UK will kompletten Glasfaser-Ausbau bis 2033

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5G Symbolbild
Bildquelle: EU
Die Regierung des Vereinigtes Königreiches (UK) hat seine Ziele im Breitbandausbau verkündet. Man wolle bis 2033 jeden Haushalt mit einem Breitbandzugang ausstatten und so in Zeiten der Digitalisierung wettbewerbsfähig bleiben. 

Mit dem neuen Breitband-Plan steckt sich die Regierung ein ambitioniertes Ziel. Derzeit profitieren nur 4 Prozent der britischen Bürger vom Breitbandausbau, während Portugal und Spanien mit 89 bzw. 71 Prozent die Nase vorn haben. In einigen asiatischen Ländern ist der Anteil sogar noch größer, so liegt Südkorea bei 99 und Japan bei 97 Prozent. Der britische Außenminister Jeremy Wright stellte die Bedeutung des nationalen Breitbandausbaus hervor: „Wir möchten, dass jeder in Großbritannien von einer Weltklasse-Konnektivität profitiert, egal wo er lebt, arbeitet oder Urlaub macht. Dieser radikale, neue Plan für die Zukunft der Telekommunikation in diesem Land wird den Wettbewerb und die Investitionen in Glasfaser-Breitband erhöhen, mehr kommerzielle Möglichkeiten schaffen und die Einführung von Infrastruktur für 5G einfacher und billiger machen.“ Denn auch für den Betrieb von 5G-Netzen sind leistungsfähige Breitband-Netze im Festnetz unerlässlich.

Britische Regierung muss liefern – Breitband-Versprechen nicht eingelöst

Nun arbeite man an neue Rechtsvorschriften, um die vollständige Glasfaserverbindungen zu Neubauten garantieren. Dabei möchte man auch gezielt den Ausbau in der ländlichen Region stärken, so soll dieser durch Subventionen unterstützt werden. Federführend für den Ausbau ist das Office of Communications (Ofcom), die britische Medienaufsichtsbehörde. Dieser soll die Arbeit durch neue Gesetze erleichtert werden. Die Regierung befindet sich im Zugzwang, denn ähliche Zusagen hat die Regierung schon früher gemacht. Bereits im Jahr 2012 versprach man, dass Großbritannien das schnellste Breitbandinternet Europas haben werde. Doch die Realtität sieht anders aus, in diesem Jahr erreichte das Vereinigte Königreich in globalen Geschwindigkeits-Ranking nur den 35. Platz und landete so noch hinter den USA.

Neben Großbritannien steht auch Deutschland immer wieder in der Kritik internationaler Breitband-Studien. Auch hierzulande ist die Glasfaser-Penetration vor allem in ländlichen Regionen noch immer nicht weit fortgeschritten. In einem Ranking-Vergleich des FTTH-Councils erreichte die Bundesrepublik im Jahr 2016 nur den 27. Platz und schaffte es somit nur mit Mühe in die Top-30. 

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