Behinderung des Breitband-Ausbaus: Telekom äußert sich zu den Vorwürfen

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Breitband-Ausbau in Deutschland
Bildquelle: Deutsche Telekom
Vor einigen Wochen hat Spiegel Online berichtet, dass die Bundesregierung das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze ändern möchte, um sogenannte Mitverlegungen zu verhindern oder besser kontrollieren zu können. Nun hat die Deutsche Telekom die eigene Sicht der Dinge vorgestellt.

Die Grundproblematik, die für die aktuellen Meinungsdifferenzen verantwortlich ist, ist recht simpel. Laut dem Paragraf 77i (Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze) ist es Telekommunikationsunternehmen gestattet, bei Bauarbeiten wie beispielsweise dem Bau eines Abwasserkanals, ein eigenes Kabel gegen eine Beteiligung an den Kosten mit zu verlegen. Diese Praxis sehen viele kommunale Unternehmen allerdings kritisch, denn während diese mühsam die Kosten auftreiben und das Projekt planen, wirft die Deutsche Telekom schlicht ein eigenes Kabel rein und beteiligt sich somit an dem Gewinn.

Die Telekom sieht dies allerdings etwas anders. Demnach setze das Unternehmen nicht auf eine Doppelverlegung, sondern auf Kooperationen. Davon sollen derzeit bereits über 5.000 existieren. Weiterhin behauptet die Telekom, es würden immer dieselben drei Beispiele genannt werden, „obwohl derzeit an tausenden Baugruben in ganz Deutschland gebuddelt wird“.

Diese Vor- und Nachteile entstehen für den Endverbraucher

Während kommunale Unternehmen den Paragraf 77i kritisieren, werden solche Äußerungen von der Telekom als „Gut-gegen-Böse-“ und „David-gegen-Goliath“-Geschichten abgestempelt. Die eigentliche Erklärung ist laut dem Unternehmen einfacher. Die Kommunen und Stadtwerke hätten Glasfasernetze als neue Monopolgeschäfte für sich entdeckt.

Für den Verbraucher bedeutet die aktuelle Vorgehensweise unterm Strich, dass es mehr Netze und mehr Wahlmöglichkeiten gibt. Zunächst erscheint eine doppelte Kabel-Verlegung mit einmaligen Kosten also durchaus sinnvoll. Auf der anderen Seite könnte diese Vorgehensweise den Glasfaserausbau bremsen, da sich solche Ausbauprojekte für kleine Unternehmen und Kommunen womöglich nicht mehr lohnen.

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