Sony Xperia XZ3 Hands-On: Rasant durch den Benchmark-Test

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Sony Xperia XZ3 Hands-On
Bildquelle: David Gillengerten/inside handy
Ein weiteres Handy erblickt auf der IFA 2018 das Licht der Öffentlichkeit: Sony hat im Rahmen eines Presse-Events das Xperia XZ3 vorgestellt. Es ist das dritte Oberklasse-Smartphone in diesem Jahr, das der japanische Hersteller präsentiert. Die Redaktion konnte das neue Modell schon einmal in den Händen halten und berichtet ausführlich darüber in einem ersten Hands-On.

Sony hat im Rahmen der IFA 2018 in Berlin das Sony Xperia XZ3 vorgestellt. Es ist das dritte Oberklasse-Smartphone in diesem Jahr, das der japanische Hersteller präsentiert. Die Redaktion konnte das neue Modell schon einmal in den Händen halten und neben einem Hands-On auch schon die Leistung per Benchmark-Test abklopfen.

Wie schon in den vergangenen Jahren bleibt sich der japanische Hersteller treu und stellte mit dem Xperia XZ3 auf der IFA in Berlin ein neues Smartphone vor. Das kommt 2018 jedoch etwas überraschend, wurde doch im Juli erst das Dual-Kamera-Flaggschiff, das Xperia XZ2 Premium, angekündigt. Bei Letzterem handelt es sich jedoch um ein Modell, das vor allem für den japanischen Heimatmarkt gemacht wurde. Europa erhalte das Premium-Modell zwar auch, jedoch liege der Fokus auf dem neu vorgestellten Xperia XZ3, wie Sony Deutschland gegenüber inside handy verriet.

Sony Xperia XZ3 – Rasant durch den Benchmark-Test

Die technische Ausstattung des Sony Xperia XZ3 bringt alles mit, um einen famosen Leistungstest hinzulegen. Ein High-End-Prozessor sowie eine hohe Arbeitsspeicher-Kapazität sollten die Leistung in die Höhe treiben. Getestet wird für die bessere Vergleichbarkeit immer mit dem gleichen Test, hier mit dem Benchmark-Test von AnTuTu in der Version 7.1.0. Er spuckt am Ende des Prozessor-Martyriums einen Wert von 277.699 Punkten aus und weist damit das Xperia XZ3 als sehr schnelles Handy aus.

Benchmark-Testergebnisse im Vergleich

Mit den knapp 278.000 Punkten braucht sich das Xperia XZ3 vor keinem seiner Konkurrenten zu verstecken. Auch echte Raketen wie das OnePlus 6 oder das HTC U12+ werden überholt. Damit setzt sich das Xperia XZ3 an die Spitze der von inside handy getesteten Smartphones und darf als neue Referenz gelten. Die Abstände sind jedoch klein und im Alltag gibt es kaum fühlbare Unterschiede zwischen den Smartphones, die sich zur Zeit ganz oben im Tableau befinden. Kein Wunder: Sie alle sind mit dem Snapdragon 845, dem aktuellen Spitzenprozessor von Qualcomm ausgestattet und basieren so allesamt auf dem gleichen Grundrechner.

Ergebisse des Sony Xperia XZ3 und der Konkurrenz im Detail

UmfeldModellBenchmark-Wert
TestgerätSony Xperia XZ3277.699
 
Samsung Galaxy S9244.895
direkte KonkurrentenHuawei P20 Pro208.497
Sony Xperia XZ2258.397
 
Apple iPhone 7172.705
ehemalige SpitzenmodelleHuawei P10164.163
Samsung Galaxy S8174.550
 
 OnePlus 6268.802
aktuelle ReferenzSamsung Galaxy S9+249.185
 HTC U12+270.006

Xperia XZ3 und Xperia XZ2 – Das hat Sony verändert

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Sony Xperia XZ2, stechen sofort die Gemeinsamkeiten beider Modelle ins Auge. Das Xperia XZ3 hat laut Datenblatt beinah identische Hardware verbaut. Dies stimmt zum Beispiel, wenn es um den Prozessor, den Arbeitsspeicher, den internen Speicher und die Kamera geht. Dies bedeutet auch, dass Sony dem neuen Modell nicht das Dual-Kamera-Setup spendiert, sondern weiter auf ein einfaches, aber mächtiges Modul setzt. Technische Neuerungen sind auf dem Datenblatt mit der Lupe zu suchen. Ein Unterschied ist hingegen beim Display zu entdecken. Dort verbaut Sony nun erstmalig OLED-Technologie und holt sich dafür die Technologie der Bravia-TVs, bekannt für ihre intensive Farbdarstellung, auf das Smartphone.

