United Internet: 1&1-Mutter will Preisschlacht auf Mobilfunkmarkt nicht mitmachen

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1&1 Würfel in Montabaur
Bildquelle: 1&1 / United Internet
Mehr Kunden, mehr Umsatz und ein kräftig gesteigertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA): Für United Internet, Muttergesellschaft bekannter Marken wie 1&1, GMX und Web.de, ist das zweite Quartal des laufenden Jahres sehr erfolgreich verlaufen. Dem verschärften Preiswettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt will sich 1&1 aber entziehen.

Zwischen April und Juni ist es United Internet gelungen, den Umsatz verglichen mit dem zweiten Quartal 2017 um 27,6 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro zu steigern. Das EBITDA verbesserte sich sogar um 32,4 Prozent auf 287,2 Millionen Euro. Unter dem Strich entstand ein Gewinn in Höhe von 127,6 Millionen Euro – nach 91,9 Millionen Euro vor einem Jahr. Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch das Zugangsgeschäft, in dem unter anderem das DSL- und das Mobilfunk-Segment von United Internet untergebracht sind. Hier legte der Umsatz um 35,3 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro zu und überschritt damit erstmals in der Konzernhistorie die Milliarden-Schwelle innerhalb nur eines Quartals.

Mehr Mobilfunkkunden – aber weniger als erwartet

Die Zahl der bei United Internet unter Vertrag stehenden Mobilfunkkunden legte im zweiten Quartal des laufenden Jahres um 190.000 auf 8,73 Millionen zu. Zum United-Internet-Konzern zählen neben 1&1 auch die Kunden von Drillisch, also jene Nutzer zahlreicher Discountmarken wie simply, Yourfone oder smartmobil.de. Im DSL-Segment lief es nicht ganz so erfolgreich. Hier kletterte die Zahl der Kunden um nur 10.000 auf 4,38 Millionen. Im Applications-Segment (Webhosting, E-Mail) konnte United Internet die Zahl seiner Geschäftskunden zwar um 20.000 auf 8,07 Millionen steigern, verlor aber 200.000 Privatkunden – getrieben vor allem durch den Verlust von 210.000 Freemail-Kunden.

United-Internet-Chef Dommermuth mit klarer Botschaft

Der Chef von United Internet, Ralph Dommermuth, schrieb in einem Brief an die Aktionäre, man sei insbesondere im Privatkundengeschäft leicht hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben. „Ursächlich hierfür ist ein verschärfter Preiswettbewerb im Mobilfunk-Discount-Segment seit Mai 2018. An dieser Preisreduzierung haben wir uns nicht beteiligt.“ Konkret sind damit Tarifanpassungen zum Beispiel bei Blau gemeint. Man habe sich im Konzern dafür entschieden, die Vertriebsleistung in diesem Jahr nicht weiter zu steigern. Für das laufende Jahr sieht Dommermuth dennoch keinen Grund, die gesteckten Ziele zu korrigieren. Man gehe davon aus, das „kontinuierlich erzielte Wachstum von circa 500.000 Verträgen pro Halbjahr fortsetzen“ zu können.

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