Vodafone Red+ Kids: Handy-Vertrag mit Grenzen

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Bildquelle: Vodafone
Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone hat aktuell einen Tarif für Kinder herausgebracht. Eltern können hierbei ihren Kindern zu Schulbeginn eine Zusatzkarte geben, die Eltern eine Standleitung ermöglicht, sowie zuverlässigen Schutz im Netz bietet. Der Tarif wurde dabei in Zusammenarbeit mit der EU-Initiative Klicksafe und dem Jugendschutzprogramm Jusprog entwickelt.

Ab einem bestimmten Alter kann es sinnvoll sein, seinem Kind ein funktionsfähiges Handy zu geben. Einen vollwertigen Vertrag trauen die meisten Eltern ihren Kindern erstmal aber nicht zu. Bislang boten PrePaid-Karten Kindern ein vordefiniertes Kontingent an. Leider musste man hierzu jedoch erstmal passende Apps finden, welche die Sicherheit des Surfverhaltens der Kinder gewährleisteten. Vodafone will nun jedoch eine andere Option bieten. Mit dem Red+-Kids-Tarif soll der Mobilfunkstart für Kinder altersgerecht gestaltet werden und Eltern die Sorgen nehmen. So können Eltern einen Inhalte-Filter zum Schutz vor jugendgefährdenden Internet-Seiten oder Surf-Zeiten für das Handy der Kinder einrichten.

Schultornister, Schultüte und Smartphone

Ein Smartphone mit uneingeschränkten Funktionen ist für Kinder unter zwölf Jahren nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Altersgerechten Schutz bieten einige App-Hersteller bereits an, doch hinsichtlich Kosten und mobile Datennutzung konnten Eltern nur schwer Einfluss nehmen. Über die MeinVodafone-App können Eltern jedoch nun nicht nur flexibel Datenvolumen zuteilen, sondern auch individuelle Sicherheitsfeatures einstellen. Filtersoftware von Jusprog sorgen dabei zum Beispiel dafür, dass Kinder nicht über ihre Altersgrenze hinaus Inhalte konsumieren. Online-Auszeiten können definiert werden. Bezahldienste sowie In-App-Käufe können zudem blockiert werden. Die Kontrolle der Mobilfunkkosten kann somit von den Eltern reguliert werden. Die zusätzliche Kinderkarte kostet dabei 10,99 Euro pro Monat und kann im Vodafone Red-Tarif regulär hinzu gebucht werden. Auf der Website von Vodafone werden außerdem verschiedene Smartphones angeboten, die für zusätzliche fünf Euro pro Monat erworben werden können. Wer mehr über den Vodafone-Tarif in Erfahrung bringen möchte, kann sich unter der Website des Anbieters informieren. Auch ein Telefonservice steht hierfür bereit.

Probleme in der Schule durch Handynutzung

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ermittelte in einer Studie, dass mittlerweile jedes dritte Kind im Alter zwischen acht und neun Jahren ein eigenes Handy besitzt. Die Problematik besteht oftmals darin, dass Kinder in diesem Alter noch nicht wissen, wie sie mit dem Smartphone umgehen müssen. Die Kosten für SMS, Telefonie und Datenvolumen steht für die meisten Kinder dabei in keiner Relation. Deshalb ist es neben einem altersgerechten Vertrag wie PrePaid oder Partner-Tarifen wichtig, dass Kinder den Umgang mit dem Smartphone lernen. Es ist dabei nicht nur wichtig, Grenzen aufzuzeigen, sondern auch ein Verständnis für die Zusammenhänge der Mobilfunk- und Internetwelt zu schaffen. Experten raten meist davon, Kindern erst mit 12 Jahren ein Smartphone zu geben. Dies ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Die eigenen Kinder sollen immerhin den Umgang mit der modernen Technik frühzeitig lernen. Denn auch in der Schule, als auch im sozialen Umfeld wird der Umgang mit digitalen Medien immer wichtiger. Außerdem sollen Kinder, als auch Eltern, im Notfall erreichbar sein. Diese Faktoren erschweren es, dem pädagogischen Rat der Experten nachzukommen.

Aus diesem Grund ist es die Aufgabe der Eltern den Kindern das bestmögliche Umfeld zur eigenen Entwicklung in Bezug auf digitale Medien zu schaffen. Vor dem Problem, dass Inhalte über drahtloses Bluetooth und WLAN-Anschlüsse der Mobiltelefone heruntergeladen werden können, stehen dabei ebenfalls viele Eltern. Diese Verbindungen können zwar einfach deaktiviert, doch in vielen Fällen genauso einfach reaktiviert werden. Verschiedene Apps bieten hierbei Unterstützung für Eltern an. Empfehlenswert ist grundlegend jedoch, dass Eltern mit ihren Kindern zur Vermittlung des Hintergrundwissens, ebenso feste Regeln und Zeiten zur Handynutzung vereinbaren. In der Kirche, im Krankenhaus oder im Schulunterricht sollte das Handy zum Beispiel tief in der Tasche vergraben werden und gegebenenfalls ausgeschaltet sein. Bei Gesprächen ist die Nutzung des Handys ebenso ein gesellschaftliches No-Go.

Sobald Kinder älter werden und mit der Mobilfunkwelt einigermaßen vertraut sind, eignet sich meistens der nächste Schritt. Hersteller wie Vodafone bieten dann auch hier verschiedene Young-Tarife an, welche die Nutzungsmöglichkeiten der Handys für Jugendliche meist nur noch bedingt einschränken.

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