Vehicle-to-Everything-Kommunikation BMW, Ford und Groupe PSA zeigen herstellerübergreifende Kommunikation

vom 12.07.2018, 13:18
BMW, Ford, Groupe PSA zeigen V2X-Kommunikation
Bildquelle: Ford 

Einige Europäische Hersteller haben eine gemeinsame Lösung für die Kommunikation zwischen ihren Modellen präsentiert. Die herstellerübergreifende Demonstration zeigte die sicherheits- und verkehrstechnischen Vorteile einer Verwendung der C-V2X-Technologie. C-V2X ist eine globale Lösung für die Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X), die der Verbesserung der Fahrzeugsicherheit, des automatisierten Fahrens und der Verkehrseffizienz dient.

Bei der Demonstration wurden sechs Anwendungsfälle gezeigt: Elektronisches Notfall-Bremslicht, Kollisionswarnung an Kreuzungen, Kollisionswarnung beim Abbiegen, Warnung vor langsamen und stehenden Fahrzeugen, Warnung vor Signalverstößen sowie Warnung vor gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Dabei kamen zweirädrige BMW-Elektroroller sowie PKW von Ford, Groupe PSA (Peugeot, Citroën, Opel und Vauxhall) und BMW zum Einsatz, die alle mit der C-V2X-Direktkommunikationstechnologie und der Chipsatz-Lösung 9150 C-V2X von Qualcomm ausgestattet sind.

"Diese Demonstration der Interoperabilität zwischen mehreren Automobilherstellern ist nicht nur ein weiterer Meilenstein für den Einsatz der C-V2X-Technologie, sondern bestätigt auch die Marktreife und globale Kompatibilität der Direktkommunikation von C-V2X für vernetzte Fahrzeuge", sagt Enrico Salvatori, Senior Vice President & President von Qualcomm Europe. Man freue sich auch weiterhin mit führenden Unternehmen der Automobilindustrie wie der BMW Group, Ford, Groupe PSA und V2X-Entwickler Savari zusammenzuarbeiten, um den Wandel der Automobilindustrie zu einer sichereren, vernetzten und autonomeren Zukunft voranzutreiben. Die Hersteller versprechen bereits ab 2020 den Einsatz des Sicherheitssystems auch in Serienwagen.

Dass die Hersteller bei der Entwicklung von Sicherheitssystemen bereits kooperieren, zeigt die 5G Automotive Association (5GAA), die ebenso an der Demonstration beteiligt war. Sie ist ein Verbund zwischen Automobilherstellern sowie Technologie- und Mobilfunkunternehmen. Die im Jahr 2016 gegründete Vereinigung besteht aus über 90 Mitgliedern die gemeinsam an den Mobilitätssystemen der Zukunft forschen wollen. Zuletzt hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier den Aufbau eines starken europäischen Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz gefordert. "Es wird in der Lage sein müssen, massive Investitionen zu tätigen, indem es Unternehmen aufkauft, um die notwendigen Kompetenzen zusammenzutragen und den Rückstand aufzuholen", so Altmaier. So denke er an mehrere Zehnmilliarden Euro an Kapital aus dem Industriesektor, ergänzt um Anstrengungen der EU und von Mitgliedstaaten. Vorbild solle der deutsch-französische Flugzeugbauer Airbus sein.



Quellen: Ford , Heise | Bildquelle kleines Bild: Ford  | Autor: Elisa Färber
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Themen dieser News: Connected Cars, Smart Home & Internet der Dinge, Unternehmen und Märkte

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