HTC U12 life vorgestellt: Ein lohnenswertes Update

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HTC U12 life Hands-On
Bildquelle: David Gillengerten/inside handy
Die Gerüchteköche brauten vor der IFA ein Süppchen, zu dessen Zutaten auch ein neues Smartphone von HTC gehörte. Wie vorab vermutet und von HTC kürzlich selbst angekündigt, ist in den Messehallen der IFA nun wirklich ein neues Handy enthüllt worden. Das U12 life stellt die abgespeckte Flaggschiff-Variante des HTC U12+ dar und rundet die U12-Generation nach unten ab.

Schlag auf Schlag treffen die Neuheiten frisch von der IFA 2018 in Berlin ein. Ganz oben auf auf der Welle schwimmt das U12 life aus der Schmiede HTCs. Dem Datenblatt entsprechend spricht das Smartphone die Sprache der Mittelklasse, unterscheidet sich in einigen Punkten aber deutlich von seinem Vorgänger, dem U11 life.

Design und Display

Auf früheren Skizzen bereits vermutet und in eine Tatsache umgewandelt: das Design des U12 life. Die Rückseite sieht so aus wie die das der Google-Pixel-Geräte. Jedoch handelt es sich im Unterschied dazu nicht um zwei unterschiedliche Farben, die zum Einsatz kommen. HTC verändert direkt die Beschaffenheit des Gehäuses, das im oberen Drittel glatt und in den unteren zwei Dritteln geriffelt ist. Das sogenannte „Dual-Finish-Design“ soll laut HTC mehr Halt versprechen – und auch wenig Fingerabdrücke im Vergleich zu den mittlerweile viel vertretenen Glas-Körpern. Ob sich dies wirklich der Fall ist, sei dahin gestellt.

So wächst der Bildschirm des U12 life im Vergleich zum Vorjahresmodell um 0,8 Zoll an, sodass eine Diagonale von 6 Zoll erreicht wird. HTC weiß dabei dem Trend zu folgen und verbaut das Panel im 18:9-Format. Eine Notch ist zwar nicht zu finden, dafür wirbt der Hersteller allerdings mit einer neuen Display-Technik: LTPS funktioniert ähnlich wie die LCD-Technologie, soll im Vergleich aber deutlich kontrastreicher und energiesparender sein. Auch die Auflösung verbessert sich leicht im Hinblick auf das U11 life und liegt fortan bei Full-HD+-Qualität, in Zahlen entsprechend 1.080 x 2.160 Pixel.

HTC U12 Life – Hands-On

Neuer Prozessor, mehr Speicher

Anders als vorab vermutet, wird nicht der Snapdragon 660 von Qualcomm zum Einsatz kommen, sondern der Nachfolger zum Snapdragon 630. Das bedeutet, unter der Haube schwingt der Snapdragon 636 mit insgesamt acht Kernen sein Zepter. Dabei kommt der Chipsatz aus dem vergangenen Jahr auf eine maximale Taktfrequenz von 1,8 GHz. Je nach Modell können Prozesse in einen 4 oder 6 GB großen Arbeitsspeicher ausgelagert werden; zur Speicherung von Bildern, Videos und anderen Inhalten steht ein internes Fassungsvermögen von 64 oder 128 GB zur Verfügung. Wem das noch nicht reicht, kann das interne Datendepot anhand einer Micro-SD-Karte aufstocken. In Deutschland soll zu Beginn nur die Variante mit 4 / 64 GB verfügbar sein. 

In Zeiten wie diesen darf auch bei Mittelklässlern eine Dual-Kamera nicht mehr fehlen. Im Falle des U12 life entscheidet sich HTC für ein Kameramodul mit einem 16- und 5-Megapixel-Sensor. Dieser wird von einem Dual-LED-Blitz und einer f/2.0- und f/2.2-Blende kombiniert. Softwareseitig stehen unter anderem ein Phase-Detective-Auto-Fokus, ein Bokeh-Effekt und Gesichtserkennung parat. Videos kann das U12 life in 4K-Qualität bei 30 Frames per Second festhalten.

Selfie-Fans werden derweil mit einer 13-Megapixel-Kamera bedacht, die ebenfalls mit einer f/2.0-Blende sowie einem richtigen LED-Blitz versehen ist. Der vor allem für asiatische Smartphones typische Verschönerungsmodus ist ebenfalls mit an Bord.

Sensorik, Akku und OS

HTC hebt das U12 life in den erlesenen Kreis der Smartphones, die Bluetooth-5-fähig sind. Dazu zählen nach wie vor nicht all zu viele Geräte. LTE ist in der Kategorie Cat.11 integriert, sodass Nutzern eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 600 Mbit/s sowie eine maximale Upload-Rate von 50 MBit/s geboten werden. USB-C und NFC zählen ebenfalls zur Ausstattung des U12 life. Praktisch ist die Dual-SIM-Option, mit der Nutzer zwei SIM-Karten parallel nutzen können.

HTC U12 life: Pressegalerie

Ein besonderes Merkmal des neuen U-Smartphones ist einerseits der Stereo-Lautsprecher, andererseits aber auch die Rückkehr des 3,5-Millimter-Klinkensteckers. Auf letzteres verzichten Smartphone-Unternehmen immer häufiger. Während ein Akku mit einer Größe von 3.600 mAh für ausreichend Energiezufuhr sorgt, stellt Android in der Version 8.1 Oreo das grundlegende Betriebssystem dar. Die Ausflüge in Android One werden jedoch nicht fortgesetzt. Kombiniert wird es mit der HTC-Nutzeroberfläche Sense, auf Edge Sense wird aus Kostengründen allerdings verzichtet.

Preis und Verfügbarkeit

Verfügbar ist das U12 life in den Farben Moonlight Blue und Twilight Purple. HTC schickt sein neues Smartphone im Oktober ab einem Preis von 349 Euro ins Rennen. Der genaue Starttermin ist bis dato noch unbekannt.

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