Test Ambitionierte Einsteigerklasse Nokia 3.1 im Test: Überraschende Stärken im schlanken Gehäuse

vom 13.07.2018, 10:40
Nokia 3.1 im Test
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Das Nokia 3.1 ist eines von drei neu aufgelegten Nokia-Modellen, die Lizenznehmer HMD Global im Frühsommer 2018 veröffentlichte. Das ambitionierte Einsteigermodell, das den Markt für rund 160 Euro erobern will, muss keine Rekorde einholen, ganz im laissez-faire-Stil sollte es aber auch nicht laufen. Was das Nokia 3.1 kann und was es nicht kann, zeigt der ausführliche Belastungstest.

Design und Verarbeitung

In den eingängigen Farbkombinationen Blau-Kupfer, Schwarz-Chrom oder Weiß-Silber ist das neue Nokia 3.1 im Handel zu ergattern und ersetzt fortan das Nokia 3 aus dem vergangenen Jahr. Das Gehäuse setzt sich aus einer Kunststoff-Rückseite, einem metallenen Rahmen und einer Front aus 2.5D-Glas zusammen. Das Nokia 3.1 fällt relativ klein aus, was die exakten Maße von 146,25 x 68,65 x 8,7 Millimeter untermauern. Das Gewicht beläuft sich auf 140 Gramm.

Hinsichtlich des Designs orientiert sich die hinter Nokia stehende Firma HMD Global an der Optik, die seit dem Wiedereinstieg im vergangenen Jahr durchgezogen wird. Das heißt, dass der Rahmen zumeist in einer auffällig glänzenden Ausführung gefertigt wird und sich in der Umrandung des Kamera-Moduls wiederfindet. Im Falle des Nokia 3.1, das der Redaktion vorliegt, ist dieser Rahmen silberfarben. Der Markenschriftzug prangt in der echten oberen Ecke über dem Bildschirm, wie Nokia es auch schon zu früheren Zeiten gehandhabt hat. Die Antennenstreifen sind beinahe unsichtbar auf dem Rahmen angebracht; am unteren Rand befinden sich außerdem ein Lautsprecher-Ausgang sowie der USB-2.0-Zugang.

Datenblatt

 Nokia 3.1
 
Nokia 3.1
Display 5,2 Zoll, 720 x 1.440 Pixel
Betriebssystem-Version Android 8.0
Prozessor MediaTek MT6750
RAM 2/3 GB
interner Speicher 16/32 GB
MicroSD ja (128 GB)
Kamera vorne/hinten

8 MP / 13 MP

Fingerabdruckscanner nein
Akku 2.990 mAh
induktives Laden nein
USB-Port USB 2 Typ-B
Abmessungen (mm) 146,25 x 68,65 x 8,7
Farben

Blau-Kupfer, Schwarz-Chrom, Weiß-Silber

Einführungspreis 159 EUR
Aktueller Marktpreis 159 EUR

Unboxing

Das Nokia 3.1 wird in einer quadratischen Box geliefert, auf dem der Grundriss des Smartphones bereits abgebildet ist. Neben dem Smartphone befinden sich nebeneinander gestapelt auch Kopfhörer, ein Netzteil sowie Ladekabel und Kurzanleitung in fast allen erdenklichen Sprachen. Nicht zu vergessen ist das SIM-Karten-Werkzeug. Das Zubehör für das kleine Smartphone fasst sich hochwertig an, woran die gummiartige Ummantelung der Kopfhörer wie des Ladekabels verantwortlich zeichnet.

Nokia 3.1 im Test Unboxing
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Nokia 3.1 Hands-On

Schmal liegt es in der Hand. Schmal wie auch rutschig. Es scheint alles nichts zu helfen: Egal ob Glas- oder Kunststoff-Rückseite, Smartphones gleiten einem durch die Hände, wie Sand zwischen den Fingern zerrinnt. Die schlanke Silhouette des Nokia 3.1 vermag auch dadurch erzielt werden, dass das Display im 18:9-Format eingebracht wird und damit die gleiche Breite wie das Galaxy S8 von Samsung besitzt.

Auch wenn für das Nokia 3.1 unter 200 Euro von den Finnen veranschlagt sind, suggerieren Material wie Verarbeitung dies nicht. Der Fabrikateur schafft einen nahtlosen, weichen Übergang zwischen Metall-Rahmen, der Kunststoff-Rückseite und der gläsernen Front. Scharfe Kanten sind Fehlanzeige. Alles wirkt wie aus einem Guss und liegt durch die kleine Größe angenehm in der Hand. Alle Knöpfe sind leicht erreichbar und das Gehäuse als solches einfach zu umgreifen. Nur unter größerer Belastung knarzt das Nokia-Handy ein wenig.

Nokia 3.1 im Test: Hands-On

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    Das 5,2 Zoll große Display des Nokia 3.2 im 18:9-Format.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside handy
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    Nokia-Schriftzug und 8-Megapixel-Kamera im Detail.
    Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Um noch einmal den Rundumschlag zum Galaxy S8 und dessen 18:9-formatigen Display zu vollführen: Obgleich das moderne Seitenverhältnis auch beim Nokia 3.1 zu finden ist, wirkt es keinesfalls wie das des alten Samsung-Flaggschiffs. Nicht nur breite Gehäusebalken ober- und unterhalb des Bildschirms, sondern ein zusätzlicher dunkler Balken am unteren Display-Rand wissen die Ausschöpfung des Formats zu verhindern.
Mittlerweile ungewohnt ist außerdem der fehlende Fingerabdruck-Sensor, den das Nokia 3.1 nicht sein Eigen nennen kann. So muss das Gerät jedes Mal manuell entsperrt werden, was einem durch die Verwöhnung der modernen Sensorik umständlich und langwierig vorkommt.



Bildquelle kleines Bild: Simone Warnke/inside handy | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Test, Android, Handys, Handys unter 200 Euro, Nokia, Smartphones, Unternehmen und Märkte

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