Vodafone Quartalszahlen: Wachstum in beinahe allen Bereichen

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Vodafone Campus in Düsseldorf
Bildquelle: Michael Stupp / inside handy
"Wir starten ins neue Geschäftsjahr mit Wachstum in allen Bereichen": Mit diesen Worten resümierte Vodafone das vergangene zweite Quartal beziehungsweise den Beginn des Geschäftsjahrs 2018/19 und gibt sich betont optimistisch. Doch auch wenn die Entwicklung generell positiv verläuft, muss der Düsseldorfer Netzbetreiber auch Verluste hinnehmen.

Das zweite Quartal beginnt für Vodafone mit schwarzen Zahlen: Wie Hannes Ametsreiter, Vodafone-Deutschland-Chef, betont, ist es speziell im Mobilfunkbereich das stärkste seit mehr als fünf Jahren. Insgesamt kann Vodafone im Service-Bereich einen Umsatz von 2,55 Milliarden Euro verbuchen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Wachstum von 2,4 Prozent entspricht.

Gewinn im Mobilfunkbereich

Im Mobilfunk-Segment stieg der Umsatz um 1,7 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro und ist damit das „Highlight“ des ersten Geschäftsquartals 2018/19. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 1,492 Milliarden Euro. Grund für den Anstieg sind 258.000 neuen Mobil-Vertragskunden. Die Anzahl der aktiven SIM-Karten stieg indes auf 46,5 Millionen und somit um 2,6 Prozent. Auch der durchschnittliche Umsatz pro Klient verlief für Vodafone positiv: Waren es 2017/18 noch 14,9 Euro pro Person, sind es in diesem Jahr 15,4 Euro.

Von der Steigerung ausgenommen sind allerdings Prepaid-SIM-Karten. In diesem Bereich muss Vodafone weiterhin Verluste hinnehmen. Grund dafür ist unter anderem die eingeführte Ausweispflicht durch das neue Anti-Terror-Gesetz, so Vodafone. Das gestalte die Handhabung mit Prepaid-Karten für Kunden deutlich umständlicher. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verliert der Düsseldorfer Netzbetreiber somit rund 3 Prozent der Mobilfunkkunden, sodass aktuell noch 29,89 Millionen Kunden zu verbuchen sind.

Wachstum im Festnetz-Segment

Wie schon in den zurückliegenden Quartalen steigt der Umsatz im Festnetz-Bereich stetig an. Vodafone vermeldet hier ein Plus von 3,4 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro. Geschuldet ist dies wohl der Kabelsparte, die eine Steigerung von fast 5 Prozent verzeichnen kann. Ergo setzte Vodafone hier einen Betrag von 596 Millionen Euro um. Konkret in der DSL- und VDSL-Sparte kommt der Netzbetreiber auf ein Plus von 1,8 Prozent und einen Umsatz von 444 Millionen Euro. Im Bereich der Festnetz-Kunden wuchs die Anzahl um 4,8 Prozent auf 6,6 Millionen Kunden.

Netzausbau ist die Zukunft

Wie Vodafone vermeldet, entschieden sich tendenziell immer mehr Kunden für einen neuen Kabel-Vertrag mit 200 Mbit/s, sodass man den Netzausbau in Zukunft verstärkt voran treiben möchte. Damit komme man den Wünschen der Klienten nach und könnte Haushalte Schritt für Schritt mit schnellerem Internet ausrüsten.

Daneben schließe man immer mehr Lücken im Vodafone-Netz: „Wir bauen weiter aus und schließen immer mehr weiße LTE-Flecken. Im Juni brachten wir so viele LTE Stationen ans Netz wie nie zuvor – damit erhalten mehr als eine halbe Million weitere Bürger erstmals Zugang zu LTE-Geschwindigkeit.“

Die Übernahme von Unitymedia in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen steht nach wie vor aus. Eine Entscheidung wird erst für Mitte des kommenden Jahres erwartet. Vodafone erhofft sich dadurch in allen Bundesländern der Republik mit einer eigenen Infrastruktur in den direkten Wettbewerb mit der Deutschen Telekom treten zu können.

So schlägt sich die Konkurrenz: Die O2-Quartalszahlen

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