Fortnite für Android: Offizieller Start auf diesen Samsung-Geräten

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Fortnite Battle Royal
Bildquelle: Epic Games
Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern: Das Smartphone-Spiel des Sommers, "Fortnite", wird für Android-Nutzer erscheinen – allerdings verwehrt sich der Anbieter gegen den Google Play Store. Dafür ist mit der Vorstellung des Samsung Galaxy Note 9 der Startschuss für die Beta und damit für Fortnite auf Android entgültig gefallen.  

Seit März ist der Spiele-Hit Fortnie im „Battle Royale“-Modus für iPhones verfügbar. Seitdem Fortnite große Erfolge feiert, wartet die Fangemeinde auf das Android-Pendant. Mit der Vorstellung des Samsung Galaxy Note 9 war es am 9. August vorbei damit. Fortnite kommt offiziell auf Geräte mit dem Betriebssystem Android. Doch dabei gibt es einiges zu beachten. 

Vorerst wird das Spiel exklusiv über den Game Launcher von Samsung zur Verfügung stehen. Doch nicht alle Samsung-Geräte kommen in den Genuss des Spiels. So können lediglich Nutzer von Samsungs Galaxy S7, Galaxy S8, Galaxy S9, Galaxy Note 8, Galaxy Note 9, Tab S3 und Galaxy Tab S4 das Spiel herunterladen. Wie lange diese Samsung-Exklusivität andauert, ist aktuell nicht bekannt.

Fortnite für Android – aber nicht für alle

Nach der Exklusiv-Zeit wird die Beta-Version des mobile Games auch für viele andere Modelle im Android-Universum verfügbar sein. Hier listet Epic folgende Modelle auf:

Fortnite Battle Royale für Android: Fake-Apps erkennen

Epic Games bestätigte schon vor kurzem, dass „Battle Royal“ über eigene Kanäle an Android-Nutzer herausgegeben werde. Damit behält der Herausgeber einerseits die volle Kontrolle, andererseits wird durch dieses Vorgehen Tür und Tor für diejenigen geöffnet, die weniger Gutes im Schilde führen.

Seitdem durchgesickert ist, dass Epic Games das Spiel nur über Download-Buttons auf der eigenen Seite veröffentlichen will, werden Probleme deutlich: Der Umstand verlangt, dass Android-Nutzer hierfür die Installation von Apps aus „unbekannten Quellen“ erlauben. Diese Einstellung ist unter Android eigentlich deaktiviert. Erteilt der Nutzer hierfür die Erlaubnis, gewährleistet Google keinen Schadsoftware-Scan mehr für neu installierte Apps.

So kommt es, dass viele Anbieter auf APK-Plattformen damit werben, Fortnite für Android anzubieten, über falsche Download-Buttons dann aber Schad- oder Spionage-Software aufspielen, die die vom Nutzer freigeräumte Route „aus unbekannten Quellen“ nutzen um auf dem Smartphone ihr Unwesen zu treiben. Das Spiel selbst gibt es auf den Seiten in der Regel nicht zum Download.

Android-Einstellung:

Bildquelle: inside handy

Diese Gefahr sieht Epic Games auch. Daher sollte der Spiele-Anbieter nach erfolgter Fortnite-Installation auch dazu raten, die Einstellung, Apps aus unbekannten Quellen zuzulassen, wieder zu deaktivieren. Der Hinweis wird im Idealfall auch schon vor dem Download erscheinen. Sollte das nicht der Fall sein, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man einer Fälschung aufgesessen ist. Beim leisesten Argwohn, ist größte Vorsicht geboten. Blindes Klicken auf einen blinkenden Download-Button kann zu fatalen Folgen führen.

Mehr Sicherheit für Oreo-Nutzer beim Fortnite-Download

Für Smartphones mit Android Oreo – und später auch mit Android P – gelten andere Voraussetzungen. Wie Tim Sweeney, CEO von Epic Games, via Twitter bekanntgab, wird der Download-Link direkt mit dem Android-System interagieren und wie eine Play-Store-App einzeln nach den erforderlichen Berechtigungen fragen. Der Vorteil laut Sweeney: Die „unknown sources“-Einstellung kann deaktiviert bleiben und das Spiel wird trotzdem ordnungsgemäß installiert.

Ein Nutzer hatte den Fortnite-Machern vorgeworfen, unbedarfte Fortnite-Fans bei vollem Bewusstsein ins Verderben zu führen, wenn sie die „Unbekannte Quellen“-Einstellung aktivieren müssten, sich über die Konsequenzen und Risiken daraus aber nicht im Klaren wären.

Sweeney führte weiter aus, dass Nutzer von früheren Android-Versionen an die Hand genommen würden und ausreichend über Funktion, Herbeiführung und Risiken informiert würden. Dazu zähle auch, dass dazu geraten wird, die Modifikation nach erfolgter Installation wieder rückgängig zu machen.

Wirtschaftliche Gründe: Fortnite erklärt Play-Store-Verzicht

Gegenüber Slashgear hat Epic Games diese Statements untermauert und erklärt das Fernbleiben aus dem Play Store ferner mit ökonomischen Gründen. So hätten 30 Prozent der Gewinne aus den Play-Store-Erlösen an Google abgetreten werden müssen. Eine Position, die den Spiele-Machern schlicht zu hoch gewesen sei um die Entwicklung und Unterhaltung von Fortnite weiter wirtschaftlich zu betreiben.

Bei der iOS-Version hatte Epic diese Wahl nicht, da das iOS-Ökosystem deutlich strikter ist als Android. Hier verdient Apple also kräftig am Erfolg des Spiels mit.

Vorrangig sei allerdings, dass Epic auf einen direkten Draht zu seinen Nutzern Wert lege und lieber in die direkte Kommunikation eintrete anstatt alle Neuigkeiten und Updates über Google Play verteilen zu müssen.

Die Voraussetzungen gelten im Übrigen auch für Apple – hier hat Epic bei Fortnite keine Option – oder die Spiele-Plattform Steam. Epic Games bemängelt die hohen Kosten. Hintergründig dürften sich die Bilanzrechner beim Spiele-Entwickler aber auch sicher sein, dass „Fortnite Battle Royale“ nicht auf Werbung dieser Plattformen angewiesen ist. Die Entscheidung, das Spiel nach Möglichkeit selber zu vertreiben und die vollen Einnahmen einzustreichen, fußt also auch auf einer gewissen Portion Selbstbewusstsein.

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