Schlimmer geht immer: Sony verkauft nur noch 2 Millionen Handys

3 Minuten
Sony Xperia XZ Pro
Bildquelle: xdadevelopers
Das Smartphone-Geschäft von Sony kommt auf keinen grünen Zweig. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres sackte der Absatz an Mobiltelefonen auf einen neuen Tiefstwert ab. Und das hat zur Folge, dass die Frage aufkommt, wie lange Sony dem Smartphone-Geschäft überhaupt noch die Treue halten wird. Denn auch finanziell entwickelt sich die Mobilfunk-Sparte zu einem langsam unkalkulierbaren Risiko - in Zeiten, in denen es dem Gesamtkonzern gut geht.

Zwischen Juli und September hat Sony nur noch 2 Millionen Smartphones verkauft. Das geht aus dem in der Nacht zu Dienstag vorgelegten Geschäftsbericht für das zweite Quartal hervor. Im zweiten Quartal 2017 wurden noch 3,4 Millionen Geräte verkauft, im ersten Quartal des laufenden Jahres lag die Zahl der verkauften Smartphones schließlich bei 2,7 Millionen Endgeräten, was seinerzeit schon einem Tiefstwert entsprach. Zwar will Sony im Rahmen der IFA, die Ende August in Berlin stattfindet, mit neuen Smartphone-Modellen durchstarten, die unter anderem wohl mit beeindruckenden Kameras überzeugen sollen. Doch ob das allein reichen wird, um den inzwischen bedrohlichen Abwärtstrend zu stoppen, ist zumindest fraglich.

Der Umsatz der Smartphone-Sparte sackte im Jahresvergleich von 181,2 auf 132,5 Milliarden Yen (rund 1,01 Milliarden Euro) ab. Das allein ist schon wenig erfreulich. Wenn man dann aber auch noch sieht, dass binnen eines Jahres aus einem operativen Quartalsgewinn in Höhe von 3,6 Milliarden Yen ein operativer Verlust in Höhe von 10,8 Milliarden Yen geworden ist, wird schnell deutlich, dass es für Sony im Mobilfunkgeschäft im zweiten Quartal überhaupt nicht rund lief. In der Chefetage des japanischen Konzerns dürfte man sich nicht zum ersten Mal die Frage stellen, wie lange diese Kuh noch durchs Dorf getrieben werden soll.

Insgesamt geht es Sony sehr gut

Ärgerlich ist das verlustreiche Mobilfunkgeschäft vor allem vor dem Hintergrund, dass sich der Gesamtkonzern auch im zweiten Quartal prächtig entwickelt hat. Der schon vor einigen Quartalen in die Wege geleitete Konzernumbau trägt immer entscheidender dazu bei, dass die Geschäftszahlen insgesamt überaus positiv ausfallen. Der konzernweite Betriebsgewinn legte im zweiten Quartal um fast ein Viertel auf 195 Milliarden Yen zu, was vor allem an einem überaus erfolgreichen Spiele- und Halbleitergeschäft lag. Zwischen April und Juni wurden von Sony unter anderem 3,2 Millionen PlayStation 4 verkauft, was in etwa so viele Einheiten waren wie im ersten Quartal des laufenden Jahres.

Unter dem Strich verdreifachte sich der Nettogewinn im Jahresvergleich auf 226,4 Milliarden Yen, der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um fünf Prozent auf 1,95 Billionen Yen zu. Nicht auszudenken, wie viele Sake-Flaschen in der Fiirmenzentrale geleert würden, wäre auch im Mobilfunk der Erfolg vorhanden.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS