Volksbanken und Raiffeisenbanken starten Bezahlen mit dem Handy

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NFC-Zahlung bei REWE
Bildquelle: REWE
Ab kommenden Montag können viele Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken mit ihrem Smartphone bezahlen. Ab dem 13. August werden die girocard sowie die Kreditkarten Mastercard und Visa digitalisiert in der VR-BankingApp zur Verfügung gestellt. Zum Start sind aber noch nicht alle Banken der Finanzgruppe mit von der Partie und das Angebot funktioniert auch nur mit Android-Smartphones.

Bereits seit Dezember 2017 läuft eine Pilotphase mit der Volksbank Mittelhessen und der VR Bank HessenLand, deren Kunden schon seit längerem mobil bezahlen können. Ab kommenden Montag kommen rund 85 Prozent aller 915 Genossenschaftsbanken dazu, erst im Laufe des Jahres 2019 sollen die restlichen Finanzinstitute folgen. Ob und wann ihre Genossenschaftsbank das Angebot startet, erfahren Kunden über das jeweilige Institut selbst oder sehen es ganz einfach daran, dass der neue Menüpunkt „Digitale Karten“ in ihrer aktualisierten VR-BankingApp erscheint.

Volksbanken und Raiffeisenbanken starten mobiles Bezahlen mit dem Handy

Nach dem Bestellen und Laden der digitalen Bankkarte über die VR-BankingApp auf das eigene NFC-fähige Android-Smartphone können die Nutzer durch schlichtes Halten der Rückseite ihres Geräts an das Bezahlterminal im Handel bezahlen. Wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der Plastikkarte ist die PIN-Eingabe nur bei Zahlungen über 25 Euro regelmäßig erforderlich. Mit der optionalen „ExpressZahlung“ können Karteninhaber sogar eine digitale Karte als Standardkarte zum Bezahlen voreinstellen, dann brauchen sie zum Bezahlen an der Kasse nur noch das Display ihres Smartphones freizuschalten. Es ist dann nicht notwendig, die VR-BankingApp zu öffnen.

Beim Laden der Karten in die VR-BankingApp fügt diese automatisch eine zweite App auf das Handy hinzu, die sich „Digitale Karten“ nennt. Sie sorgt zum einen im Hintergrund dafür, dass auch ohne Internetverbindung an der Kasse mobil bezahlt werden kann und Kunden können sie – falls sie die „ExpressZahlung“ nicht nutzen – für den Bezahlvorgang an der Kasse öffnen; auch dann kann die VR-BankingApp geschlossen bleiben.

Das mobile Bezahlen per Handy im Handel erfolgt über dieselben Bezahlterminals, die bereits jetzt das kontaktlose Bezahlen mit der Plastikkarte auf Basis des weltweiten Standards der Near Field Communication (NFC) ermöglichen. So werden kontaktlose Bankkarten nach Angaben des Bundesverbands der Volksbanken schon an zwei Dritteln aller 800.000 Terminals in Deutschland akzeptiert und die Zahl wird weiter steigen. Händler machen ihre NFC-Terminals in der Regel durch Anbringen des vierwelligen Kontaktlossymbols im Kassenbereich für Kunden kenntlich.

Mobiles Bezahlen mit dem Handy bei Volksbanken und Raiffeisenbanken
Bildquelle: Bundesverband Volksbanken Raiffeisenbanken

Wichtig: Voraussetzung für das mobile Bezahlen über die Apps der Volksbank & Raiffeisenbank ist ein Smartphone auf Basis von Android (ab Version 4.0) und ein Konto bei einer der teilnehmenden Genossenschaftsbanken mit freigeschaltetem Onlinebanking einschließlich der Nutzung des TAN-Verfahrens. Außerdem muss im Smartphone der NFC-Chip aktiviert sein, damit das kontaktlose Bezahlen funktionieren kann.

Quellen:

  • Bundesverband Volksbanken Raiffeisenbanken

Bildquellen:

  • NFC-Zahlung bei REWE: REWE
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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