an der Oberseite. Dort verbaut Ultimate Ears einen neuen runden Knopf, denn der Hersteller als „Magic Button“ bezeichnet. Damit lassen die Boom 3 und die Megaboom 3 nun auch Musiksteuerung ganz ohne Smartphone zu. Ein doppeltes Drücken auf den „Magic Button“ führt so zum Beispiel zum nächsten Lied der Playlist, ebenso lässt sich damit die Musikwiedergabe pausieren und starten.

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Bildquelle: Marina Ebert / inside handy

Doch das wirklich magische daran ist, dass ein langes Drücken direkt zur Wiedergabe von der Lieblingsplaylist führt, sogar wenn der Lautsprecher vorher ausgeschaltet war. Also die Funktionen: Einschalten, verbinden und Playlist starten auf einen Knopfdruck. Dafür müssen jedoch vorher Playlists festgelegt werden – und da liegt bisher der Knackpunkt. Denn die Boom 3 und die Megaboom 3 unterstützen aktuell nur Apple Music und Deezer. Spotify- und Amazon Prime Music-Kunden gehen vorerst leer aus, doch der Hersteller will künftig weitere Streaming-Dienste ergänzen. Der Magic Button ist tatsächlich praktisch, denn nach dem erfrischenden Sprung in den Pool muss nicht mit nassen Fingern das Smartphone zur Hand genommen werden. Ein erneutes langes Drücken führt zur nächsten Playlist. Jedoch bieten die Ultimate-Ears-Blast-Modelle Amazon Alexa, sodass dort Sprachbefehle zur Steuerung genutzt werden können.

Klang

Auch klanglich hat sich etwas getan. Doch zuerst zu altbekanntem: Ultimate Ears setzt bei seiner Dreier-Reihe erneut auf 360-Grad-Sound. Er ist besonders unterwegs sehr praktisch, weil der Lautsprecher nicht in eine bestimmte Richtung positioniert werden muss. Dennoch hat UE an der Klangqualität geschraubt. Die Bässe sind kraftvoll und die Höhen klarer. Die Lautstärke bleibt auf dem Level der alten Generationen, doch schon die Megaboom 2 punktete mit hoher Lautstärke. Damit die Musikwiedergabe auch lange genossen werden kann, setzt Ultimate Ears auf starke Akkus. Laut dem Hersteller hält die Boom 3 ganze vierzehn Stunden durch und die Megaboom 3 sogar bis zu zwanzig Stunden. Die neue passende und kostenlose App bietet zudem mehr Einstellungen, um die Musikwiedergabe individuell anzupassen. Zusätzlich lassen sich über die App die Lautsprecher miteinander koppeln – und zwar alle Modelle der Reihe.

Preis und Verfügbarkeit

Wen die neuen Lautsprecher der Ultimate-Ears-Familie begeistert haben, der muss sich nicht mehr lange gedulden. Denn laut dem Hersteller sind die Boom 3 und die Megaboom 3 voraussichtlich ab September erhältlich. Auch die Preise wurden bereits bekanntgegeben. Die Ultimate Ears Boom 3 kostet knapp 150 Euro und die größere Megaboom 3 wird für rund 200 Euro zu haben sein. Zudem bietet Ultimate Ears wie üblich Zubehör in Form einer Ladeoption an. Die Power-Up-Ladestation liegt preislich bei rund 40 Euro.

Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass sich die Ultimate-Ears-Neuheiten in jeder Hinsicht verbessert haben. Beim Design sind der Micro-USB-Anschluss und die Befestigungslasche sehr viel praktischer positioniert. Der neue Magic Button ermöglicht das Steuern ohne Smartphone, die neue App bietet mehr Einstellungen und die Soundqualität hat sich verbessert. Diesen positiven ersten Eindruck unterstützt zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis, denn die beiden Modelle sind günstiger, als ihre Vorgänger.

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