Galaxy S9: Samsung verfehlt Verkaufsziel, der Preis fällt und fällt

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Samsung Galaxy S9
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside-handy.de
Same procedure as every year, Samsung: Das Galaxy S9 wurde im Frühjahr mit Spannung erwartet, wie kein zweites Handy. Ein paar Monate später, ist der Zauber der Präsentation verflogen. Ungeachtet des nachweisbaren Preisverfalls, ist der Sommer nach der Vorstellung der S-Klasse in der Regel einer, in dem Samsung seine Verkaufserfolge durch horrende Zahlen sprechen lässt. 2018 sollen die Ziele jedoch verfehlt werden.

Die für gewöhnlich Samsung nahstehende und gut informierte Online-Zeitung The Investor jongliert mit aktuellen Zahlen zu Samsungs aktuellem Flaggschiff Galaxy S9. Demnach hatte sich der größte Handyhersteller noch während der Vorbestell-Phase das ehrgeizige Ziel gesetzt, 350 Millionen Smartphones zu verkaufen. Das S9 sollte an vorderster Front dafür sorgen, dass das Ziel erfüllt werde.

Die aktuellen Zahlen, die The Investor aus Analystenkreisen bezieht, sprechen allerdings eine andere Sprache. Den aktuellen Kalkulationen zufolge verfehlt Samsung das Ziel nämlich deutlich. Das S9 wird seiner Kapitänsrolle ebenfalls nicht gerecht und könnte im schlimmsten Fall zum größten Ladenhüter der Galaxy-S-Serie seit 2012 mutieren. Pessimistische Schätzungen gehen von 30 Millionen S9-Exemplaren bis Ende des Jahres aus.

China-Offensive sorgt für Stirnrunzeln

Die Antwort der Nachfrage-Delle liege den Analysten zufolge in der wachsenden Konkurrenz. Chinesische Hersteller wie OnePlus oder Honor ziehen mit ihren Top-Modellen in den Preiskampf und unterbieten Apple und Samsung hier um Längen. Die wenigen Abstriche, die Nutzer dafür machen müssen – OnePlus-Smartphones bieten beispielsweise teils deutlich höhere SAR-Strahlungswerte, das aktuelle Honor-Flaggschiff kann nicht kabellos geladen werden – lassen das Pendel offenkundig nicht zugunsten von Samsung ausschlagen.

Der Preis für das Flaggschiff fällt und fällt

Das Galaxy S9 zerbricht aber nicht nur an den in Zahlen ausgedrückten Anforderungen von oben, es muss sich auch strecken, um die einzelnen Kunden zu begeistern. Denn die These der schleppenden Verkäufe kann durch den seit Marktstart beobachteten Preisverfall unterstützt werden. Längst ist das Galaxy S9 schon unter die 600-Euro-Marke gefallen – ein stolzer Sprung nach unten, denn Samsung schlägt nach wie vor einen Preis von knapp 850 Euro vor.

Aktuell gibt es das Galaxy S9 bei Amazon für unter 570 Euro. Der Online-Shop notebooksbilliger verkauft das S9 ebenfalls für „nur“ 580 Euro. Media Markt und Saturn erreichen ähnliche Preise dank aktueller Aktionen durch die einiges vom angeschlagenen Vorschlagspreis abgezogen wird. Nach Ablauf der Rabatt-Aktionen dürfte der Referenzpreis auch wieder nach unten korrigiert werden.

Alles Indizien dafür, dass sich die Samsung-Smartphones nicht mehr ohne weiteres „wie von selbst“ verkaufen. Auch der Provider Sparhandy greift in die Trickkiste und legt bei Galaxy-S9-Vertragsabschlüssen eine Gratis-Speicherkarte obendrauf.

Das Galaxy S9 im Test

Das Galaxy S9 hat das Testlabor von inside handy bereits durchlaufen. Nur knapp schrammte es an der Bestwertung vorbei. Unter anderem büßte das Modell in den Teilbereichen Akku und Kamera Punkte ein. So ist etwa der Energieträger gut, allerdings nicht überragend. Zwar kann die Kamera nahezu vollends überzeugen, die Einstrahlungen im Objektiv und die eingesparte zweite Kamera des Galaxy S9+ trüben jedoch ein wenig die Begeisterung.

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