Alle Daten des Sony Xperia XZ3 im Überblick

Sony Xperia XZ3
Sony Xperia XZ3. Xperia XZ3, Sony
Display 6.0 Zoll, 1.440 × 2.880 Pixel
Betriebssystem-Version Android 9.0 Pie
Prozessor Qualcomm Snapdragon 845
Octa-Core 2,8 GHz
RAM 4 GB
interner Speicher 64 GB
MicroSD ja (512 GB)
Kamera vorne/hinten 13 Megapixel / 19 Megapixel
Fingerabdruckscanner ja
Akku 3.300 mAh
USB-Port USB Typ-C
IP-Zertifizierung IP68 (Untertauchen)
Abmessungen (mm) 158,0 × 73,0 × 9,9
Farben Schwarz, Grün, Silber, Rot
Einführungspreis 799 EUR
Marktstart ab Oktober im Handel

Das Sony Xperia XZ3 im Hands-On

In der Realität wirkt das neue Oberklasse-Handy jedoch wie ein kleiner Quantensprung im Vergleich zu seinem Vorgänger. Dies hat unter anderem mit dem schon erwähnten Bildschirm zu tun. Denn der ist nicht nur mit einer neuen Technologie ausgestattet worden. Auch die Größe und das Verhältnis von Bildschirm zu Gehäuse wurde verändert. So ist das Display nun 6 Zoll groß und die Ränder rund um das Panel sind geschrumpft. Besonders an den Seiten gibt es nun keine sichtbaren Trennwände mehr zwischen Bildschirm und Gehäuse. Das Display des Xperia XZ3 sieht nun erstmalig aus wie ein „richtiges“ 18:9-Panel. Somit entsteht der Eindruck einer Modernisierung, obwohl die Veränderungen auf dem Papier nur marginal sind.

Dieser Anschein bestätigt sich, wenn man das Sony Xperia XZ3 in die Hand nimmt. Denn abseits des Bildschirms hat der japanische Hersteller auch am Gehäuse gefeilt. Eine der Hauptkritikpunkte am Vorgänger sei laut Sony Deutschland das bauchige Design gewesen. Man habe deshalb die Dicke um mehr als einen Millimeter auf 9,9 Millimeter reduziert. Diese Veränderung ist auch sofort spürbar. Während das Xperia XZ2 mit seinem runden Buckel die Hand komplett ausfüllte, fühlt sich das Xperia XZ3 nun wesentlich dünner an. Es erinnert jetzt an vergleichbare aktuelle Oberklasse-Modelle mit ihrem schlanken Design.

Mit der Veränderung des Gehäuses passt sich Sony den aktuellen Marktgewohnheiten an, gibt jedoch auch ein Alleinstellungsmerkmal auf. Besonders die Handschmeichler-Qualitäten des Vorgängers gehen mit dem neuen Design verloren. Das Xperia XZ3 fühlt es ich erneut ein wenig so an wie die gute alte Powerbank. Dies liegt unter anderem an den leicht gekrümmten Seitenrändern des neuen Handys. Ein weiterer Kritikpunkt am neuen Sony-Handy ist ein alter Bekannter: Der Fingerabdruck-Sensor des Smartphones ist immer noch zu weit unten angebracht. Es sind schon erhebliche Verrenkungen erforderlich, um ihn zu erreichen.

Wenig zu Meckern gibt es hingegen an der Verarbeitung des Xperia XZ3: Die ist erneut hochklassig. Alle Buttons sind gut zu erreichen und das Gehäuse aus Metall und Glas fühlt sich stabil an. Die glänzende Rückseite hat wie immer das Problem, dass sie ein Magnet für Fingerabdrücke und Reflektionen ist. Ein Design-Highlight stellt die kleine Gehäuse-Ausbuchtung an der Unterseite dar. Sie ragt leicht in die Rückseite rein und weißt – wie der Rest des Handys – so gut wie keine Spaltmaße auf. Ebenfalls vorbildlich von Sony: Kamera und Fingerabdruck-Sensor sind in das Gehäuse integriert und stehen nicht heraus. Das ist heutzutage nur noch bei wenigen Smartphones der Fall.

Das Sony Xperia XZ3 im Test

Ein aufgebohrter Bildschirm, ein schlankeres Gehäuse sowie viele kleine Neuerungen und Verbesserungen: Das Sony Xperia XZ3 wirkt im ersten Hands-On wie ein Zwischenschritt. Dennoch schreibt der japanische Hersteller eine Drei hinter die Modell-Bezeichnung. Ob das Handy diesem Anspruch gerecht wird oder doch eher Xperia XZ2,5 heißen sollte, wird der ausführliche Test von inside handy klären.

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