O2-Technikchef will Kundenerfahrung in den Mittelpunkt stellen

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Telefónica-CTO Cayetano Carbajo im Gespräch mit inside handy Redakteur Thorsten Neuhetzki
Bildquelle: Herr Müller
Ende des Jahres will O2 die Konsolidierung des Netzes nach der Übernahme von E-Plus abgeschlossen haben. Doch was kommt dann? Und was bedeutet das für die Kunden? O2-Technikchef (CTO) Cayetano Carbajo hat jetzt einen Ausblick gegeben auf das, was die Kunden von ihrem Netzbetreiber in Zukunft erwarten können.

Derzeit stecke man noch mitten in der Konsolidierung, sagte Carbajo diese Woche in München beim offiziellen Startschuss einer Kooperation mit dem Glasfaser-Netzbetreiber NGN Fibernetwork KG. „Wir sind zuversichtlich, bis Ende des Jahres nahezu alle Arbeiten abgeschlossen zu haben und uns dann voll auf weitere wichtige Themen der Zukunft zu konzentrieren“, so der CTO. „Einzelne Standorte werden wir auch noch im kommenden Jahr anfassen müssen.“ Dabei gehe es vor allem um die Netzoptimierung.

Der massive Umbau des Netzes, der offenbar deutlich länger dauert als es die Verantwortlichen nach der Übernahme von E-Plus prognostiziert hatten, habe aber für Telefónica Deutschland als Betreiber des O2-Netzes einen großen Vorteil: „Nach der Konsolidierung haben wir ein modernes Netzwerk und modernste Technik“. Das biete beste Voraussetungen für die Zukunft.

Kundenerfahrung steht über technischen Netzwerten

Für O2 stehe der Kunde im Mittelpunkt, nicht die technischen Parameter des Netzes. „Wir wollen der Mobilfunk-Champion bei den Kunden werden und ihnen die bestmögliche Nutzungserfahrung bieten.“ Den Kunden seien technische Werte des Netzes nicht wichtig. Die Zufriedenheit eines Kunden mit seinem Netz ergebe sich dadurch, wie schnell eine Webseite auf dem Handy geladen wurde und ob ein Video ohne zwischendurch nachzuladen abspielt, so der Technik-Chef. Diese Endkunden-Erfahrungen zu verbessern stünden im Mittelpunkt der Bestrebungen des Netzbetreibers.

Zum anstehenden Netzausbau mit dem 5G-Standard sagte Carbajo, es sei für Telefónica Deutschland sicher, dass man „früher oder später“ mit 5G starten werde. Schließlich sei man Mobilfunk-Netzbetreiber. Wann der Start erfolge, ließ er aber offen. „Dabei kommt es aber auch darauf an, die richtigen Einsatzszenarien und die richtigen Endgeräte im Markt zu haben. Aber eines ist klar: „5G wird kommen und wir sind darauf vorbereitet.“ Auch Test laufen schon – sowohl im Labor aber auch in der Praxis.

Glasfaseranbindung als Vorbereitung für 5G

Zu den Vorbereitungen für einen 5G-Start gehört auch die Anbindung der Sendemasten an ein Glasfasernetz, das die Daten transportieren kann. „Die Datenraten und Datenmengen wachsen und wir werden für bestimmte Anwendungen eine geringe Latenz brauchen – das geht nur mit Glasfasernetzen.“ Deswegen habe Telefónica den Plan, die Zahl der mit Glasfaserleitungen angebundenen Sende-Stationen deutlich zu erhöhen. „Dazu werden wir mit verschiedenen Partnern zusammenarbeiten.“

Bekanntgegeben wurden bereits Kooperationen mit Vodafone und die Partnerschaft mit NGN Fibernetwork. „Es werden aber weitere Partner folgen. Partner wie NGN werden in unserem Auftrag ihr Glasfasernetz erweitern und uns dann die Fasern vermieten. Wir kümmern uns dann darum, diese Glasfaserleitungen zu nutzen und den Datenverkehr zu unserem nächsten Netzknoten zu führen“, erklärte Carbajo das Prinzip. Wie diese Kooperation in der Praxis aussieht, hat inside handy in einer Reportage dokumentiert.

So kommt das Glasfasernetz zum O2-Sendemast

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  • Telefónica-CTO Cayetano Carbajo im Gespräch mit inside handy Redakteur Thorsten Neuhetzki: Herr Müller
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Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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