Horror-Rechnung vermeiden Kostenfalle Kreuzfahrtschiff: 12.000 Euro hohe Handy-Rechnung

vom 14.06.2018, 11:47
Zwei Mädchen mit Handy im Urlaub am Strand
Bildquelle: O2

Seit im vergangenen Sommer das Roaming im europäischen Ausland quasi nichtig wurde, können Bürger zu Hause als auch im Urlaub zu dem Preis surfen und telefonieren, den sie auch im Heimatland zahlen würden. Doch ein paar Fallen, die im Einzelfall exorbitante Rechnungen erwirken können, gibt es dennoch, wie nun das Beispiel eines 12-jährigen zeigt.

Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, ist ein 12-jähriger Junge, der sich mit seiner Familie auf einer Kreuzfahrt befand, unbewusst in eine Kostenfalle getappt. Auf dem verhältnismäßig kurzen Seeweg zwischen Kiel und Oslo erwirkte der Junge bei normaler Handy-Nutzung eine Rechnung über 12.000 Euro, die die Eltern nun begleichen sollen.

Grund für diesen horrenden Betrag ist nicht etwa Auslands-Roaming, sondern das Satelliten-Netz des Kreuzfahrtschiffes. Dieses ist teurer als das Mobilfunknetz, das man im Normalfall alltäglich nutzt. Reedereien, die Kreuzfahrten anbieten, sollen Passagiere auf ihren Homepages entsprechend über die etwaigen Mehrkosten informieren. Allerdings sei es eine Seltenheit, dass die Reisenden sich in das Netz des Schiffes einwählten, so heißt es.

Passagiere erhalten außerdem eine SMS, mittels derer sie über die Kosten an Bord informiert werden – darüber hinaus gibt es jedoch keine weiteren Verbraucherwarnungen. Damit extreme Kosten vermieden werden, gibt es an Bord verschiedene, kostenpflichtige WLAN-Angebote. Im Fall des 12-jährigen Jungen hat die entsprechende Reederei den Rechnungsbetrag drastisch gekürzt; der Anwalt der Familie will die verbleibende Summe dennoch anfechten.



Bildquelle kleines Bild: Pixabay | Autor: Simone Warnke
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Themen dieser News: Mobilfunk-News, Mobiles Internet, Mobilfunktarife, Roaming

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