Apple jubelt dank teurer iPhones

3 Minuten
Apple iPhone X Vorderseite
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
Während Samsung und Sony über rückläufige Smartphone-Absätze klagen müssen, kann einer weiter jubeln: Apple. Im zweiten Quartal ist es dem kalifornischen Konzern gelungen, den Smartphone-Absatz gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Und selbst wenn deutlich weniger Mac-Rechner verkauft wurden als im Vorjahr, fiel der Gewinn spürbar höher aus als noch im zweiten Quartal 2017.

Zwischen April und Juni verkaufte Apple laut den in der Nacht zu Mittwoch vorgelegten Quartalszahlen 41,3 Millionen iPhones. Damit ist und bleibt das Smartphone Apples Cashcow, obwohl der Absatz gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Jahres um mehr als 11 Millionen Einheiten einbrach. Apple ist es im Jahresvergleich auch gelungen, den Absatz an iPads zu steigern – um 129.000 auf 11,55 Millionen. Weniger erfreulich: Die Zahl der verkauften Mac-Computer ging um 572.000 auf 3,72 Millionen zurück.

Teure iPhones schieben Apples Gewinn an

Vom Gesamtumsatz in Höhe von 53,27 Milliarden US-Dollar (45,6 Milliarden Euro) steuerte allein das iPhone 29,91 Milliarden Dollar bei. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro iPhone lag zuletzt bei 724 Dollar, was darauf schließen lässt, dass das teure iPhone X entgegen aller anderslautender Berichte durchaus stark nachgefragt ist. Tim Cook sagte in der Nacht in einer Telefonkonferenz, dass das iPhone X weiterhin das populärste iPhone-Modell sei.

Auf iPad-Verkäufe entfielen 4,74 Milliarden, auf Mac-Rechner 5,33 Milliarden Dollar Umsatz. Mit digitalen Zusatz-Services, die Apple-Kunden zum Beispiel für die Nutzung der iCloud, von Apple Music oder für App-Käufe in Anspruch nehmen, machte Apple zuletzt 9,55 Milliarden Dollar Umsatz – satte 31 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Andere Produkte – zum Beispiel die Apple Watch, Apple TV oder Hardware der Audio-Marke Beats – steuerten 3,74 Milliarden Dollar zum Umsatz bei; 37 Prozent mehr als noch im zweiten Quartal 2017.

Kräftiger Gewinnsprung

Und finanziell? Auch da gibt es für Apple Grund zum jubeln. Denn der Umsatz legte im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 24,54 Milliarden Dollar zu. Davon entfielen 12,14 Milliarden auf den amerikanischen Markt (+20 Prozent), 12,14 Milliarden auf Europa (+14 Prozent), 9,55 Milliarden auf China (+19 Prozent), 3,87 Milliarden auf Japan (+7 Prozent) und 3,17 Milliarden (+16 Prozent) auf den restlichen asiatisch-pazifischen Raum. Unter dem Strich steht ein um 2,8 Milliarden Dollar gesteigerter Netto-Gewinn von stolzen 11,52 Milliarden Dollar.

„Wir freuen uns, das beste Juni-Quartal von Apple und das vierte Quartal in Folge mit einem zweistelligen Umsatzwachstum melden zu können“, sagte Tim Cook, Chef von Apple, laut Unternehmensmitteilung. „Unsere Ergebnisse für das dritte Quartal wurden von anhaltend starken Verkäufen in den Bereichen iPhone, Services und Wearables angetrieben, und wir freuen uns sehr über die Produkte und Services, die wir in der Pipeline haben.“ Welche neuen Produkte damit im Detail gemeint sind, blieb unklar. Als sicher gilt aber, dass Apple in wenigen Wochen neue iPhones vorstellen wird, die das Weihnachtsgeschäft antreiben sollen.

Dividende: Apple zahlt 73 Cent pro Aktie an Aktionäre aus

Für das laufende dritte Quartal rechnet Apple mit einem Umsatz in Höhe von 60 bis 62 Milliarden Dollar und mit Aufwendungen für das operative Geschäft von bis zu 8,05 Milliarden Dollar. Aktionäre von Apple dürfen sich derweil auf eine Dividende in Höhe von 73 US-Cent pro Stammaktie freuen. Sie wird zum 16. August an jene Aktionäre ausgezahlt, die am Ende des Geschäftstages des 13. August über Apple-Aktien verfügen.

Jetzt den inside handy Tarifrechner ausprobieren

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL